Rosenheim lässt zwei Punkte liegen

Der 17-jährige Youngster Ludwig Räuber machte das Tor für die 60er. Auch im Totopokal gegen den Sportbund Rosenheim (im Bild) entschied er das Spiel mit seinem Tor.

Rosenheim - Zwei Punkte verschenkt hat der TSV 1860 Rosenheim am 10. Regionalliga-Spieltag beim 1:1 (1:0)- Unentschieden gegen die U23 der SpVgg Greuther Fürth.

Der Ärger begann für die Sechziger schon vor dem Anpfiff, als es nach verspäteter Fürther Anreise eine lange Diskussion um die Anstoßzeit gab, die hinterher in gegenseitigen Schuldzuweisungen der beiden Trainer bei der Pressekonferenz gipfelte. Nicht diskutiert musste dagegen die Berechtigung der Rosenheimer Führung nach 32 Minuten, als der erst 17-jährige Ludwig Räuber nach Vorlage von Benjamin Birner mit einem Flachschuss ins lange Eck traf – 1:0. Zu diesem Zeitpunkt waren die Gäste unsortiert, weil Johannes Geis, der kurz darauf verletzt raus musste, an der Außenlinie behandelt wurde.


Davor hatten die Platzherren durch Dominik Haas, der diesmal für Kapitän Michael Kokocinski, der nach einer verschleppten Grippe vom Arzt vier Wochen Sportverbot aufgebrummt bekam, im defensiven Mittelfeld agierte, bereits eine gute Schussmöglichkeit (15.). Von der Kleeblatt-Elf war bis auf eine gute Aktion des agilen Marino Müller (3.) und einem Freistoß von Spielmacher Thomas Pledl (43.) nichts zu sehen.

Das sollte sich auch nach dem Seitenwechsel kaum ändern – einmal gewährten ihnen die Sechziger allerdings die Chance, die sofort ausgenützt wurde: Eugen Martin verursachte leichtfertig einen Einwurf, beim folgenden Angriff waren die Gastgeber unsortiert. Pledl bediente den Ex-Rosenheimer Florian Bichler mit einem Diagonalpass in den Rücken der Viererkette und dessen Querpass versenkte Mittelstürmer Matthias Katerna aus kurzer Distanz ins linke Eck – 1:1 (51.).


Die Sechziger schüttelten sich kurz und hätten dann die Begegnung eigentlich noch gewinnen müssen: Freddy Schramme stand nach einer Flanke völlig frei vor Torhüter Mario Miltner, doch anstatt den Ball in aller Ruhe zu stoppen, fabrizierte er einen überhasteten Kopfball (65.). Nur eine Minute später rasierte Schrammes Rechtsflanke den Querbalken (66.). Am Ende hätte es zweimal Danijel Majdancevic richten können, bei dessen Kopfbällen jeweils nur Zentimeter fehlten (79./86.).

Kein Wunder, dass Gästetrainer Konrad Fünfstück mit dem Ergebnis zufrieden war: „Ich muss meiner blutjungen Mannschaft ein Kompliment machen: Wir haben über weite Strecken gegen einen starken Gegner gut dagegen gehalten und hatten dann am Ende in Unterzahl auch das nötige Quäntchen Glück.“ Rosenheims Chefanweiser Dirk Teschke, der seinen beiden Debütanten Philipp Hallmen und Valentin Hauswirth einen „sehr ordentlichen Einstand“ bescheinigte, war dagegen enttäuscht: „Wir hatten die klareren Chancen und haben es verpasst, ein zweites und drittes Tor zu machen. Der Ausgleich war unnötig: Wir haben einen Einwurf hergeschenkt und dann einmal kurz geschlafen!“

Das Spiel in der Statistik:

TSV 1860 Rosenheim – SpVgg Greuther Fürth II 1:1 (1:0)

TSV 1860 Rosenheim: Mayer – Wallner, Pflügler, Lenz, Martin – Birner (63. Hauswirth), D. Haas – Majdancevic, Räuber (84. Masberg), Schramme – Hallmen (90. Staudigl) – Trainer: Teschke.

SpVgg Greuther Fürth II: Miltner – Rannankari (46. Weissenberger), Bauer, Szilvasi, Paul – Pledl, Geis (34. Buttenhauser) – D´Adamo, Bichler (67. Schikowski) – Katerna, Müller – Trainer: Fünfstück.

Schiedsrichter: Marx (Großwelzheim bei Frankfurt).

Zuschauer: 300.

Gelb: - / Bauer, D´Adamo. Gelbrot: - / D´Adamo (77./wiederholtes Foulspiel).

Tore: 1:0 (32.) Räuber, 1:1 (51.) Katerna.

Bes. Vorkommnisse: keine.

mw

Quelle: rosenheim24.de

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