Das 16. Remis im 32. Spiel

OVB
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Legte den Ball zweimal fein für Marco Holz auf: Youssef Mokhtari.

Burghausen - Als Spitzenspiel angekündigt, als mauer Kick geendet: Das Fußball-Drittliga-Match zwischen Burghausen und Tabellenführer Sandhausen ist den hohen Erwartungen nicht gerecht geworden.

In einer über weite Strecken schwachen Partie zeigten beide Teams vor 2950 Zuschauern wenig Druck nach vorne. Keiner Mannschaft gelang es, sich Großchancen zu erspielen.


Nach einer mäßigen ersten Halbzeit bauten beide Teams in der zweiten Halbzeit weiter ab. Sowohl Burghausen als auch die Gäste standen zwar sicher in der Abwehr, riskierten nach vorn aber viel zu wenig. Mit dem 16. Remis in dieser Saison fielen die Salzachstädter in der Tabelle auf den sechsten Rang zurück - bleiben in der eigenen Arena aber weiterhin ungeschlagen. "Besser einen Punkt, als keinen. Wir haben auf Sieg gespielt, aber es gibt eben so Tage, wo kein Ball reingeht", bilanzierte SVW-Coach Reinhard Stumpf nach der Partie.

Dem war nicht ganz so: Einmal zappelte das Leder im Netz. In der 19. Minute hatte Sebastian Glasner den Ball nach einer Flanke von Kapitän Alexander Eberlein mit dem Hinterkopf ins Gäste-Tor befördert. Schiedsrichter Martin Petersen (Stuttgart) verweigerte dem Treffer aber die Annerkennung, er hatte ein Foul von Nicky Adler an Torhüter Daniel Ischdonat gesehen - eine zumindest fragwürdige Entscheidung. Kurz zuvor hatte Marco Holz den Führungstreffer für die Heimelf auf dem Fuß gehabt. Nach einem feinen Pass von Youssef Mokhtari - gerade von einem Muskelfaserriss genesen - zog er aus kurzer Distanz ab. Der wuchtige Schuss ging aber zu zentral aufs Tor, so dass Ischdonat klären konnte.


Danach fand der Tabellenführer besser in die Partie, vor allem über die rechte Seite wurde es immer wieder gefährlich. Dort wirkte Wacker-Verteidiger Christoph Burkhard mit Sergio Pinto etwas überfordert. So auch in der 38. Minute: Pinto düpierte den Ex-Löwen und brachte das Leder zur Mitte, Frank Lönings Volley-Abnahme ging aber knapp über das Tor.

Nach dem Seitentausch gab es keine personellen Wechsel, auch am Spielverlauf änderte sich wenig. Die Fans bekamen in den ersten 15 Minuten keine einzige Torchance zu sehen, die Abwehrreihen neutralisierten sich zusehends. In der 63. Minute setzten die Gäste noch einmal einen Nadelstich. David Ulm schickte den gerade eingewechselten Danny Blum steil, doch der zog gegen SVW-Schlussmann Rene Vollath im Eins-gegen-Eins den Kürzeren.

Auf den nächsten - und zugleich finalen - Aufreger der Partie mussten die Zuschauer bis zur Schlussminute warten: Mokhtaris Flanke fand den Kopf von Marco Holz, doch der das Tor nicht. Das Leder ging über die Latte und so blieb es schließlich beim leistungsgerechten Remis. Worüber SVS-Coach Gerd Dais nicht sonderlich glücklich war: "Wir haben vor allem in der zweiten Halbzeit gut gespielt. Und man muss schon sagen, dass wir hier einen Sieg verpasst haben."

saz/Mühldorfer Anzeiger

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