Glücklicher Martin Tomczyk

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Der deutsche Rennfahrer Timo Scheider (Zweiter von links) vom Team „Audi-Sport-Team Abt“ jubelt auf dem Podium über den Siegt in Oschersleben. Scheider gewann vor dem Schweden Matthias Ekström (links) und Martin Tomczyk (rechts), die sich mit Hans-Jürgen Abt (Zweiter von rechts) freuen.

Oschersleben - Champion Timo Scheider hat sich mit seinem ersten Saisonsieg eindrucksvoll im Titelrennen zurückgemeldet und zugleich Audi den 50. Erfolg im Deutschen Tourenwagen Masters beschert.

Der Schwede Mattias Ekström und der Rosenheimer Martin Tomczyk auf den Plätzen zwei und drei vervollständigten den Audi-Triumph in Oschersleben. Besonders glücklich war nach seinem 3. Platz Martin Tomczyk: "Ein schönes Gefühl, nach so einer langen Durststrecke endlich einmal wieder auf dem Podium zu stehen. Die Positionen in Zandvoort oder hier in Oschersleben - da fühle ich mich wohl und da gehöre ich eigentlich auch hin, wie ich glaube. Von mir aus könnte es gern so weiter gehen: Mit dem Nürburgring und Brands Hatch kommen jetzt zwei Strecken, die mir gut liegen.""In Zandvoort die 50. Pole-Position, heute der 50. Sieg zum 100. Jubiläum von Audi - eine runde Sache", bilanzierte Audi- Motorsportchef Wolfgang Ullrich freudestrahlend. "Scheider, Ekström und Tomczyk haben fehlerfrei gearbeitet." Norbert Haug erwies sich als fairer Verlierer: "Glückwunsch an Audi zum runden Sieg." Der Mercedes-Motorsportchef bezeichnete das Ergebnis als perfekt: "Mehr ging nicht mit dem Zusatzgewicht, das uns vier Zehntel pro Runde bremst - eine starke Teamleistung nach schlechten Startplätzen mit vier Mercedes in den acht Punkterängen."


Audi hatte mit den ersten fünf Startplätzen am Samstag auf dem 3,696 Kilometer langen Kurs in der Magdeburger Börde den Grundstein für sein glorreiches "Comeback" gelegt, nachdem die in Oschersleben mit 20 Kilogramm Zusatzgewicht belasteten Mercedes die zurückliegenden drei Rennen dominiert hatten. Den "Herren der Ringe" glückte damit auch eine sportliche Wiedergutmachung für die am Freitag verhängte Strafe wegen einer regelwidrigen Teamorder beim Rennen in Zandvoort vor zwei Wochen. Die Sportkommissare des Deutschen Motor Sport Bundes (DMSB) sprachen gegen Ekström eine Zeitstrafe von fünf Sekunden aus, wodurch der Schwede nachträglich vom zweiten auf den dritten Platz zurückfiel und zwei Punkte verlor. Scheider setzte sich in dem weitgehend langweiligen Lauf direkt nach dem Start an die Spitze und behielt die Führung auch nach den obligatorischen Boxenstopps. Der Titelverteidiger aus Altach siegte nach 48 Runden (177,408 Kilometer) in 1:08:39,064 Stunden. Ekström lag 5,417 Sekunden zurück. Der Schotte di Resta wies 16,868 Sekunden Rückstand auf. Für Scheider war es erst der vierte Sieg im 93. DTM-Einsatz. Mercedes-Mann Ralf Schumacher (Kerpen) verfehlte als Zwölfter klar die Punkte.

Paffett sicherte sich hauchdünn die Halbzeit-Meisterschaft. Der Brite war nur als Zwölfter gestartet und kam als Fünfter ins Ziel. "Das ist fantastisch. Ich bin sehr zuversichtlich", sagte er zu seiner Aufholjagd zufrieden. "Wir sind sehr konkurrenzfähig für den Rest der Saison." Nach fünf von zehn DTM-Läufen führt Paffett mit 28 Punkten nur dank seiner zwei Saisonsiege vor dem punktgleichen Ekström. Scheider (27) machte einen Sprung nach vorn auf Rang drei und ist wieder auf Schlagdistanz zur Spitzenposition. dpa

Quelle: rosenheim24.de

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