Getrübte Stimmung und Vorfreude wechseln sich ab

Brannenburg - Zur Winterpause der Saison 2010/2011 haben die Vereine aus den Landkreisen Traunstein, Rosenheim und Berchtesgadener Land sehr unterschiedliche Bilanzen vorzuweisen.

Bei den Herren kann vor allem wieder der TSV Brannenburg mit der Vorrunde der Bezirksoberliga Oberbayern sehr zufrieden sein. Trotz eines kleinen Spielerkaders stehen die Inntaler auf dem 2. Tabellenplatz und haben im Kampf um die Meisterschaft noch alle Trümpfe in der Hand. Viele neue und junge Spieler hatte dagegen der TuS Prien zu integriere. Trotzdem präsentieren sich die Chiemseeer mit dem derzeitigen 5. Platz in der höchsten oberbayerischen Spielklasse überraschend stabil.


Im Gegensatz dazu zeigte sich die Leistung der Traunsteiner „Eisenbahner“, die ebenfalls einen Umbruch zu verkraften haben und dazu noch unter ihren spielerischen Möglichkeiten blieben. Ob die Kreisstädter den Abstieg aus der Bezirksoberliga noch abwenden können, bleibt damit fraglich. In der Bezirksliga Oberbayern überwintert der ESV Rosenheim, der die Spielgemeinschaft mit Raubling beendete, auf dem 4. Tabellenplatz. Einen Platz dahinter rangieren die Herren des TuS Traunreut, die es wohl versäumt haben aus letzten vier Spielen die nötigen Punkte einzufahren, um im Meisterschaftskampf weiterhin dabei zu sein. Auf Platz 6 befindet sich die sehr junge Mannschaft des SV Bruckmühl, die als Aufsteiger eine überzeugende Vorrunde gespielt hat.

Im Abstiegskampf befindet sich dagegen die bisher noch sieglose zweite Mannschaft des TuS Prien.


ESV Freilassing vor dem aus

Während die Situation der zweiten Garnitur des Bezirksoberligisten äußerst prekär ist, gab es in der Liga kurz vor Weihnachten noch einen überraschenden Paukenschlag. Mit dem ehemaligen Bezirksoberligisten ESV Freilassing zog sich, nach dem TSV Bad Reichenhall im Jahr 2008, die letzte verbliebene Berchtesgadener Handballherrenmannschaft aus dem laufenden Spielbetrieb zurück. Bereits in der Vorbereitung hatten die Grenzstädter mit dem Kader ihre liebe Not. Trotzdem versuchte der Verein mit Verstärkungen aus Bad Reichenhall den Spielbetrieb aufrecht zu erhalten. Verletzungen, Spielerabgänge sowie die beruflichen Gründe einiger Spieler waren zudem dafür verantwortlich, dass der Traditionsverein bei jedem Spiel Probleme hatte eine schlagkräftige Mannschaft auf die Beine zu stellen. Trotz des Bemühens einiger Spieler, blieb aber der Erfolg in der Bezirksligavorrunde aus, sodass den Verantwortlichen keine andere Möglichkeit besaß die Mannschaft aus dem Spielbetrieb zu nehmen und aufzulösen.

In der Bezirksklasse Oberbayern gibt es dagegen gute Nachrichten vom TSV Übersee. Der Absteiger der Vorsaison, blieb im bisherigen Saisonverlauf noch ungeschlagen und strebt nun die sofortige Rückkehr in die Bezirksliga an. Dicht hinter den Achentalern befindet sich die neuaufgebaute Mannschaft des TuS Raubling, die ebenfalls noch Chancen in Sachen Aufstieg besitzt. Hinter Raubling befinden sich in der Tabelle die zweiten Mannschaften aus Rosenheim, Brannenburg und Bruckmühl. Der TSV Trostberg überwintert, wie im vergangen Jahr auf dem letzten Tabellenplatz.

Während Freilassing den Rückzug des Herrenteams verkraften musste, ist dagegen die Damenmannschaft nachdem Aufstieg in die Bezirksoberliga Oberbayern das Maß aller Dinge. Nach 10 Spielen ist die Mannschaft liegt die Mannschaft ungeschlagen auf Platz 2 und hat damit noch alle Chancen im Kampf um die oberbayerische Meisterschaft. Im oberen Mittelfeld der Tabelle platzieren sich der TSV Brannenburg sowie der Landesligaaufsteiger aus Raubling. In der Bezirksliga Oberbayern haben der Tabellenvierte Prien sowie die Traunreuter Damen noch alle Chancen im Meisterschaftskampf. Während Bruckmühl sich wieder im Abstiegskampf befindet. In der Bezirksklasse Oberbayern wartet auf den Tabellenersten Erlstätt noch eine harte Rückrunde, um nach zwei Jahren den Rückkehr in die Bezirksliga anzustreben, dennoch stehen die Chancen im Hinblick auf die Meisterschaft nicht schlecht. Übersee folgt dagegen auf Platz 5, während Traunstein unter seinen Möglichkeiten blieb. Die letzten beiden Plätze werden von Rosenheim und Trostberg belegt.

Im Bezirk Altbayern gibt es für viele der heimischen Mannschaften nichts Positives zu berichten. Unter dem Ex-Traunsteiner Wolfgang Schwarz kämpfen die Herren SVG Burkirchen in ihrer zweiten Bezirksligasaison bereits wieder gegen den Abstieg. Gleiches gilt für die Damenmannschaft, die sich im unteren Tabellendrittel der Bezirksliga befindet.

Auch beim TV Altötting kriselt es gehörig. Nachdem die Damen- und Herrenmannschaft vor zwei Jahren den Aufstieg in die Bezirksoberliga realisieren konnten, kämpfen nun beide Teams akut gegen den Abstieg. Auch beim Aufsteiger VfL Waldkraiburg sieht es nicht gerade besser aus, denn es droht ebenfalls der Abstieg. Die Damenmannschaft befindet im unteren Tabellendrittel der Bezirksklasse.

Während Burghausens Damenmannschaft in der Bezirksoberliga nur phasenweise überzeugen konnte und ebenfalls gegen den Abstieg kämpft, stehen die Meisterschaftschancen in der Bezirksoberliga für die zweitplatzierte Herrenmannschaft trotz eines Titelvierkampfes mit Mainburg, Ingolstadt und Altenerdingt sehr gut.

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