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„Ich habe sehr viele gute Erinnerungen“

DEB-Stürmer Stefan Loibl im Interview über seine Zeit in Rosenheim und WM-Ambitionen

Launiges Gespräch: Nach der Trainingseinheit nahm sich Stefan Loibl Zeit für OVB-Sportredakteur Thomas Neumeier.
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Launiges Gespräch: Nach der Trainingseinheit nahm sich Stefan Loibl Zeit für OVB-Sportredakteur Thomas Neumeier.

Für Stefan Loibl war das Spiel mit der deutschen Nationalmannschaft in Rosenheim eine Rückkehr in eine alte Wirkungsstätte. Welche Erinnerungen er an seine Zeit in Rosenheim hat, verriet der Stürmer im Interview mit der OVB-Sportredaktion.

Rosenheim – „Das war das Beste, was mir passieren konnte“, meint Stefan Loibl, angesprochen auf seine Saison in Rosenheim. Der Eishockey-Nationalspieler aus Aiterhofen bei Straubing spielte in der Saison 2015/16 als 19-jähriger Jungspund per Straubinger Förderlizenz für die Starbulls in der DEL2 und überzeugte mit 34 Punkten in 41 Spielen. „Vier starke Ausländer und eine super bayerische Mannschaft, Beppo Frank und Micky Rohner“, entfährt es Loibl beim Rückblick auf die damalige Zeit. Im Gespräch mit der OVB-Sportredaktion spricht der mittlerweile 25-Jährige nicht nur über damals, sondern auch über seine Saison bei Skelleftea in Schweden und die Ambitionen mit der deutschen Nationalmannschaft, für die er am Donnerstag einen Treffer zum 4:2-Erfolg über die Schweiz erzielte.

Konzentriert vor dem Spiel: Stefan Loibl an alter Wirkungsstätte.

Das Rosenheimer Eisstadion kennen Sie ja – die neu geschaffenen Kabinen haben Sie so noch nicht gekannt, oder?

Stefan Loibl: Nein, da hat sich einiges verändert – aber im sehr positiven Sinn. Ich bin sehr überrascht. Hier muss man sich vor keiner DEL-Mannschaft verstecken.

Wie war es denn, wieder auf Rosenheimer Eis zu stehen und ein Tor zu schießen?

Loibl: Sehr schön. Ich habe hier eine Saison gespielt, das war eine meine schönsten bislang und ich habe sehr viele gute Erinnerungen daran. Es war schön, wieder auf dem Eis und vor den Fans hier zu spielen. Dass es dann auch noch mit einem Tor geklappt hat, war doppelt schön.

„Wir hatten damals eine supergeile Mannschaft.“ Was sind das für Erinnerungen?

Loibl: Wir hatten damals eine supergeile Mannschaft. Es war eine besondere Saison und hat sehr viel Spaß gemacht. Ich erinnere mich gerne daran, wie wir vor ausverkaufter Hütte in den Pre-Play-offs gegen Garmisch weitergekommen sind.

Aus dieser Truppe spielen Stretch und Renner mittlerweile in der DEL, Daxlberger, Edfelder und Vollmayer noch in Rosenheim. Besteht noch Kontakt?

Loibl: Der Renner Max ist mein bester Kumpel, mit dem bin ich ständig in Kontakt. Er ist übrigens auch ein ganz besonders gern gesehener Gast in Rosenheim. Aber die Mannschaft von damals werde ich nie vergessen.

Für Sie persönlich ging es dann über Straubing und Mannheim nach Schweden. Nach dieser Saison: War es ein Abenteuer oder die vollkommen richtige Entscheidung?

Loibl: Es war die absolut richtige Entscheidung, ich würde die jetzt genau so wieder treffen. Ich habe durch meinen Beruf die Chance, ein anderes Land kennenzulernen, dazu Eishockey auf höchstem Niveau zu spielen. Das war sportlich wie auch menschlich für mich die richtige Entscheidung.

Was macht die SHL so aus?

Loibl: Eine sehr läuferisch starke Liga, auch sehr technisch. Der größte Unterschied zur DEL ist das Tempo, es ist viel schneller, du hast weniger Zeit und Platz. Es ist einfach auf höchstem Niveau und es hat mir sehr viel gebracht.

