Joker rettet Remis in Heidenheim und hält Burghausen im Rennen um Platz drei

Senesie lässt Wacker träumen

Riesenjubel: Sahr Senesie sorgte in der 83. Minute mit seinem Treffer zum Endstand für den Punktgewinn des Tabellenfünften.
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Riesenjubel: Sahr Senesie sorgte in der 83. Minute mit seinem Treffer zum Endstand für den Punktgewinn des Tabellenfünften.

Burghausen - Der SV Wacker Burghausen bleibt in der 3. Fußball-Liga im Rennen um Relegationsplatz drei und den möglichen Aufstieg.

Im Top-Duell des 35. Spieltags ergatterten die Salzachstädter beim 1. FC Heidenheim einen Zähler (1:1). Sahr Senesie sorgte in der 83. Minute mit seinem Treffer zum Endstand für den Punktgewinn des Tabellenfünften. Vor 8100 Zuschauern in der Voith-Arena hatte Dennis Malura (11.) den Gastgeber in Führung gebracht.


Obwohl beide Teams in einer spielerisch starken Partie auf Augenhöhe agierten, erspielte sich Heidenheim zunächst mehr Torchancen. Dabei war es vor allem Malura, der auf der Außenbahn für viel Druck sorgte und bereits nach elf Minuten für seinen Aufwand belohnt wurde. Nach einem Freistoß von Spielmacher Marc Schnatterer rauschte Malura am zweiten Pfosten heran und verwandelte per Direktabnahme. Ausgerechnet der Ex-Heidenheimer Fabian Aupperle sah bei dem Gegentreffer nicht gut aus.

"Der Ball wurde immer länger und länger", schilderte der Innenverteidiger die Szene, und fügte an: "Eigentlich war Malura nicht mein Gegenspieler, da hat bei uns einfach die Zuordnung kurz nicht gestimmt." "Das frühe Gegentor war für uns natürlich ein kleiner Schock. Aber die Mannschaft hat sich wieder berappelt und zu ihrem Spiel zurückgefunden", bemerkte SVW-Pressesprecher Martin Lex.


Bis es allerdings soweit war, verging eine gute Viertelstunde. Dann setzte ausgerechnet Aupperle das erste Ausrufezeichen, als er den Ball aus kurzer Distanz über die Latte setzte - die Flanke hatte Youssef Mokhtari geschlagen, der angeschlagen ins Spiel gegangen war, aber auf die Zähne biss.

Sekunden vor dem Halbzeitpfiff dann die Riesenchance für die Hausherren auf 2:0 zu stellen. Nach einem Ballverlust im Mittelfeld steuerte Göhlert alleine auf das SVW-Gehäuse zu, Vollath behielt aber die Nerven und klärte mit einer sehenswerten Fußabwehr (44.). Bitter für den FCH: In der Schlussphase von Hälfte eins musste Ex-Bundesliga-Stürmer Michael Thurk mit einer Oberschenkelverletzung vom Platz.

Ein bereits gutes Spiel wurde in den zweiten 45 Minuten noch besser. Beide Teams lieferten sich einen offenen Schlagabtausch. Den Beginn machten die Gäste: Aupperle scheiterte per Kopf am reaktionsschnellen FCH-Keeper Frank Lehmann, kurz darauf setzte SVW-Angreifer Nicky Adler das Leder - ebenfalls mit dem Kopf - über das Tor (52.). Auf der Gegenseite versuchten es die Hausherren aus der Distanz, doch die Schüsse von Malura (63.) und Schnatterer (65.) gingen knapp am Tor vorbei. Das Verfolgerduell hatte jetzt richtig Fahrt aufgenommen. Je näher der Schlusspfiff kam, desto größer wurde die Spannung: Denn die Burghauser setzten jetzt alles auf eine Karte und so boten sich den Heidenheimern einige Kontermöglichkeiten.

Dann erlöste nämlich Joker Sahr Senesie (war für Adler gekommen) die Burghauser, als er einen Eckball von Christoph Burkhard mit dem Kopf veredelte. FCH-Keeper Lehmann machte dabei keine gute Figur, er ging im Fünfmeterraum zu zögerlich zum Ball.

SVW-Coach Reinhard Stumpf konnte mit dem 18. Remis im 35 Saisonspiel gut leben. "Die Mannschaft hat nach dem Gegentreffer eine gute Reaktion gezeigt und sich den Punkt verdient. Wir sind am Ende ein großes Risiko eingegangen und dafür letztendlich auch belohnt worden."

Die Konkurrenz um den Relegationsrang zum Aufstieg ist noch größer geworden. Inklusive des Chemnitzer FC (55 Punkte) streiten noch fünf Teams um die Position. Jahn Regensburg ist nach einem 3:2 (2:1) bei der SpVgg Unterhaching Vierter vor Wacker Burghausen (54) und dem 1. FC Heidenheim. Hinzu kommt noch Rot-Weiß Erfurt.

saz/Oberbayerisches Volksblatt

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