Erster Volleyball-Camp des MTV ein voller Erfolg

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Rosenheim - Das gab es im Chiemgau bisher noch nie: Ein Volleyball-Camp für Jugendliche, in der diese eine Woche lang intensiv ausgebildet werden – jeweils ihrem Leistungsstand und Alter entsprechend.

In den Ballungszentren wie z.B. München sind solche Boot-Camps längst Tradition. Man hat erkannt, dass es in der Förderung des Nachwuchses ungemein wichtig ist, auch vereinsübergreifend zusammenzuarbeiten, die Jugendlichen sich nicht nur als Gegner auf dem Spielfeld, sondern sie auch als Trainingspartner kennenzulernen, Freundschaften zu schließen und sich gemeinsam weiterzuentwickeln – sowie die so typische, familiäre Volleyball-Atmosphäre genießen zu können.


In der vergangenen Woche vom 17.08.-22.08.2009 veranstaltete der MTV Rosenheim sein erstes Volleyball-Camp für 45 Mädls und Jungs im Alter von 10-19, die aus insgesamt 14 verschiedenen Vereinen des Chiemgaus angereist waren. 12 ausgebildete Trainer, davon acht Trainer aus dem MTV Rosenheim, darunter Thomas Sarsky, Trainerausbilder und ehemaliger Bayernauswahltrainer, sowie zwei Trainer aus dem TSV Eiselfing, darunter der aktuelle Bezirkslehrwart Dieter Heidrich, und sogar ein Trainer aus dem TSV Rottenburg in Niederbayern und ein Koordinationstrainer aus Oberaudorf, forderten in dieser Woche von den Jugendlichen so einiges. Neun weitere MTV-Mitglieder halfen in Küche, Kiosk und allgemeiner Betreuung dazu, um die Rundum-Versorgung der Jugendlichen sicherzustellen.

Nachdem die Jugendlichen am Montag Mittag zur Gabor-Halle angereist waren, wurden diese ihrem Leistungsstand entsprechend in fünf Gruppen eingeteilt und damit einem Gruppentrainer zugewiesen, der diese die ganze Woche über betreute.


Das erste Highlight folgte gleich am Montag Nachmittag. Der Koordinations- und Lauftrainer Hans Schmid vom Schuhwiedu aus Oberaudorf vermittelte den Jugendlichen eine Stunde lang mit effektiven Übungen die Wichtigkeit der Koordination im Volleyball – wie auch im allgemeinen Sport. Ein darauffolgendes Gruppen- bzw. Taktiktraining innerhalb der Leistungsgruppen ermöglichte ein erstes Kennenlernen der Trainer und Camp-Teilnehmer untereinander. Nach dem Abendessen durften sich die Camp-Teilnehmer gleich in einem kleinen Turnier innerhalb der Leistungsgruppen beweisen, bevor sie zu ihrer Schlafmöglichkeit, dem Sportbund-Campus, transportiert wurden.

Um 7 Uhr morgens, einer ferienunüblichen Zeit, wurden die Jugendlichen aus ihren Betten geholt. Bereits um 7.20 Uhr ging es für die fortgeschrittenen Sportler in einem 25 minütigen Morgenlauf zusammen mit ihren Gruppentrainern los, während die Jüngeren und die Anfänger mit dem Bus vom Sportbund-Campus zur Gabor-Halle transportiert wurden.

Nach dem Frühstück wurde mit der allgemeinen Erwärmung begonnen, bei der den Jugendlichen auch die Notwendigkeit und der Hintergrund von richtiger Erwärmung vermittelt wurden.

Nun folgte der Hauptteil des Vormittags: Das Stationstraining. Fünf Trainer betreuten je die Stationen Pritschen, Baggern, Angriff, Block und Angabe. Dem Leistungsstand der einzelnen Gruppen entsprechend wurden dort die Grundtechniken, sowie später in der Woche dann auch die Ergänzungstechniken erlernt bzw. vertieft.

Nach dem Mittagessen und einer ersten Verschnaufpause für die Jugendlichen, begann das Nachmittagsprogramm: Gruppen- bzw. Taktiktraining. Jetzt mussten die frisch erlernten Techniken vertieft und automatisiert, sowie die Anwendung der Techniken in Kleinfeldspielen und Taktikspielen internalisiert werden. Zudem wurden in den einzelnen Gruppen Erfahrungen zu Teamgeist und mannschaftsbildenden Maßnahmen gemacht.

Am Abend blieb dann die Zeit für ein gruppenübergreifendes Turnier, bei dem sich die Leistungsgruppen 1-5 als gemischte Gruppen messen konnten und den Gruppen die Möglichkeit gab, auch Camp-Teilnehmer aus den anderen Leistungsgruppen besser kennenzulernen. Ein professionelles Cool-Down rundete den Tagesablauf ab.

Doch die Woche sollte sich nicht nur um Volleyball drehen. Am Mittwoch Nachmittag bot ein Ausflug an den Luegsteinsee in Oberaudorf eine willkommene Verschnaufpause bei den heißesten Temperaturen des Jahres. Dort konnten sich die Jugendlichen auf den beiden Beach-Volleyballplätzen miteinander messen, oder einfach nur ausspannen und baden gehen.

Auch am Freitag Abend wurde „freigemacht“, bei einem Spieleabend wurde die tolle Atmosphäre der Woche noch ausgiebig genossen, es wurde ausgelassen gelacht und geratscht, schließlich war der anstrengende Teil der Woche nun durchgestanden.

Zum krönenden Abschluss durfte am Samstag die Leistungsgruppe 1 gegen die Trainer spielen und zeigen, was sie gelernt hatte, während die Leistungsgruppen 2-5 ihre Camp-Kollegen anfeuerten. Es war ein spannendes Match, in dem sich die Trainer dann aber doch klar mit 3:0 durchsetzten.

Im Großen und Ganzen war es damit ein rundum gelungenes Camp, bei dem die Camp-Teilnehmer in sportlicher Atmosphäre große technische und spielerische Fortschritte machten. Die Jugendlichen hatten alle eine tolle Leistung vollbracht. Viele Blasenpflaster wurden verklebt bei den heißen Temperaturen, größere Verletzungen gab es jedoch glücklicherweise keine.

Aber auch den Trainern gebührt ein großes Lob. Viele hatten sich dafür extra eine Woche Urlaub genommen, um Zeit für die Jugendlichen zu haben und hatten auch bereits im Vorfeld organisatorisch so einiges geleistet.

Aufgrund der regen Teilnahme und des großen Erfolgs wird es auch im kommenden Jahr wieder ein Camp in der dritten August-Woche geben, die Unterkunft – diesmal das Jugendfreizeitgelände am Happinger-Ausee – und die Sporthallen sind bereits für 16.08. bis 22.08.2010 gebucht. Für mehr Informationen wenden Sie sich an: jugend@volleyball-rosenheim.de.

re

Quelle: rosenheim24.de

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