Boxhammer ist Meisterin

+
Elke Boxhammer vom LAZ Inn überraschte als neue deutsche Meisterin über 100 Meter Hürden der Jugend B.

Egglkofen - Die neue deutsche Meisterin über 100 Meter Hürden der weiblichen Jugend B kommt vom LAZ Inn: Elke Boxhammer eroberte am letzten Samstag bei den nationalen Titelkämpfen in Rhede souverän die Goldmedaille.

Die 17-jährige Gymnasiastin aus Egglkofen ist die alte und neue deutsche Meisterin im Hürdensprint der Jugend B. Noch im Vorjahr holte sie den begehrten Titel mit einer echten Überraschung, doch dies sollte wohl heuer nicht mehr passieren, zumal alle Vorzeichen denkbar schlecht für die LAZ-Athletin standen. Nach dem Ausstieg ihres Trainers Walter Chucholl musste sie erst einen neuen Trainer finden - und hier stellte sich der Verbandtrainer Franz Wandinger aus Dorfen zur Verfügung.


Hinzu kamen aber auch körperliche Probleme der ehrgeizigen Sportlerin: Massive Rückenprobleme verhinderten nicht nur einen Ausfall der Hallen-Saison, sondern verursachten auch einen Trainingsrückstand, der sich eigentlich erst vor wenigen Wochen annähernd kompensierte. Nichtsdestotrotz: Neben möglichen Hallen-Titeln verhinderte dieser Rückstand auch eine mögliche Nominierung für die U18-Weltmeisterschaften in Bozen. Nach ihrem Oberbayern- und Bayern-Titel über 100 Meter Hürden konnte Elke Boxhammer dennoch mit positiven Erwartungen nach Rhede reisen. Den Vorlauf überstand sie mühelos mit starken 13,93 Sekunden und auch ihren Zwischenlauf gewann sie klar mit 13,94 Sekunden. Damit war sie auch in beiden Ausscheidungen die einzige Athletin die die magische 14-Sekunden-Schallmauer unterbot. Im Finale war es eigentlich nur noch der eigene Kampf gegen die Zeit: Mit überzeugenden 13,84 Sekunden stürmte Elke Boxhammer nahezu unangefochten zum deutschen Meistertitel. Damit hatte sie im Ziel einen deutlichen Vorsprung von 1,7 Meter auf die zweitplatzierte Ricarda Lobe vom TV Nußdorf mit 14,01 Sekunden und Tilia Udelhoven vom LAV Bad Godesberg mit 14,09 Sekunden. Für Elke Boxhammer war diese Leistung zumindest eine neue Saisonbestzeit - parallel spurtete sie mit idealen Trainingsvorbereitungen im Vorjahr 13,62 Sekunden bei ihrem Gold-Erfolg 2008 und deshalb wären nach der "verkorksten" Saison mit besseren körperlichen Möglichkeiten sicherlich noch schnellere Zeiten möglich gewesen. Nichtsdestotrotz: Zum zweiten Mal in Folge wurde sie nun deutsche Meisterin - und diese Leistung spricht für eine echte Ausnahmeathletin, denn die Konkurrenz schläft bekanntlich nicht.

Und noch einen Top-Erfolg gab es für das LAZ Inn: Julia Auer überraschte mit dem siebten Platz im Dreisprung-Finale der weiblichen Jugend B. Mit 11,91 Meter kam sie an ihre Saisonbestmarke heran. In der übermächtigen Konkurrenz war diese Platzierung heuer eine echt starke Leistung, zumal sie mit diesem Rang selbst nicht gerechnet hatte.

stl/Mühldorfer Anzeiger 

Kommentare