Kein Freundschaftsspiel

+
Der 18-jährige Ömer Pala drängt sich im Training als ernsthafte Alternative für die Arrivierten auf.

Wasserburg - Obwohl die Fußballer des TSV Wasserburg zu ihrem Gegner, dem SV Erlbach, ein schon fast freundschaftliches Verhältnis pflegen, darf die Partie am Samstag bloß kein Freundschaftsspiel werden.

Denn wenn Schiedsrichter Marcus Trapp um 14.30 Uhr im Badria-Stadion anpfeift, geht es für beide Mannschaften um wichtige Bezirksoberliga-Punkte.


Nach dem 5:0-Kantersieg des SV Erlbach gegen Starnberg haben die Holzländer den TSV Wasserburg in der Tabelle überholt und stehen mit 15 Zählern auf Rang acht. Bei optimaler Chancenverwertung wäre für die Löwen in Dachau ebenfalls ein Sieg möglich gewesen, unnötigerweise musste man sich trotz haushoher Überlegenheit aber mit einem 0:0-Unentschieden begnügen und rangiert mit 14 Punkten zwei Plätze hinter den Gästen. Bei den Innstädtern ist aber in den letzten beiden Spielen ein deutlicher Aufwärtstrend zu bemerken. Zum einen liegt dies an der Rückkehr der fest als Leistungsträger eingeplanten Marco Kleinschwärzer und Davide Guerrieri, die als Joker für viel Betrieb sorgten. Zum anderen haben Spieler wie Burim Djimsiti und Hannes Hain, die sich mit Verletzungen durch die letzten Wochen geschleppt haben, wieder nahezu ihre optimale Fitness erreicht und kommen besser in Schwung. Auch der 18-jährige Ömer Pala hat sein Tief durchschritten und drängt sich im Training als ernsthafte Alternative für die Arrivierten auf. Sicher in der Startelf steht hingegen wieder Philipp Kleinschwärzer, der in Dachau wegen einer Kapselverletzung passen musste.

Mit dem SV Erlbach gastiert die zweitbeste Offensive der Liga im Badria-Stadion. 26 Treffer erzielte die Mannschaft von Thomas Köster im bisherigen Saisonverlauf. Köster konnte sich beim 5:0 gegen Starnberg sogar den Luxus erlauben, einen Topmann wie Markus Reiter erst nach 68 Minuten einzuwechseln. Als Problemzone erweist sich jedoch die Abwehr. Trotz der Rückkehr von Max Göldel aus Buchbach musste Schlussmann Martin Ronis bereits 24 Gegentore hinnehmen. Da auch die Löwen wieder versuchen, offensiver zu agieren, dürfen sich die Zuschauer trotz eisiger Temperaturen auf einen unterhaltsamen Nachmittag freuen. Erlbachs beliebtester Spieler Bernhard Waldher, der sich schon seit Saisonbeginn auf das Duell mit Wasserburg freut, bringt es auf den Punkt: "Trotz aller Freundschaft. Das wird eine Schlacht, denn beide Teams benötigen die Punkte. Wird eine harte Nummer, aber der Bessere soll gewinnen."

jah

Quelle: rosenheim24.de

Kommentare