1860 Rosenheim erneut im Trainerpech

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Matthias Pongratz hat der 1860-Vereinsführung mitgeteilt, dass er für die neue Spielzeit nicht mehr zur Verfügung steht.

Rosenheim - Der TSV 1860 Rosenheim muss zum Ende der Saison in der Fußball-Bayernliga einen neuerlichen Trainerwechsel vornehmen:

Matthias Pongratz, der die Mannschaft in der Winterpause übernommen und zuletzt auf einen sehr guten Weg gebracht hat, hat der Vereinsführung mitgeteilt, dass er für die neue Spielzeit nicht mehr zur Verfügung steht: „Es sind allein zeitliche und berufliche Gründe, die es mir in den nächsten zwölf Monaten unmöglich machen, eine Bayernligamannschaft zu trainieren“, erklärte der 40-Jährige. Nachfolger wird Marco Schmidt, der in der Saison 2009/10 die B-Junioren des TSV 1860 Rosenheim betreut hat und jetzt mit der U17 der SpVgg Unterhaching kurz vor dem Aufstieg in die Bundesliga steht.

Hans Klinger, Fußball-Abteilungsleiter beim TSV 1860, hat die Entscheidung von Pongratz mit „großem Bedauern“ aufgenommen, respektiert aber die Gründe, die zur Trennung führen. „Pongratz hat uns bereits vor zwei Wochen signalisiert, dass er den großen Aufwand, der mit der sportlichen Leitung einer Bayernliga- Mannschaft verbunden ist, in der nächsten Saison einfach nicht mehr leisten kann.“ So konnte man frühzeitig nach Alternativen suchen und habe mit Marco Schmidt den Wunschkandidaten gefunden.

Schmidt, gebürtiger Berliner, hat aktiv beim Berliner FC gespielt, später bei der SpVgg Bayreuth. Als Trainer hat er im Nachwuchs der SpVgg Unterhaching begonnen, war dann zwei Jahre lang Co-Trainer bei den Amateuren des 1. FC Nürnberg, ehe er über den TSV 1860 München, wo er Claus Schromm bei den A-Junioren assistierte, zum ersten Mal nach Rosenheim kam. „Pongratz und Schmidt werden sich in den nächsten Wochen austauschen und damit die neue Saison vorbereiten“, so Klinger.

Matthias Pongratz betont, dass er „sehr gerne in Rosenheim weitergearbeitet“ hätte, „es hat viel Spaß gemacht, an der Entwicklung dieser Mannschaft mitwirken zu können. Da wächst etwas Tolles zusammen.“ Ein zeitlicher Engpass aber in den nächsten Monaten würden ihm keine andere Wahl lassen. „Diese Situation ergibt sich vorübergehend, danach könnte ich mir vorstellen, wieder eine ähnliche Aufgabe übernehmen zu können“, so Pongratz. Sein kurzfristiges Ziel ist nun, möglichst schnell die Punkte für den endgültigen Klassenerhalt einzufahren und seinem Nachfolger „eine intakte Truppe“ übergeben zu können: „Wir sind noch nicht am Ziel“, warnte er, „wir brauchen noch ein paar Punkte und ich werde in den nächsten Wochen alles daran setzen, meine Tätigkeit zu einem für alle positiven Ende zu führen.“

Die Mannschaft des TSV 1860 Rosenheim wurde am Donnerstagabend über die jüngste Entwicklung informiert. „Sie hat es vernünftig aufgenommen und will nun mit vollem Einsatz dem Trainer einen erfolgreichen Abschluss ermöglichen“, so Hans Klinger.

Oberbayerisches Volksblatt

Quelle: rosenheim24.de

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