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1860 scheitert an Chancenverwertung

Buchbach (ma) - "Tolles Derby, tolles Wetter, tolle Kulisse" jubelte Buchbachs Trainer Helmut Wirth nach dem packenden Bayernliga-Derby gegen 1860 Rosenheim, das über 2000 Zuschauern einen spannenden Fußball-Nachmittag bescherte.

2:1 gewannen die Gastgeber etwas glücklich - ein Resultat, das den Buchbachern nach dem ersten Rückrundenspieltag einen Spitzenplatz mit 30 Punkten beschert und den Gästen bei 23 Punkten Rang 13 mit Kontakt zur Abstiegszone.

Die Leistungen beider Mannschaften haben indes nur bedingt Rückschlüsse auf die so unterschiedliche Positionierung zugelassen - zwei ebenbürtige Gegner standen sich in 93 umkämpften Minuten auf tiefem Boden gegenüber und hätten die Gäste vor dem Tor mehr Kaltschnäuzigkeit bewiesen, wäre ihnen zumindest ein Punktgewinn sicher gewesen.

Letzter Einsatz: Florian Hofmann stoppt in dieser Szene Buchbachs Stefan Lex.

"Ich bin riesig enttäuscht", formulierte folgerichtig Rosenheims Trainer Manfred Burghartswieser, der zugeben musste: "Wenn man so klare Chancen nicht nutzt, hat man den Sieg nicht verdient." Möglichkeiten auf Zählbares hatten die Sechziger von Beginn an durch Yunus Karayün (1.) und Markus Einsiedler (6.), doch die richtig dicken Dinger gabs erst nach der Pause.

Die Hausherren erspielten sich die erste Gelegenheit in der siebten Minute, als Kevin Maschke nach Vorarbeit von Tim Bauernschuster und Thomas Götzberger vor Stefan Hillinger retten konnte. Der erste Torjubel brandete dann genau nach einer Viertelstunde auf, nachdem die Rosenheimer ein dummes Foul begingen und Ralf Klingmann aus 30 Metern über die Köpfe von Freund und Feind hinweg Maschke düpierte. "Nach dem 1:0 waren wir richtig konfus", wunderte sich Burghartswieser über die plötzliche Anfälligkeit seiner Defensive. Erst eroberte Bauernschuster den Ball, doch Götzbergers Pass auf Hillinger kam nicht an (16.), dann luchste Gibis Michael Sauer die Kugel ab, doch Einsiedler klärte vor Bauernschuster (21.). Erst in der 29. Minute die nächste gute Rosenheimer Situation, als Einsiedler nach Freistoß von Karayün an den Ball kam und Franz Demmel zu einer Glanztat zwang.

Nur drei Minuten nach Wiederbeginn fiel das 2:0, das Burghartswieser als "Bock unseres Torwarts" bezeichnete, weil Maschke nach einem Einwurf von Michael Pointvogel den Ball nicht festhalten konnte, Götzberger verlängerte und Alex Neulinger war aus zehn Metern zur Stelle.

Doch nun schlugen die Gäste zurück: Praktisch vom Anstoß weg verwertete Thomas Masberg einen weiten Ball von Franz Höhensteiger per Kopf zum Anschlusstreffer (49.), ein paar Minuten später lag der Ball erneut im Netz der Buchbacher, doch der häufig unsichere Schiedsrichter Christopher Schwarzmann hatte Dominik Haas im Abseits gesehen. "Haas läuft von hinten in den Kopfball. Das war nie und nimmer Abseits", ärgerte sich Burghartswieser.

Zweikampf: Sechziger Daniel Wimmer lässt Stefan Hillinger über die Klinge springen.

Auf der anderen Seite traf Götzberger aus sechs Metern die Latte (64.), ehe Manuel Neubauer einen Schuss von Haas per Kopf auf der Linie klären (65.) und Gibis am langen Pfosten einen Masberg-Schuss blocken konnte (67.). "Den muss er mit dem Kopf machen, dann wehrt den Ball keiner mehr ab", grollte Rosenheims Co-Trainer Christoph Schiller, dem eines der größten Mankos seiner Truppe nicht verborgen geblieben war: Aus einem guten Dutzend Freistöße in Strafraumnähe konnten die Rosenheimer kein Kapital schlagen, weil deren Ausführung schlicht schlecht war.

Während die Buchbacher nach dem Abpfiff noch jubelten, handelte sich der gefrustete Karayün noch wegen Beleidigung des Schiedsrichters noch Rot ein. Das interessierte Wirth freilich nur am Rande. Der Coach war einfach happy: "Kompliment an meine Mannschaft, dass sie im 22. Pflichtspiel so einen Kampf abgeliefert hat. Das war ein wichtiger Schritt Richtung Klassenerhalt."

TSV Buchbach: Demmel, Pointvogel, Attenberger, Helmer, Blau, Neulinger, Klingmann, Bauernschuster (ab 59. Neubauer), Gibis, Götzberger (ab 79. Lex), Hillinger (ab 88. Bernhardt).

TSV 1860 Rosenheim: Maschke, Höhensteiger (ab 73. Huber), Sauer, Wimmer, Christian Hofmann, Florian Hofmann, Schwinghammer (ab 59. Majdancevic), Haas, Einsiedler, Masberg, Karayün.

Zuschauer: 2040.

Schiedsrichter: Schwarzmann (TSV Scheßlitz).

Tore: 1:0 (15.) Klingmann, 2:0 (48.) Neulinger, 2:1 (49.) Masberg.

Besonderheit: Rote Karte für Karayün (Rosenheim) wegen Schiedsrichter-Beleidigung nach Abpfiff.

mb/Mühldorfer Anzeiger

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