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Einsiedler trifft, Sechziger siegen

Markus Einsiedler erzielte das Goldtor für 1860.

Rosenheim - Die Freude war groß, die Erleichterung spürbar. Doch Wolfgang Schellenberg ist nicht der Typ Trainer, der in solchen Momenten in Jubelstürme ausbricht, Veitstänze aufführt.

Kühl, sachlich und ruhig analysierte der Trainer des TSV 1860 Rosenheim das 1:0 seiner Mannschaft bei der SpVgg Bayreuth, sprach von einem "sehr gelungenen Start" in die neue Saison der Fußball-Bayernliga.

Schellenberg ist einer, der sich mehr nach innen freut, er genießt die Genugtuung, die so ein Erfolg nach der langen Zeit der Vorbereitung, der Zeit der großen Ungewissheit, mit sich bringt. Jetzt weiß er, dass er vieles richtig gemacht hat, dass die Basis gelegt ist für eine gute Saison. Schließlich hat man nicht bei irgendwem, sondern bei der SpVgg Bayreuth gewonnen, die Schellenberg selbst als einen der Favoriten auf die Meisterschaft genannt hat. Umso höher ist dieser Erfolg zu bewerten, der dank des Treffers von Markus Einsiedler in der 62. Minute perfekt gemacht wurde.

Ausgerechnet Einsiedler! Schellenberg hatte den Stürmer zunächst auf der Bank gelassen, trotz der Sturm-Probleme. Thomas Masberg, der Torjäger, ist nach längerer Verletzung gerade erst in die Vorbereitung eingestiegen, trotzdem spielte er in Bayreuth durch, Danijel Majdancevic fällt nach seinem Riss des Syndesmosebands wohl für die Vorrunde aus. Dennoch verzichtete der Trainer zunächst auf Einsiedler, weil er nicht zufrieden war mit dessen Trainingsleistungen, und stellte Florian Hofmann als zweite Sturmspitze neben Masberg.

Sieben Minuten war Einsiedler dann auf dem Platz, als Florian Hofmann eine Flanke von rechts in den Strafraum schlug. Mit dem Kopf setzte er den Ball ins Netz und sorgte damit für große Erleichterung bei seinen Teamkollegen, vor allem bei Ozan Tuncali. Der nämlich hatte vor der Pause die Riesenchance zur Führung vergeben, als er einen Foulelfmeter, verursacht an Thomas Masberg, an die Latte gesetzt hatte. Den Nachschuss parierte Bayreuths Keeper glänzend. Es war die einzig echte Möglichkeit für die Sechziger gewesen in der ersten Hälfte und da auch die Bayreuther durch Koßmann eine große vergaben, ging das Unentschieden zur Halbzeit auch irgendwie in Ordnung. "Die Abwehrreihen dominierten", so Schellenberg, "vor den Toren tat sich nicht so viel."

Nach dem Wechsel aber wurde seine Mannschaft stärker, dominanter und das einzige, was der Sechziger-Coach seiner Truppe vorwerfen konnte war, dass sie die Führung nicht ausgebaut hat. "Wir hatten da noch drei, vier richtig gute Chancen." Und weil die nicht genutzt wurden, kam das Kathrein-Team schließlich noch ein bisschen unter Druck. "Das war klar, dass die jetzt alles nach vorne werfen würden", meinte Schellenberg zur Schlussphase, in der die Sechziger noch ein, zwei gefährliche Situationen zu überstehen hatten.

Am Ende aber war Schellenberg hochzufrieden: "Wir sind diszipliniert und kompakt gestanden und haben immer wieder versucht, uns Chancen herauszuspielen." Genau das war es, was der Trainer sehen, was er seiner Mannschaft in den Wochen der Vorbereitung vermitteln wollte. Also fand er den Auftakt "ganz okay", was aber zumindest für ihn kein Grund ist, sich nun erst mal zufrieden zurückzulehnen. Schon am Mittwoch (18.30 Uhr) gilt es, die gute Form im Heimspiel gegen Aufsteiger SV Heimstetten zu bestätigen, manches vielleicht sogar noch besser zu machen.

TSV 1860 Rosenheim: Luginger, Herberth, Lenz, Kokocinski, Linnemann, Christian Hofmann (ab 90. Pointvogel), Haas, Schwinghammer (ab 55. Einsiedler), Tuncali, Florian Hofmann, Masberg.

Schiedsrichter: Beitinger (Regensburg).

Zuschauer: 700.

Tor: 0:1 (62.) Einsiedler.

Besonderheit: Tuncali schießt Foulelfmeter an die Latte (28.).

hü/Oberbayerisches Volksblatt

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