Burghausen nach 0:1-Pleite Liga-Schlusslicht

Burghausen - Auf den SV Wacker Burghausen kommen in der 3. Fußball-Liga ganz schwere Zeiten zu. Im Duell der sieglosen Teams unterlag die Elf von Mario Basler dem VfR Aalen mit 0:1.

Vor 2478 Zuschauern erzielte Aytac Sulu (66.) den entscheidenden Treffer, der Wacker ans Tabellenende stürzen ließ. Bester Spieler war Gastgeber-Schlussmann Daniel Bernhardt, der mit seinen Paraden eine Niederlage verhinderte und in der 52. Minute einen Foulelfmeter von Martin Hess parierte. Dementsprechend enttäuscht zeigte sich Neo-Coach Basler nach dem Schlusspfiff: "Bis zum 0:1 haben wir ein gutes Spiel gezeigt mit zwei hervorragenden Chancen kurz vor der Pause. Leider mussten wir dann aus einer Standardsituation heraus doch das entscheidende Gegentor hinnehmen - ingesamt wars ein unglücklicher Nachmittag für meine Mannschaft."

Die erste Chance der Partie war dem Gastgeber vorbehalten. Der Ex-Hachinger Robert Lechleiter legte quer auf Marco Grüttner, der den Ball über die Linie drückte. Schiedsrichter Markus Wingenbach (Diez) sah den Aalener Stürmer aber im Abseits. Burghausen kam - in einer schwachen ersten Hälfte - nach rund einer halben Stunde erstmals gefährlich vor das Gästetor. Ein Kopfball von Patrick Wolf verfehlte sein Ziel. Neumayr vergibt nur knapp (34.), kurz vor dem Halbzeitpfiff tauchte Markus Neumayr alleine vor Bernhardt auf, blieb aber nur zweiter Sieger. "Da müssen wir einfach in Führung gehen", ärgerte sich Basler, den anschließenden Eckball köpfte Darlington Omodiagbe knapp über das Tor.

Zwei Schlüsselmomente waren schließlich für den knappen Sieg des VfR verantwortlich - eine traurige Rolle spielte dabei Burghausens Hess. Erst zeigte Schiedsrichter Wingebach nach einem Duell zwischen Benjamin Barg und Wackers Sören Halfar auf den Elfmeterpunkt, im Anschluss zeigte Hess Nerven. Kurz darauf fälschte der Unglücksrabe den Ball beim 1:0 der Hausherren unglücklich ins eigene Netz ab.

"Der Führungstreffer fiel zur richtigen Zeit", bemerkte VfR-Coach Scharinger. Denn nach dem Treffer gingen die Gäste mehr Risiko und so taten sich immer wieder Räume für Aalener Konter auf. Dass der VfR dann aber bis zum Schlusspfiff zittern musste, lag einzig am eigenen Unvermögen. Mario Hohn (85.), Tim Bauer (86.), Christian Haas (90.) und vor allem Marco Grüttner (81., 88., 89.) ließen allerbeste Gelegenheiten aus. "Am Schluss haben wir alles nach vorne geworfen, was dem Gegner noch einige gute Chancen ermöglichte. Unser Torhüter René Vollath hat uns bis zum Schluss am Leben erhalten, leider hat es nicht gereicht", musste Basler eingestehen. sam

Rubriklistenbild: © dpa

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