Gegen Herne siegen

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Vor zwei Jahren Gegnerinnen, ab sofort in einer Mannschaft: Rebecca Thoresen im Duell mit Neuzugang Sequoia Holmes.

Wasserburg - Nach dem Überraschungssieg im internationalen Wettbewerb will der TSV Wasserburg in der Basketball-Bundesliga nachlegen. Am Sonntag kommt Herne.

Am Sonntag, 16 Uhr, empfängt der Vizemeister den Herner TC in der Badria-Halle. Ein Erfolg ist zwingende Voraussetzung, um den Kontakt zum Führungstrio nicht komplett abreißen zu lassen.


"In dieser Liga gibt's keinen Sieg automatisch, wir dürfen niemanden auf die leichte Schulter nehmen", warnt Trainerin Wanda Guyton. "Wir brauchen eine starke Mannschaftsleistung, 40 Minuten druckvollen Basketball in der Offensive und Defensive, wie am Mittwoch in Trutnov." Die dort gezeigten Qualitäten muss der Vizemeister wieder in die Waagschale werfen. Kampf von der ersten Sekunde an, nie aufgeben und füreinander da sein, wenn eine Mitspielerin mal einen Fehler macht oder eine schwache Minute hat. Fünf Spielerinnen haben in Trutnov zweistellig gepunktet, defensiv stand man mit zunehmender Spieldauer immer sicherer gegen die sehr druckvolle tschechische Offensive. Svenja Brunckhorst wird am Sonntag wohl spielen können, nachdem sie in Trutnov umgeknickt war. Und ein weiterer Neuzugang stellt sich am Sonntag ausgerechnet gegen seinen Ex-Club vor: Sequoia Holmes, eine 24-jährige US-Amerikanerin, die vor zwei Jahren für Herne noch 16 Punkte und acht Rebounds im Schnitt holte. Holmes spielte zuletzt in der nordamerikansichen Profiliga WNBA für Phoenix. "Sie ist ungemein athletisch, schnell und aggressiv. Wir brauchen jemanden mit diesen Qualitäten, denn wir sind insgesamt noch ein bisschen brav", meint Guyton. Holmes, die auf dem Flügel und unter dem Korb agieren kann, wird den Konkurrenzkampf beim Vizemeister natürlich weiter verschärfen, vorerst soll aber niemand abgegeben werden.

Herne hat vergangene Saison in der Vorrunde mit 71:68 in Wasserburg triumphiert. Später, im Play-off-Viertelfinale, siegte der Vizemeister allerdings in zwei Partien. Mit der Mannschaft des Vorjahres hat Herne nicht mehr viel gemein. Brianne O'Rourke (Chemnitz), Katja Zberch (Oberhausen) und Carlene Hightower (Wasserburg) sind weg, dafür sind Erika Arriaran (USA), Lejla Betic (BIH), Brisa Silva Rodriguez (MEX), Mirjana Velisavljevic und Monika Veselovski (beide SER) zum Team von Trainer Marek Piotrowski dazugestoßen. Die zentrale Figur im Herner Spiel ist aber weiter Minja Terzic (SER), die mit 19,8 Punkten und 6,2 Rebounds zu den besten Spielerinnen der Liga zählt. Heuer machte sie gegen Saarlouis bereits 30, gegen Halle sogar 36 Zähler.

fd/Oberbayerisches Volksblatt

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