Judotalente trainieren in Brasilien

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Töging/Rio de Janeiro - Acht junge bayerische Judotalente sind derzeit zu einem zweiwöchigen Trainingslehrgang im 9600 km entfernten brasilianischen Rio de Janeiro. Mit dabei ist auch Laura Wirth vom TuS Töging.

Außerdem gehören Benedikt Schmid (früher TSV Bad Reichenhall, künftig TSV Teisendorf), Maria Ertl (TV Lenggries), Ella Jakab (DJK Ingolstadt), Franziska Zellner (FC Schweitenkirchen), Robert Kohlhuber (DJK Ingolstadt), Wolfgang Schneider und Daniel Werner (ESV Ingostadt) zu der Trainingsgruppe. 


„Die Teilnehmer wurden aufgrund ihrer gezeigten Leistungen der vergangenen Jahre sowie ihres Einsatzes und ihrer Zuverlässigkeit im Oberbayernkader ausgewählt“, erklärtder oberbayerische Bezirksjugendleiter Uwe Henze die Kriterien für die Einladung zu der Kaderreise, die eine Mischung aus intensivem Trainingslehrgang, Belohnungs- und Kulturreise darstellt. „Wir werden in Rio zusammen mit örtlichen Vereinen trainieren. Das Leistungsniveau hier ist sehr hoch und so haben wir hier alleine drei Medaillengewinner der letzten U20-Weltmeisterschaften und viele regionale Landesmeister als Trainingspartner. Auch der potentielle brasilianische Olympiateilnehmer bei den kommenden Olympischen Spielen in London, Victor Penalber, gehört dazu“, freut sich Henze über das zu erwartenden hohe Trainingsniveau.

Henze betreut zusammen mit Susanne Liss (DJK Eichstätt) die bayerische Reisegruppe. Dass sich der Sport gerade im Jugendbereich als Möglichkeit der Begegnung anbietet, zeigt sich aber auch daran, dass die bayerische Truppe auch in Clubs trainieren wird, die sich in sozialen Projekten engagieren. „Wir werden z.B. in Rosinia, dem größten Favella Südamerikas trainieren“, so Henze.

Der Olympia-Dritte von Athen 2004, Flavio Canto, unterrichtet dort Kinder und Jugendliche im Judo-Sport und versucht ihnen eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung anzubieten. Die Begegnung mit Kindern und Jugendlichen aus diesen Armenvierteln ist wichtiger Bestandteil der Reise in der auch die Sehenswürdigkeiten des Landes besichtigt werden: „Natürlich werden wir die Christusstatute, den Zuckerhut oder die Copacabana besuchen. Ob das mit dem weltbekannten Strand klappt, werden wir sehen – im Moment regnet es.“

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