Crossfit mit den Profis:

Wie fit sind unsere heimischen Snowboarder?

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Das Team des Snowboard Verbands Deutschland beim Training in Rosenheim
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Rosenheim - Bei 35 Grad Außentemperatur kommt derzeit wohl jeder ins Schwitzen. Den Snowboard-Profis aus der Region ist das jedoch nicht genug: Sie legen im Trainingslager nochmal einen drauf:

Strahlender Sonnenschein, heiße Temperaturen: Genau das richtige Wetter, um den eigenen Körper in schweißtreibendem Workout weiter fit zu machen. Zumindest wenn es nach Isabella Laböck, Anke Karstens, Patrick Bussler und Co. geht. So genossen die Profi-Snowboarder am Dienstag keine kühle Brise am See, sondern trainierten einige Meter weiter bei Crossfit im Rosenheimer Ortsteil Happing Schnellkraft und Elastizität. Wir haben beim Training vorbeigeschaut und uns mit den Rennläuferinnen und Rennläufern unterhalten.

Crossfit als Abwechslung zum Kraftraum

Bereits seit Anfang Mai sind die Wintersportler des Snowboard Verbands Deutschland schon wieder im Training, normalerwiese trifft man die Athleten dabei meistens in der Sportschule der Bundespolizei in Bad Endorf. Fünf Tage die Woche, zweimal am Tag. "Jeden Tag im Kraftraum mit dem Workout zu verbringen kann schnell langweilig werden. Deshalb haben wir uns für diesen Sommer etwas anderes ausgesucht", erklärt Paul Marks, der Trainer des Damenteams. Mit dem sogenannten "Crossfit" Training, dass er dabei in Amerika kennengelernt hat, will der gebürtige Kanadier den Athleten neuen Spaß am Training vermitteln und nebenbei den Körper auf eine ganzheitliche Art und Weise fit machen.

Michi Berger, Trainer und Besitzer des Studios in Happing, leitete das Training am Montag und ist von der Methode aus den Staaten überzeugt. "Jeder macht dieselben Übungen, dabei passen wir die Intensität auf den Leistungsstand des Einzelnen an, sogenanntes Skalieren", erklärt der Sportübungsleiter. Der Vorteil von Crossfit? "Ein kompletter Athlet, wie er ja auch im Snowboard-Sport gefragt ist", so Berger weiter.

Das sagen die Sportler:

"Das war für mich das erste Mal, da wird einem ordentlich warm", erklärt auch Patrick Bussler. Der Profi-Fahrer kann beim Workout besonders bei den Klimmzügen punkten. "Das beste Training ist, wo der Schweiß richtig fließt", lacht auch Isabella Laböck. Nach einem Bruch des Sprungbeins und einem Bänderriss im rechten Sprunggelenk - Verletzungen, die sie sich beim Heimrennen am Sudelfeld in der abgelaufenen Saison zugezogen hatte - steht die 29-Jährige erst seit einer Woche wieder im Training. "Ich muss mich langsam herantasten und auf meinen Fuß hören", so Laböck weiter. Mit zusätzlichen Einheiten will die Sportlerin aus Prien am Chiemsee den Trainingsrückstand aber so schnell wie möglich wettmachen. "Für unsere Sportart ist dies Art von Training aber auf jeden Fall die beste", so die Profi-Boarderin.

Bilder vom Crossfit-Training in Rosenheim

Bilder vom Training der Snowboarder in Rosenheim

Und auch Anke Karstens ist vom Crossfit-Training begeistert. "Es ist wirklich sehr anstrengend" so die Aschauerin, die beim Training in der Halle richtig Gas gegeben hat. Trotz einer Operation am Knie nach der vergangenen Saison, läuft es bei Anke Karstens derzeit richtig rund: "Ab und zu merke ich noch ganz wenig, ich kann aber ohne Einschränkung alles machen!"

"Unser Ziel ist es mehr Fitness aufzubauen", erklärt Damentrainer Paul Marks. Mitte September geht es für die Sportler dann schließlich wieder in den Schnee und auf das Board, bis im November dann wieder die neue Saison der Race-Boarder anläuft.  

Quelle: rosenheim24.de

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