Burghausen löst DFB-Pokal-Ticket

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Manuel Riemann war der Burghauser Held im Elfmeterschießen.

Burghausen - Der SV Wacker Burghausen hat es seinem Torhüter Manuel Riemann zu verdanken, dass eine Saison voller Pleiten, Pech und Pannen doch noch ein einigermaßen versöhnliches Ende genommen hat.

Im Halbfinale des Toto-Pokals auf Verbandsebene sicherte der Keeper seinen Teamkollegen den 5:2-Erfolg über Bayernligist VfL Frohnlach mit einem parierten Strafstoß im Elfmeterschießen, damit den Einzug ins Finale und gleichzeitig das Ticket für die erste Runde im DFB-Pokal.

Im Endspiel des Toto-Pokals müssen die Salzachstädter im Juli bei Bayernliga-Meister SpVgg Weiden antreten. Die Weidener besiegten zeitgleich Drittligist SpVgg Unterhaching - ebenfalls im Elfmeterschießen - mit 10:9. Allerdings ist das Ausscheiden für die Elf von Trainer Ralph Hasenhüttl kein Beinbruch. Als Tabellenvierter der 3. Liga sind die Hachinger automatisch für die Hauptrunde des DFB-Pokals qualifiziert.

Angesichts der Wichtigkeit der Spiels verzichtete Wacker-Coach Ralf Santelli auf Experimente und schickte eine drittligaerfahrene Truppe aufs Feld, die das Zepter von Beginn an in die Hand nahm und nach 15 Minuten mit 1:0 in Führung ging. Torschütze war wieder einmal Alessandro Belleri. In der Folge ließen es die Salzachstädter gemächlicher angehen und zogen sich immer weiter in die eigene Hälfte zurück. In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit wurden die Gäste für ihre Passivität mit dem Ausgleich bestraft. "In dieser Phase haben wir zu wenig investiert", gestand Ralf Santelli.

Aber auch in den zweiten 45 Minuten schafften es die Burghauser nicht, dem Spiel ihren Stempel aufzudrücken. Beide Teams neutralisierten sich weitestgehend - Torchancen blieben Mangelware. Auch nach 90 Minuten blieb es beim 1:1-Remis, und da es im Toto-Pokal keine Verlängerung gibt, ging man sofort zum Elfmeterschießen über. Hier hatten die Gäste dann die besseren Nerven - und den besseren Torhüter. Schon den ersten Frohnlacher Elfmeter hielt Riemann. Die Burghauser Schützen gaben sich keine Blöße: Belleri, Marco Calamita, Sebastian Mitterhuber und Ronald Schmidt verwandelten sicher, schossen den Ex-Zweitligisten damit in den DFB-Pokal und sicherten ihrem Verein einen warmen Geldregen von über 100.000 Euro.

"Von finanzieller aber auch von sportlicher Seite ist der Pokaleinzug für den Verein eminent wichtig", betont Wacker-Pressesprecher Daniel Dicker. Und vielleicht ist den Burghausern das Losglück ja auch diesmal hold. Zur Erinnerung: Vor zwei Jahren empfing man in der Wacker Arena den FC Bayern München.

sam

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