SBR in der Bringschuld

Den Blick nach vorne gerichtet: SBR-Kapitän Franz Eyrainer, Onur Kaya und Christoph Börtschök. Foto Neumeier
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Den Blick nach vorne gerichtet: SBR-Kapitän Franz Eyrainer, Onur Kaya und Christoph Börtschök.

Roenheim - Die Fußballer des SB/DJK Rosenheim sind in der Tabelle der Bayernliga Süd ins Mittelmaß abgerutscht. Heute wollen Sie beim BCF Wolfratshausen wieder Plätze gutmachen.

Der gute Start ist nun wahrlich hinüber: Nach drei Niederlagen in Serie sind die Fußballer des SB/DJK Rosenheim in der Tabelle der Bayernliga Süd ins Mittelmaß abgerutscht und nimmt aktuell den siebten Platz ein. Bei derzeit aber nur vier Punkten Rückstand auf die Spitze ist es aber auch erlaubt, noch ein bisschen nach vorne zu schielen. Um aber wieder ein paar Plätze nach oben gutzumachen ist eine schnelle Wende notwendig - am besten schon heute ab 17.45 Uhr, wenn der SBR zum Nachtrag beim BCF Wolfratshausen gastiert. Das Spiel wurde vom ersten Spieltag auf Rosenheimer Wunsch verlegt, weil sich der neue Trainer Manfred Burghartswieser damals mit seiner Schulklasse auf Abschlussfahrt befand.


Für den Sportbund soll es heute im Isar-Loisach-Stadion auf keinen Fall eine Gaudifahrt werden. Es geht um wichtige Punkte und vor allem darum, den Weg zurück in die Erfolgsspur zu finden. "Schlechter wie in Aichach kann's nicht mehr werden", fand Burghartswieser harte Worte, richtet den Blick aber auch gleich wieder nach vorne: "Das Gute am Fußball ist, dass wir Niederlagen relativ schnell wieder ausmerzen können." Nach den jüngsten Leistungen hat die gesamte Mannschaft auch eine Art Bringschuld abzuleisten. Zumal man in den Spielen davor das wahre Leistungspotenzial abgerufen und auch den aktuellen Spitzenreiter Wacker Burghausen 2 besiegt hatte. Da hatte man viele gute Dinge im Rosenheimer Spiel gesehen und diese muss man nun auch wieder zeigen.

Dies gilt vor allem für die Defensive, die sich speziell in diesem Top-Spiel gegen Burghausen als sattelfest erwiesen hatte - es war das letzte Spiel, das Daniel Sahdo und Andreas Sollinger über 90 Minuten in der Innenverteidigung bestritten hatten. Nun sind beide nach ihren Rotsperren wieder spielberechtigt und können der Mannschaft von hinten raus neuen Halt verleihen. Zehn Gegentore in den letzten drei Punktspielen waren hier eindeutig zu viel. "Ich erwarte, dass wir in Wolfratshausen ohne Gegentor bleiben", sagt Trainer Burghartswieser bestimmt. Die beiden Rückkehrer werden es speziell mit Werner Schuhmann zu tun bekommen, der mit fünf Treffern in acht Begegnungen der beste Torschütze der Farcheter ist.


Wolfratshausen steht momentan im hinteren Tabellendrittel und benötigt auch dringend einen Sieg - das darf aber die Rosenheimer nicht im geringsten interessieren. Der SBR muss sich auf seine Leistung konzentrieren und diese wieder stabilisieren. "Wir müssen mal eine halbe Stunde lang defensiv gut stehen und die ganzen Gegentore verdauen. Dann bekommen wir auch wieder Sicherheit und sind schnell im Spiel drin", glaubt Kapitän Franz Eyrainer, der nach der (hoffentlich letzten) Umstellung im Defensivbereich nun wieder auf der angestammten Position im zentralen Mittelfeld ran darf. Aus beruflichen Gründen ist Alexander Spreitzer nicht mit dabei, dafür kehrt Philipp König zurück, der am Wochenende aus Verletzungsgründen fehlte.

tn/Oberbayerisches Volksblatt

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