Furioses Finale für Luca Grünwald

OVB
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Aller guten Dinge sind drei: Mit einem dritten Platz beim letzten Lauf zur IDM vor 20 800 Zuschauern auf dem Hockenheimring konnte der 14-jährige Luca Grünwald (Dritter von links) zum dritten Mal in dieser Saison vom Siegerpodest aus jubeln. In der Endwertung der Meisterschaft aus acht Rennen konnte das Drei-Mann-Team aus Waldkraiburg einen überragenden vierten Gesamtrang erringen und sich damit nach Gesamtsieger Marcel Schrötter und dem Zweitplatzierten Marvin Fritz als drittbester deutscher Fahrer etablieren.

Hockenheim - Mit einem furiosen Finale beendete Luca Grünwald aus Waldkraiburg seine zweite Saison in der Internationalen Deutschen Motorradrennsportmeisterschaft (IDM).

Beim letzten Meisterschaftslauf, dem Wilhelm-Herz-Memorial auf dem Hockenheimring, erreichte er vor 20.800 Zuschauern auf dem 3,6 Kilometer langen Rundkurs mit einem Rundenschnitt von 147,2 Stundenkilometern mit seiner Honda RS 125 erneut einen hart umkämpften dritten Platz und damit zum dritten Mal in dieser Saison den viel umjubelten Sprung auf das Siegerpodest.

In der Addition der Meisterschaftspunkte aus acht Rennen schaffte Luca Grünwald unter den 41 Konkurrenten der Achtelliterklasse den vierten Platz. Saisonziel war ein Platz unter den Top Fünf, nun wurde es "ein Ergebnis, von dem wir Anfang des Jahres eigentlich nur träumen konnten".

Der Youngster, mit seinen 14 Jahren einer der Jüngsten im internationalen Starterfeld, setzte sich mit seinem fahrerischen Talent und mit einer guten Portion Rennintelligenz noch einmal gut in Szene. Nach dem Zeittraining stellte Luca Grünwald seine Honda RS 125 mit einem vierten Platz in die erste Startreihe. Doch wieder wurde das Rennen zu einer Zitterpartie, denn nach dem erneut verpatzten Start war er nach der ersten Runde zunächst Zwölfter. "Dann ging es aber wieder nach vorne. Vor allem beim Ausbremsen in der Kurve vor der Mercedes-Tribüne konnte ich entscheidende Meter gewinnen, das ging zügig bis zum vierten Platz", erzählt der junge Rennfahrer.

Dann begann ein rundenlanger Kampf mit dem Slowaken Jakub Jantulic, der erst in der letzten der 17 Runden Renndistanz entschieden wurde. "Den Jakub habe ich die ganze Zeit vor mir gesehen, ich bin rangekommen und habe auch ihn ausgebremst. Das konnte ich dann mit zwei Zehntelsekunden Vorsprung verteidigen", jubelte Luca Grünwald nach der Zieldurchfahrt und umarmte in der Boxengasse alle, die ihm irgendwie über den Weg liefen.

Vor allem aber Vater Uli Grünwald und Rennmechaniker Stefan Kirsch, die ihm diese erfolgreiche Saison ermöglichten. "Stefan schaffte es mit großen Geschick unsere Rennmaschine im Laufe der Rennen technisch immer noch ein wenig mehr auszureizen. Da spielen kleinste Veränderungen eine große Rolle, fallen die Entscheidungen auf der Strecke doch immer im Zehntel- oder gar Hundertstelsekundenbereich. Unser nächtelanges Tüfteln und Basteln hat sich nun wirklich gelohnt", resümiert zufrieden Uli Grünwald. "Ich bin schon stolz auf dieses Ergebnis unseres kleinen Drei-Mann-Teams und natürlich auf meinen Sohn Luca, der all unsere Erwartungen übertroffen hat".

re/Mühldorfer Anzeiger

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