Wasserburg gewinnt auch in Leipzig

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Jezabel Ohanian steuerte sieben Punkte zum Wasserburger Erfolg bei.

Leipzig - Der TSV Wasserburg hat das Mammutprogramm der vergangenen vier Tage perfekt absolviert: Sieg in der CEWL gegen Prag, Einzug ins Pokalviertelfinale und zwei Punkte in Leipzig.

Nach dem Sieg in der CEWL gegen Prag und dem Einzug ins Pokalviertelfinale holte der Vizemeister auch zwei Punkte in der Bundesliga bei den Leipzig Eagles.

Allerdings hatte die Mannschaft von Wanda Guyton und Hans Brei beim 77:67 (39:29)-Erfolg vor 200 Zuschauern mehr Mühe als erwartet. „Es war kein gutes Spiel von uns“, kritisierte Brei anschließend. „Im Angriff statisch und schläfrig, zu viele Einzelaktionen. Und hinten haben wir phasenweise jeden Plan und alle taktisch Vorgaben über den Haufen geworfen. Das darf einfach nicht sein. Im Endeffekt müssen wir heilfroh sein, dass wir gewonnen haben.“

Nach dem Wechsel drehte nämlich Britta Hueske für Leipzig beinahe im Alleingang die Partie. Die 25-jährige versenkte im dritten Viertel fünf Dreier, teils sträflich allein gelassen von der Wasserburger Verteidigung. Die Gäste agierten auch in der Offensive zunehmend schlampig, verloren in diesen zehn Minuten allein acht mal den Ball und verzettelten sich in Einzelaktionen. Leipzig nahm die zahlreichen Geschenke dankend an und ging mit einer 55:54-Führung in den letzten Abschnitt.

Wasserburg war hinten jetzt wieder sichtlich bemühter, konzentrierter und kämpferischer. Rebecca Thoresen verfolgte Hueske auf Schritt und Tritt. Vorne sorgten Svenja Brunckhorst und Sequoia Holmes für zehn Punkte zum 64:61 (35.). Das Match blieb eng bis ein Dreier von Hueske kräftig am Ring rüttelte aber wieder raus sprang. Im Gegenzug netzte Jessica Höötmann von draußen zum entscheidenden 70:63 (38.) ein.

Die Partie begann aus Wasserburger Sicht sehr schleppend. Es dauerte einige Minuten bis die Gäste die Müdigkeit zweier Partien und der Busfahrt aus den Beinen geschüttelt hatten. So ließ sich Carlene Hightower in der Verteidigung gleich zu Beginn zweimal überlaufen und wusste sich nur mehr mit Fouls zu helfen. Die US-Amerikanerin musste deshalb nach nicht einmal drei Minuten auf die Bank und fand überhaupt nicht mehr in die Partie. Für sie sprang Jezabel Ohanian in die Bresche, die - kaum auf dem Parkett - zwei Schnellangriffe zum 12:9 einnetzte. Wasserburg blieb am Drücker und erhöhte auf 16:9 (8. Minute), da die Verteidigung gegen die Leipziger Offensivbemühungen sicher stand und vorne die sich bietenden Chancen genutzt wurden. Die Führung blieb deutlich bis zum 27:19 (13.), ehe die Gäste in der Verteidigung zu nachlässig wurden. Leipzig durfte beinahe unbehelligt zum Korb marschieren und verkürzte auf 27:25 (15.). Hüske hätte Leipzig um ein Harr mit einem Dreier in Führung gebracht, doch der Ball sprang wieder raus. Im Gegenzug traf Diana Pop aus der Halbdistanz, wurde dabei gefoult und machte auch den Bonusfreiwurf rein – 30:25. Rebecca Thoresen legte fünf Punkte drauf, darunter auch den einzigen Dreier der ersten Halbzeit, und so gingen die Gäste mit einer scheinbar sicheren Führung die Pause.

Die kommende Woche hält wieder zwei Leckerbissen für die Wasserburger Basketballfans bereit. Am Mittwoch, 19 Uhr, gastiert Trutnov in der CEWL. Am nächsten Sonntag, 16 Uhr, kommt´s in der Badria-Halle zum Schlagerspiel der Bundesliga zwischen dem Vizemeister und Tabellenzweiten Wasserburg und dem Spitzenreiter Marburg.

Es spielten: Sequoia Holmes (25 Punkte), Rebecca Thoresen (16), Diana Pop (8), Jezabel Ohanian (7), Svenja Brunckhorst (7), Jessica Höötmann (6), Tiffany Porter-Talbert (4), Katharina Kühn (2), Jana Furková (2), Carlene Hightower, Verena Stürmlinger und Mirijam Unger.

fd/Oberbayerisches Volksblatt

Quelle: rosenheim24.de

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