Die bösen Auswärts-Geister vertrieben

Machte nach seiner Rot-Sperre alles richtig: Sahr Senesie erzielte den Siegtreffer für Wacker. Foto cb
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Machte nach seiner Rot-Sperre alles richtig: Sahr Senesie erzielte den Siegtreffer für Wacker.

Karlsruhe - Der SV Wacker Burghausen gewann am zehnten Spieltag der 3. Fußball-Liga beim Karlsruher SC mit 2:1 und hat damit den ersten Saisondreier auf fremdem Platz eingefahren.

Matchwinner war Sahr Senesie, der in der 78. Minute auf Vorlage von Alexander Eberlein den Siegtreffer erzielte und sich nach seiner Zwei-Spiele-Rotsperre mit einem Knalleffekt zurückgemeldet hat.


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"Aufgrund seiner Sperre hatte er natürlich etwas gutzumachen, wenn er es mit Toren zurückzahlt - umso besser", freute sich SVW-Pressesprecher Martin Lex über das gelungene Comeback des 25-Jährigen. Auch Wacker-Coach Georgi Donkov fiel nach dem Schlusspfiff ein größerer Stein vom Herzen. "Die Mannschaft ist mit Kampf und Leidenschaft zu Werke gegangen und hat gesehen, dass man damit auch auswärts etwas holen kann", bemerkte er.


10.635 Zuschauer sahen im Wildparkstadion von Anfang an eine muntere Partie, in der die Hausherren - zuletzt vier Partien in Folge ungeschlagen - das erste Ausrufezeichen setzten. In der 21. Minute stand nur die Latte zwischen Rouwen Hennings und dem möglichen Führungstreffer. Der SVW zeigte sich davon keineswegs beeindruckt und spielte weiter forsch nach vorne. Belohnt wurde die Donkov-Truppe dafür in der 26. Minute. Jonas Strifler ging auf der Außenbahn auf und davon, seine Flanke fand den Kopf von Kapitän Eberlein, der den Ball ins lange Eck versenkte - Keeper Dirk Orlishausen war chancenlos.

Nur sechs Minuten später schlugen die Hausherren aber zurück. Hennings erzielte den 1:1-Ausgleich. Allerdings mit freundlicher Unterstützung der Burghauser Defensive. Wacker-Schlussmann René Vollath hatte bei einem Klärungsversuch Verteidiger Fabian Aupperle angeschossen, sodass der KSC-Stürmer wenig Mühe hatte, das Leder über die Linie zu köpfen. So ging es mit einem Remis in die Halbzeit.

Nach einer Stunde erspielten sich die Schützlinge von Markus Kauczinski ein optisches Übergewicht, konnten aber aus der Feldüberlegenheit kein Kapital schlagen. Effektiver präsentierten sich an diesem Tag die Salzachstädter. Nach einem Ballgewinn im Mittelfeld schalteten die Burghauser schnell um, Eberleins Pass auf Senesie kam genau zum richtigen Zeitpunkt, und der für Felix Luz eingewechselte Angreifer behielt im Duell mit Orlishausen die Nerven - 1:2.

In den Schlussminuten warf der KSC noch einmal alles nach vorne, doch die Burghauser stemmten sich gegen den möglichen Ausgleich und schaukelten den knappen Vorsprung schließlich über die Zeit.

"Wir sind verdient mit 1:0 in Führung gegangen, haben dann - durch einen eigenen Fehler - den Ausgleich kassiert", bilanzierte Donkov, "aber in der ein oder anderen Situation waren wir richtig abgezockt und haben soeben das zweite Tor gemacht." Durch die Niederlage fielen die Badener um drei Ränge auf den 14. Tabellenplatz zurück. Burghausen gewann dagegen erstmals nach zwei Partien wieder und kletterte um vier Ränge auf Platz elf.

saz/Mühldorfer Anzeiger

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