Freising war eine Nummer zu groß

Rosenheim - "Wir haben uns natürlich mehr ausgerechnet, aber der Gegner war heute einfach eine Nummer zu groß", musste Ampfings Michael Kostner nach Spielschluss neidlos die überlegenheit des SE Freising in der Fußball-Bezirksoberliga-Partie am Dienstagabend in der Savoyer Au anerkennen.

"Die Freisinger waren ballsicherer und hatten die reifere Spielanlage. Der Sieg geht daher auch in Ordnung", meinte er nach dem Freisinger 3:0. Dennoch habe seine Elf zumindest in Ansätzen gezeigt, dass sie mit einem Topteam der Liga durchaus mithalten kann. "Wenn wir in der Drangphase nach der Halbzeit den Ausgleich machen, wäre das Spiel möglicherweise anders verlaufen." So aber habe man heute gegen einen spielstarken Gegner deutlich die Grenzen aufgezeigt bekommen, ließ Ampfings Trainer letztlich keinen Zweifel am verdienten Erfolg der Hausherren aufkommen.


In der Anfangsphase tat sich der Favorit jedoch sehr schwer, und so musste der eigene Anhang fast 20 Minuten auf die erste Tormöglichkeit warten. Nach schönem Doppelpass mit Georg Ball setzte Eckmüller das Leder aus zwölf Metern knapp neben das Tor. In der 29. Minute fiel dann aber doch der Führungstreffer für die Gastgeber. Nachdem Ronny Werosta im ersten Versuch den Ball nicht richtig getroffen hatte, durfte er es, von Ampfings Defensive nur halbherzig attackiert, ein zweites Mal versuchen. Und dieses Mal schlug das Leder aus knapp 25 Metern unhaltbar für TSV-Schlussmann Thomas Süßmaier im Winkel ein.

Die Gäste brauchten einige Minuten um sich von diesem Schock zu erholen. Erst in der Schlussphase der ersten Spielhälfte tauchten dann auch die Schweppermänner einige Male gefährlich in der Hälfte der Freisinger auf. Zunächst konnte SE-Schlussmann Andreas Sczudlek einen Freistoßhammer von Birol Karatepe erst im Nachfassen entschärfen (38.), nur zwei Minuten später verpasste Alex Naue eine Hereingabe von Thomas Palmer nur haarscharf. Den Schlusspunkt in der ersten Halbzeit setzen dann aber wieder die Gastgeber. Georg Balls Distanzschuss konnte Süßmaier mit einer Glanzparade gerade noch um den Pfosten lenken, den anschließenden Eckball köpfte der mit aufgerückte Andreas Pflügler nur knapp neben das Tor.


Keine 60 Sekunden nach Wiederanpfiff hätte Thomas Eckmüller beinahe für die Vorentscheidung gesorgt, doch Freisings Kapitän verzog nach einem Eckball freistehend aus zehn Metern. Es folgte die von Michael Kostner angesprochene Drangperiode der Schweppermänner. Die größte Möglichkeit bot sich dabei Philip Rodriguez in der 63. Minute, doch der Neuzugang aus Burghausen brachte die präzis getimte Flanke von Andreas Palmer nicht im Tor unter. Mitten in die Ampfinger Offensivbemühungen hinein fiel dann aber der zweite Freisinger Treffer. Tim Brandhuber marschierte ungehindert durch Ampfings Hintermannschaft und spitzelte das Leder am herausstürzenden Süßmaier vorbei in die lange Ecke (68.). Die Gäste steckten auch in der Folge nicht auf, doch spätestens mit Andreas Ertlmeiers Treffer zum 3:0 in der 87. Minute war die Partie endgültig entschieden.

TSV Ampfing: Süßmaier, Thomas Palmer (ab 85. Auer), Berardi, Harlander, Karatepe, Stamm, Palmer, Giglberger (ab 72. Neumeier), Richter, Rodriguez, Naue.

Schiedsrichter: Rank (FC Eintracht München).

Zuschauer: 230.

Tore: 1:0 (29.) Werosta, 2:0 (68.) Brandhuber, 3:0 (87.) Ertlmeier.

sab/Mühldorfer Anzeiger

Rubriklistenbild: © dpa

Kommentare