Doppeltes Pech für Tomczyk

+
In Brands Hatch reichte es für Martin Tomczyk nicht für eine vordere Platzierung.
  • schließen

Brands Hatch – Für Martin Tomczyk verlief das zweite Rennen der DTM-Saison enttäuschend. Gleich zweimal wurde er ohne eigene Schuld um alle Chancen gebracht.

Martin Tomczyk wurden an diesem Rennwochenende dicke Steine in den Weg geworfen. Es begann nach der Qualifikation im englischen Brands Hatch mit einer Strafversetzung ans Ende der Startaufstellung und endete mit einer Rempelei im Rennen. In beiden Fällen war der Rosenheimer unschuldig, seine Chancen auf eine gute Platzierung und Meisterschaftspunkte waren am Ende trotzdem dahin.

Auf große Euphorie am Samstag, als er die Poleposition rausgefahren hatte, folgte für Tomczyk die Ernüchterung. Das Auto war ein halbes Kilogramm zu leicht, was laut Reglement bedeutet, dass er vom letzten Startplatz aus ins Rennen gehen musste. Schon für den ersten Teil seiner Aufholjagd hatte er daher die denkbar schlechteste Ausgangsposition.

Kurz vor dem Rennstart schien Tomczyk die herbe Enttäuschung schon wieder halbwegs verdaut zu haben. „Galgenhumor muss man jetzt haben, wenn man hinten steht“, sagte er in der Startaufstellung. Große Ziele wollte er jedoch nicht mehr benennen: „Jetzt fahren wir einfach das Rennen und hoffen das Beste.“

Schon die ersten Runden zeigten, dass in diesem Rennen doch noch etwas zu holen war. Als das Feld zum ersten Mal die Start-Ziel-Linie überquerte, war Martin Tomczyk bereits von Positon 22 auf 17 vorgerückt. Am Ende der zweiten Runde war er sogar 15. Um noch weiter nach vorne zu kommen, blieb der Rosenheimer länger draußen als viele Konkurrenten, die bereits nach wenigen Runden ihren ersten Pflichtboxenstopp absolvierten und war damit auf einem guten Weg.

Kurz nach seinem ersten Boxenstopp geriet Tomczyk jedoch mit Roberto Merhi aneinander. Mit einem grenzwertigen Manöver schickte ihn der Mercedes-Pilot auf die Wiese. Tomczyk hatte sich in der Kurve außen neben Merhi gesetzt, um zu überholen. Merhi ließ ihm jedoch viel zu wenig Platz und drängte ihn von der Strecke. Martin Tomczyk sagte dazu nach dem Rennen: „Er hat gesehen, dass ich neben ihm bin. Er hat einfach die Lenkung aufgemacht und mich abgedrängt. Das war sehr unsportlich.“

Noch während Martin Tomczyk sich fluchend wieder auf den Asphalt vortastete kam das geistesgegenwärtige Kommando seiner Crew, direkt den zweiten Pflichtboxenstopp zu absolvieren. Jetzt war der Rosenheimer als Vorletzter wieder ganz am Ende des Feldes und musste Teil zwei seiner Aufholjagd in Angriff nehmen.

Auch wenn es für einige Positionsverbesserungen reichte, blieben die ersten zehn Plätze – und damit die Punkteränge - außer Reichweite. Martin Tomczyk konnte sich nur noch den 14. Platz sichern. Nach dem unfreiwilligen Ausritt war der Rückstand einfach zu groß, um weiter nach vorne zu gelangen. Im zweiten Saisonlauf war es damit die zweite Nullnummer. Der Sieg ging an Rockenfeller vor Spengler und Wickens. BMW-Pilot Augusto Farfus, der den Saisonauftakt gewonnen hatte, fiel mit einem technischen Defekt aus.

Nach dem Rennen in Brands Hatch geht es für Tomczyk direkt weiter an den Nürgurgring. Mit dem 24-Stunden-Rennen, das um 17 Uhr auf der Nordschleife startet, wartet die zweite große Herausforderung des Wochenendes auf ihn.

Quelle: rosenheim24.de

Zurück zur Übersicht: Regionalsport

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser