Ampfing in Olching gefordert

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Ampfings Lukas Stamm steht mit den Schweppermännern vor einer schweren Auswärtsaufgabe.

Olching - Gleich zwei Auswärtsspiele in Folge stehen für den TSV Ampfing in der heimischen Bezirksoberliga auf dem Programm. Und beide Male geht die Reise an den Münchner Stadtrand.

Heute Nachmittag treffen die Schweppermänner dabei zunächst auf den SC Olching, in einer Woche geht es dann zum Kellerduell nach Karlsfeld. Zu der Partie heute, die um 15 Uhr im Olchinger Amperstadion angepfiffen wird, setzt die Fußballabteilung wieder einen Mannschaftsbus ihres Sponsors Ludwig Schandl ein. Abfahrt am Isenstadion ist um 12 Uhr. Für Fans, die ihre Mannschaft bei diesem schweren Auswärtsspiel unterstützen möchten, besteht, in begrenzter Anzahl, kostenlose Mitfahrgelegenheit.

"Die Mannschaft hat nach dem schwachen Auftritt in Gerolfing Reaktion gezeigt. Das war für mich erst einmal das Entscheidende", zeigte sich Michael Kostner mit der Leistung seiner Elf im Heimspiel am vergangenen Wochenende gegen Kirchanschöring über weite Strecken zufrieden. Diesen Aufwärtstrend gelte es nun in den nächsten Spielen fortzusetzen, so Ampfings Trainer weiter. "Ob uns das in Olching gelingt, wird sich zeigen. Die Mannschaft, die am Samstag auf dem Platz steht, wird auf jeden Fall alles daran setzen, nicht mit leeren Händen nach Hause zu fahren."

Allerdings muss Kostner seine Elf dabei erneut auf mehreren Positionen umbauen. Mit Max Ultsch, Alex Naue und Francesco Berardi fallen gleich drei Akteure aus, die gegen Kirchanschöring noch in der Anfangsformation standen. Ultsch, der seit Wochen mit gebrochenem Mittelfuß spielte, muss auf Anraten der Ärzte pausieren und fällt bis auf weiteres aus. Naue zog sich im Heimspiel am vergangenen Wochenende eine schmerzhafte Verletzung im Nackenbereich zu, die ihn in seinen Bewegungsabläufen stark einschränkt und daher momentan keinen Einsatz zulässt.

Bei Berardi hofften Ampfings Verantwortliche dagegen bis zuletzt auf "grünes Licht", dennoch kann auch er heute Nachmittag nicht auflaufen. Der 29-jährige Innenverteidiger laboriert nach wie vor an den Folgen eines Pferdekusses, den er sich im Heimspiel gegen Kirchanschöring zugezogen hat. Da mit Andreas und Thomas Palmer zwei weitere Defensivakteure längerfristig ausfallen, und sich auch das Comeback von Stefan Sperr noch verzögert, gehen Michael Kostner im Abwehrbereich langsam die Spieler aus. Beim Abschlusstraining am Donnerstagabend ließ Ampfings Trainer daher noch offen, wer heute Nachmittag den Platz des verletzten Berardi in der Viererabwehrkette einnimmt.

Mit zwei Siegen zum Auftakt (3:0 gegen Starnberg und 1:0 in Wasserburg) ist der SC Olching furios in die Saison gestartet. Nach einigen Dämpfern hat sich die anfängliche Euphorie beim Aufsteiger mittlerweile aber wieder etwas gelegt. 3 Siege, 2 Unentschieden, 3 Niederlagen: Mit elf Punkten aus acht Spielen, bei noch einem ausstehenden Nachholspiel (31.10. in Karlsfeld), liegt der heutige Gegner des TSV Ampfing derzeit auf Rang 9. Unumstrittener Star der Mannschaft ist Uli Fries. Der 21-jährige Offensivspieler durchlief sämtliche Jugendmannschaften beim TSV 1860 München und stand bis zum Sommer noch beim SV Wacker Burghausen unter Vertrag. In der letzten Saison brachte es Fries dabei auf 14 Einsätze in der 3. Liga. Fünf Treffer konnte der "Linksfuß", der meistens über die linke Seite kommt und dort für viel Druck sorgt, im bisherigen Saisonverlauf erzielen. Diese vermeintliche Stärke ist gleichzeitig aber auch die Achillesferse des SC Olching. Gelang es der gegnerischen Mannschaft Fries aus dem Spiel zu nehmen, war es mit der Herrlichkeit der "Blau-Weißen" oftmals schnell vorbei. "Wenn sich alles auf ihn konzentriert, müssen halt andere diese Freiräume nutzen", sah sich Spielertrainer Thomas Griesgraber zuletzt häufiger zur Kritik am Rest der Mannschaft veranlasst und mahnte daher gleichzeitig: "Sich immer nur auf Uli zu verlassen, geht nicht in jedem Spiel gut."

sab/Mühldorfer Anzeiger

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