"Gold hätte ich mir höchstens erträumt"

OVB
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Niklas Homberg gewann zweimal Gold.

Ruhpolding - Die heimischen Stützpunkt-Biathleten haben bei den Olympischen Spielen für Jugendliche in Innsbruck richtig abgeräumt. Interview mit Goldmedaillengewinner Niklas Homberg:

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So holte Franziska Preuß (SC Haag) drei Gold- und eine Silbermedaille. Und auch der 17-jährige Niklas Homberg vom SK Berchtesgaden gewann Gold in der Verfolgung und in der Biathlon Mixed-Staffel. Beide werden am Stützpunkt Ruhpolding von Tobias Reiter betreut.

Glückwunsch zu den Erfolgen, haben Sie im Vorfeld mit diesen Medaillen gerechnet?


Homberg: Also gerechnet habe ich damit nicht. Es war zwar mein Ziel, mich nach dem sechsten Platz im Sprint im Verfolger nach vorne zu arbeiten, weil die Ausgangsposition gut war. Dass es Gold geworden ist, hätte ich mir höchstens erträumt.

Im Ziel sind Sie zunächst Zweiter gewesen, wann haben Sie gemerkt, dass Sie wegen der Zeitstrafe des Kanadiers Olympiasieger sind?

Im Ziel habe ich mich zunächst wahnsinnig über Silber gefreut. Auf der Zielgeraden habe ich durch meine Ohrenstöpsel nur so Wortfetzen gehört, wie "Zeitstrafe" und den Namen des Kanadiers und "Vielleicht doch Gold" gehört. Ich konnte mir keinen Reim draus machen. Erst als Trainer Frank Ullrich zu mir kam und sagte: "Bursche, du hast Gold", habe ich dann langsam alles einordnen können.

Wie geht's jetzt weiter?

Jetzt habe ich erstmal ein riesengroßes Ziel erreicht, darauf werde ich mich aber sicher nicht ausruhen. Die Qualifikation für die Jugend-Weltmeisterschaft ist noch offen und der Deutschlandpokal ist gerade erst angelaufen. Da will ich auch mit guten Ergebnissen aufzeigen.

Welchen Anteil hat Ihr Trainer am Stützpunkt, Tobias Reiter?

Er hat einen sehr großen Anteil, wie auch das restliche Betreuerteam um Kristian Mehringer, Christian Hochreiter, Franz Lankes, Erhard Laube und Herbert Zauner. An alle ein großes Dankeschön. Aber eben vor allem an den Tobi Reiter, der teilweise individuelle Pläne vorbereiten muss, je nach Zustand eines Athleten. Er steht mir zu jeder Zeit mit Rat und Tat zur Seite und das ist sicher eine Menge Arbeit.

Interview: Huber (Oberbayerisches Volksblatt)

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