Hallenfußball in Traunstein

OVB
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Die Halle in Traunstein ist am morgigen Freitag wieder Schauplatz für viele Tore und spannende Entscheidungen.

Traunstein - Hochklassiger Hallenfußball ist bei der Inn/Salzach-Kreismeisterschaft um den Lotto-Bayern-Hallencup garantiert. Die Bayernliga-Teams sind dabei klar in der Favoritenrolle.

Am Dreikönigstag wird der Cup in der Traunsteiner Landkreishalle an der Wasserburger Straße ausgetragen. Das Feld der acht Teilnehmer wird nämlich von den Rosenheimer Bayernligisten TSV 1860 (Titelverteidiger) und SB/DJK angeführt, die im vergangenen Jahr für ein packendes Endspiel (mit Siebenmeterschießen) gesorgt hatten.


Die Sechziger, ihres Zeichens Tabellenführer der höchsten Spielklasse auf Landesebene, bestreiten auch gleich um 13 Uhr das Eröffnungsmatch gegen den gastgebenden Bezirksligisten ESV Traunstein. Neben diesen beiden Teams sind in der Vorrundengruppe A noch der Kreisligist SC Anger und der TV Altötting (Kreisklasse) vertreten.

Für die Sechziger und die Eisenbahner aus der Großen Kreisstadt bildet das morgige Duell zugleich den Auftakt in die Hallensaison, wobei für die Bayernliga-Kicker höchstwahrscheinlich ein "Hattrick" an Turniertagen ansteht. Am Samstag spielen sie nämlich die Vorrunde im Sparkassenpokal in Rosenheim und tags darauf werden die Sechziger - vorausgesetzt sie kommen weiter - die Zwischenrunde des selben Wettbewerbs absolvieren.


Der ESV Traunstein, der sich unter der Regie von Trainer Uli Habl vor eigenem Publikum stark präsentieren und "zumindest ins Halbfinale einziehen" möchte (so Pressesprecher Peter Mallmann), ist auf dem Parkett außerdem noch beim Turnier um den Pokal der Volks- und Raiffeisenbanken am Start, greift dort aber erst am 28. Januar ins Geschehen ein.

Der TV Altötting kann aufgrund zahlreicher Abgänge im Sommer 2011 und des Fehlens von Nino Dingl (privat verhindert) nur zwei Mann aus der Truppe aufbieten, die sich im vergangenen Winter für die Kreismeisterschaft qualifiziert hatten: Claus Uretschläger und Spielertrainer Sascha Seehuber. "Die Erwartungen sind gering, wir wollen uns aber in Traunstein so gut wie möglich verkaufen", erklärte Altöttings Pressesprecher Thomas Heigl.

Gleiches gilt für den SC Anger, der die Verhältnisse in Traunstein zwar bestens kennt, aber der Frühjahrsrunde im Freien ganz klar Vorrang einräumt - schließlich strampelt man als Tabellenvorletzter der Kreisliga 2 kräftig gegen den Abstieg. In der Ruperti-Meisterschaft greifen die Angerer übrigens am 28. Januar ein.

Ähnlich stark besetzt wie die Gruppe A ist morgen die Vorrundenstaffel B, in der sich neben "Gruppenkopf" SBR noch der Bezirksligist SV Erlbach sowie die beiden Kreisliga-Vertreter TuS Raubling (Spitzenreiter der Gruppe 1) und TuS Traunreut tummeln.

Beim Sportbund wurde das Team von Torwarttrainer Hans Rottmüller und Werner Wirkner (Coach des Bezirksliga-Truppe) zusammengestellt. Es wird aus einigen Bayernliga-Spielern und einigen technisch versierten jungen Leuten bestehen. Beim Sparkassenpokal in Rosenheim hatten die Grün-Weißen am Neujahrstag keine Mühe, die unterklassige Konkurrenz auszuschalten und den Einzug in die Zwischenrunde zu schaffen. "Aber am Freitag geht die Post sicher ganz anders ab", weiß Rottmüller, dessen Truppe voraussichtlich vom Kapitän des Bayernliga-Teams, Franz Eyrainer, aufs Parkett geführt wird.

"Wir sehen uns als krasser Außenseiter", so Erlbachs Funktionär Thorsten Eisenacker, für den es überraschend käme, wenn die Crew aus dem Holzland bei der Vergabe der vorderen Plätze mitmischen könnte. Denn: "Wir werden diesmal mit einer Mannschaft antreten, deren Durchschnittsalter unter 20 Jahren liegt." Zu unterschätzen sind Markus Reiter, Philipp Baumann und Co. dennoch nicht, auch wenn im SVE-Aufgebot mit Andreas Huber, Christoph Jäger, Michael Schreiner, Bernhard Waldher, Markus Salzger, Alexander Kreiner (alle verletzt) sowie Torwart Martin Ronis und Thomas Hager (beide verhindert) zahlreiche wichtige Akteure fehlen.

"Wir spielen uns für den Sparkassenpokal ein", sagt Raublings Trainer Manfred Thaler augenzwinkernd vor dem ersten Hallenauftritt seines TuS in diesem Winter. Ähnlich wie den Sechzigern "drohen" auch den Inntalern drei Hallentage en suite, falls sie beim Sparkassenpokal in Rosenheim - der für sie am Samstag beginnt - entsprechend abschneiden. Die Raublinger verfügen über einige hervorragende Hallenkicker.

Beim anderen TuS in dieser Gruppe, dem aus Traunreut, wird der neue Coach Hans-Günter Bernauer zwar "im Hintergrund" dabei sein, gecoacht wird die Kreisliga-Mannschaft jedoch von Co-Trainer Johann Jungvert (34). Die Siemensstädter können eine ordentliche Formation aufbieten. Deshalb fahren Linortner, Gromotka und Co. nicht ohne Hoffnungen nach Traunstein: "Wir wollen mit unserer jungen Truppe ein solides Turnier spielen und die erfahrenen Teams wie SB Rosenheim oder Erlbach so gut wie möglich beschäftigen", gibt sich Jungvert durchaus selbstbewusst.

Die Entscheidung an der Wasserburger Straße (Halbfinals, Endspiel) steigt morgen ab 16.30 Uhr. Die beiden Finalisten werden mit dem Ticket für die "Oberbayerische" am 14. Januar in Manching belohnt.

Der Spielplan

Vorrunde: Freitag, 13 Uhr: TSV 1860 Rosenheim - ESV Traunstein, 13.17 Uhr: SC Anger - TV Altötting, 13.34 Uhr: TuS Traunreut - SB/DJK Rosenheim, 13.51 Uhr: TuS Raubling - SV Erlbach, 14.08 Uhr: ESV Traunstein - TV Altötting, 14.25 Uhr: SC Anger - TSV 1860 Rosenheim, 14.42 Uhr: SB/DJK Rosenheim - TuS Raubling, 14.59 Uhr: SV Erlbach - TuS Traunreut, 15.16 Uhr: SC Anger - ESV Traunstein, 15.33 Uhr: TSV 1860 Rosenheim - TV Altötting, 15.50 Uhr: TuS Raubling - TuS Traunreut, 16.07 Uhr: SB/DJK Rosenheim - SV Erlbach.

Halbfinale: 16.30 Uhr: Sieger Gruppe A - Zweiter Gruppe B, 16.50 Uhr: Sieger Gruppe B - Zweiter Gruppe A.

Endspiel: 17.30 Uhr: Duell der Halbfinalsieger.

cs/Oberbayerisches Volksblatt

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