Wacker klettert nach oben

Der Torschütze zum 2:0 Felix Luz küsst Sahr Senesie nach dessen schöner Vorarbeit zum 3:0 auf die Stirn. Foto Zucker
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Der Torschütze zum 2:0 Felix Luz küsst Sahr Senesie nach dessen schöner Vorarbeit zum 3:0 auf die Stirn.

Burghausen - Der SV Wacker Burghausen hat in der 3. Fußball-Liga für einen Paukenschlag gesorgt. Gegen Heidenheim gewann die Donkov-Truppe mit 4:1.

Vor nur 2300 Zuschauern besiegte die Elf von Georgi Donkov den 1. FC Heidenheim mit 4:1 und kletterte in der Tabelle auf den siebten Platz (16 Punkte). Damit sind die Salzachstädter seit drei Partien ungeschlagen.


Den klaren Erfolg über das Team aus Baden-Württemberg wollte Donkov aber nicht überbewerten. "Wir sind glücklich über die drei Punkte. Allerdings war ich mit der Leistung der Mannschaft phasenweise nicht einverstanden", gab der Bulgare zu Protokoll, der vor allem das schlechte Umschalten seines Teams bemängelte. Insbesondere in den ersten 30 Minuten erspielten sich die Gäste ein optisches Übergewicht und kamen zu der ein oder anderen guten Chance. Bereits in der 9. Minute mussten die Gastgeber zittern, als Dennis Malura frei vor dem Kasten von Réne Vollath auftauchte, den Ball aber knapp neben das Tor platzierte. Dann hatte David Schittenhelm die Führung auf dem Schlappen, brachte bei seinem Schuss aus der Drehung aber nicht genug Druck hinter den Ball (18.). Wacker brachte bis zur 37. Minute bis auf einen Fernschuss von Youssef Mokhtari - den Keeper Frank Lehmann parierte - nur wenig zustande. Was dann folgte, war für FCH-Trainer Frank Schmidt "der Knackpunkt des Spiels." Mokhtari zirkelte eine Ecke auf den Kopf von Fabian Aupperle und der Ball zappelte im Netz. Es war der erste Saisontreffer des Innenverteidigers. Ab diesem Zeitpunkt hatten die Hausherren das Geschehen fest im Griff und legten gleich nach. Nur zwei Minuten später zog Maxi Thiel eine scharfe Flanke vors Heidenheimer Tor, die in Felix Luz einen dankbaren Abnehmer fand - 2:0. Von diesem Doppelschlag erholten sich die Gäste - die in der zweiten Halbzeit auf eine Dreierkette umstellten - nicht mehr. Im Gegenteil: Wacker konterte im eigenen Stadion - und das mit Erfolg. Der eingewechselte Ahmet Kulabas versenkte den Ball nach feinem Doppelpass mit dem ebenfalls neu in die Partie gekommenen Sahr Senesie aus 20 Metern zum dritten Mal im Heidenheimer Tor und sorgte für Entzücken auf der Trainerbank. "Das war ein wunderbarer Treffer, super herausgespielt", schwärmte Donkov über die Szene zum 3:0. Im Gegenzug sorgte der ansonsten blasse Michael Thurk für den Anschlusstreffer. Jede Hoffnung auf einen Auswärtspunkt machte in der 89. Minute Thiel zunichte: Das Burghauser Eigengewächs brauchte nach einem Freistoß nur noch den Fuß hinzuhalten - 1:4."Dieses Ergebnis tut brutal weh", musste Schmidt gestehen, hatte die Gründe für die hohe Niederlage aber schnell gefunden. "Wir haben das Risiko erhöht, hatten aber zu viele Ballverluste in der Vorwärtsbewegung und sind dafür bitter bestraft worden."

sam/Mühldorfer Anzeiger

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