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Sie haben in Skelleftea von Beginn an immer Eiszeit in den Special Teams bekommen. War das bis zum Schluss so?

Loibl: Von der Rolle her ist es gleich geblieben, vermehrt Überzahl, ein bisschen weniger Unterzahl. Ich habe meine Eiszeit bekommen und ich denke, dass ich meine Aufgabe sehr gut erfüllt habe.

Was bringt so ein Jahr menschlich?

Loibl: Zum einen sprichst du das ganze Jahr Englisch, auch wenn ich das Glück hatte, mit Tom Kühnhackl einen deutschen Mitspieler im Team zu haben. Du bist weit weg von zuhause, bist auf Dich alleine gestellt. Die weiten Reisen – es war schön, das mal so zu sehen.

Sie waren bei den Olympischen Spielen dabei, haben jetzt im ersten Test gegen die Schweiz die erste Sturmlinie angeführt. Wie groß sind Ihre Ambitionen für die WM?

Loibl: Für mich ist die WM das Ziel. Ich hatte vor der Saison angekündigt, dass ich in Schweden eine gute Saison spielen, bei den Olympischen Spielen dabei sein möchte und auch die WM spielen will. Ich muss mich auch noch steigern und wieder gut in den Spielrhythmus kommen, dann sind meine Chancen gut.

Was muss denn in den nächsten Tagen noch besser werden?

Loibl: Wir haben im ersten Spiel gegen die Schweiz schon ganz vernünftig gespielt. Wir müssen in der offensiven Zone noch mehr Zeit verbringen und den Gegner mit längeren Angriffen müde machen. Das Unterzahlspiel war schon sehr gut, die Überzahl müssen wir noch verbessern. Das wird für die WM ganz wichtig sein. Wir müssen über den Kampf kommen, mit Leidenschaft die Schüsse blocken – dann werden wir auch erfolgreich sein.

Was kann man bei der WM erwarten?

Loibl: Wir werden eine gute Mannschaft haben. Das Viertelfinale ist auf jeden Fall das absolute Mindestziel. Wir müssen schauen, dass wir gut reinstarten, dann ist alles möglich.

Den Blick nach vorne gerichtet: Stefan Loibl im DEB-Trikot beim Testspiel gegen die Schweiz.

Geht man von der Denke her ein bisschen anders ran, nachdem man nach den Olympischen Spielen ein zu forsches Auftreten nachgesagt bekommen hat?

Loibl: Nicht wirklich. Es ist ja auch irgendwo normal, dass die Ansprüche höher geworden sind. Und wir müssen uns auch vor keinem verstecken. Nur weil ein Turnier jetzt nicht so gelaufen ist, müssen wir den Kopf nicht in den Sand stecken. Wir haben immer hohe Erwartungen an uns selbst, deshalb steigt auch der Druck. Aber dem werden wir gewachsen sein.

Es ist jetzt „nur“ die Vorbereitung. Wie viel Selbstvertrauen bringt da ein Testspielerfolg?

Loibl: Man will immer gewinnen, egal ob es jetzt ein Testspiel ist oder bei einem Turnier. Jeder Sieg gibt der Mannschaft natürlich mehr Selbstvertrauen. Aber wir haben noch ein Stück Weg zur WM und wollen uns stetig steigern.

Alle Liveticker zu den Spielen der DEB-Auswahl bei der Eishockey-WM 2022

Freitag, 13. Mai, 19.20 Uhr: Deutschland 3:5 Kanada

Samstag, 14. Mai, 19.20 Uhr: Slowakei 1:2 Deutschland

Montag, 16. Mai, 19.20 Uhr: Frankreich 2:3 Deutschland

Donnerstag, 19. Mai, 15.20 Uhr: Deutschland 1:0 Dänemark

Freitag, 20. Mai, 15.20 Uhr: Deutschland 9:4 Italien

Sonntag, 22. Mai, 15.20 Uhr: Kasachstan 4:5 Deutschland

Dienstag, 24. Mai, 11.20 Uhr: Deutschland 3:4 Schweiz (SO*)

Donnerstag, 26. Mai, 15.20 Uhr: Deutschland -:- Tschechien