Buchbacher Serie nach Krimi gerissen

Vergab einen Handelfmeter: Buchbachs Ralf Klingmann. Foto mb
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Vergab einen Handelfmeter: Buchbachs Ralf Klingmann.

Aschaffenburg - Die Serie von fünf Spielen ohne Niederlage ist gerissen: Der TSV Buchbach kassierte am Samstag bei Viktoria Aschaffenburg eine bittere 2:4-Niederlage.

Der TSV Buchbach kassierte in einem Spiel, in dem noch weit mehr Tore hätten fallen können, am Samstag in der Fußball-Regionalliga Bayern bei Viktoria Aschaffenburg eine bittere 2:4-Niederlage.


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Bitter vor allem deswegen, weil "wir mindestens 60 Prozent Ballbesitz hatten", so Buchbachs Trainer Anton Bobenstetter, dessen Team an diesem Tag mit dem Fußballgott auf Kriegsfuß stand. Erst gabs ein Eigentor durch Aleksandro Petrovic (7.), dann klatschte ein Kopfball von Stefan Denk nur an die Latte (28.) und Ralf Klingmann verschoss einen Handelfmeter (34.). Einen weiteren Kopfball von Denk schlugen die Aschaffenburger kurz vor der Pause von der Linie, "meine Spieler sagen, dass der Ball im Tor war", berichtet Bobenstetter, der "in dieser Phase vom Quäntchen fehlenden Glücks", sprach und vor dem 3:0 der Aschaffenburger durch Giolio Fiordellisi ebenso vergeblich auf den Abseitspfiff gewartet hat wie die Spieler, die zum Teil stehengeblieben sind.


Dass seine Truppe nach dem 0:3 nicht den Kopf in den Sand gesteckt hat, sondern "immer an das Unmögliche geglaubt und nie aufgesteckt hat", war für Bobenstetter beeindruckend: "Eigentlich hatten wir ja dann beim Stand von 2:3 das Spiel schon gedreht, aber die Tore haben uns eben noch gefehlt. Für den neutralen Zuschauer war das eine Wahnsinnspartie, für einen Trainer war das angesichts der vielen Chancen auf beiden Seiten grenzwertig. Die Partie hätte auch 7:7 ausgehen können."

Beim Aschaffenburger 1:0 erwischte Buchbachs Keeper Dominik Süßmaier eine scharfe Flanke noch knapp und lenkte den Ball mit den Fingerspitzen an den Oberschenkel von Petrovic, der nicht mehr reagieren konnte und zusehen musste, wie der Ball in Tor trudelte.

Dem 2:0 durch Markus Horr ging zu allem Überfluss noch ein Handspiel voraus (16.). Bobenstetter: "Das hätte man schon pfeifen können." Auf Hand entschied der Unparteiische aber in der 34. Minute, als die Aschaffenburger sich bei einem Kopfball von Denk anders nicht mehr zu helfen wussten, doch Klingmann scheiterte an Ricardo Döbert und brachte auch beide Nachschüsse nicht im Tor unter.

Mit einem artistischen Fallrückzieher aus 18 Metern unter die Latte leitete Christoph Behr die Aufholjagd ein (53.), endlich passte dann nach Flanke von Manuel Neubauer auch ein Kopfball von Denk (71.), danach gabs Chancen im Minutentakt, aber auch die Aschaffenburger hätten gegen die aufgerückte Buchbacher bei Kontern weitere Treffer erzielen können, ehe Steffen Bachmann in der 85. Minuten einen dieser Tempo-Gegenstöße zum Endstand verwertete. "Wenn man zwei Gegentore kassiert, gewinnt man in dieser Liga normal nicht mehr, wir haben vier Treffer bekommen und hätten trotzdem fast noch gewonnen. Vielleicht waren wir ein Tick zu offensiv aufgestellt", resümierte Bobenstetter. Oder: Vielleicht wars einfach nur Pech!

Statistik

Viktoria Aschaffenburg: Döbert - Saufhaus (74. Wosiek), Sejdovic, Brüdigam, Fries - Sternheimer (64. Bachmann) - Schmidt, Fiorentini, Horr, Tewelde - Fiordellisi (87. Amrhein). Trainer: Abbruzzese

TSV Buchbach: Süßmaier - Irmler (46. Schmalhofer), Gögl, Maximilian Hain, Klingmann (78. Hösl) - Hannes Hain (46. Behr), Petrovic - Grübl, Denk - Neubauer, Lex. Trainer: Bobenstetter/Kupper.

Tore: 1:0 Aleksandro Petrovic (7., Eigentor), 2:0 Markus Horr (16.), 3:0 Giulio Fiordellisi (49.), 3:1 Christoph Behr (53.), 3:2 Stefan Denk (71.), 4:2 Steffen Bachmann (85.)

Schiedsrichter: Christopher Schwarzmann (Scheßlitz)

Zuschauer: 403

Gelb-Rot: Sejdovic (wiederholtes Foulspiel).

mb/Mühldorfer Anzeiger

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