Sommerfest der Löwen-Fans in Engelsberg

„Löwen“ zuversichtlich für die kommende Saison

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hinten von links: Matthias Titsch (Engelsberger Löwen), ARGE-6-Vorsitzender Christian Schmidbauer, Lu Harrecker (2. Vorsitzender Engelsberger Löwen); vorne von links: Fan-Club-„Chef“ Sepp Dobler, Christopher Schindler, Gui Vallori und „Matze“ Imhof in Engelsberg beim Regionstag.

Engelsberg - Christopher Schindler, Gui Vallori und „Matze“ Imhof vom TSV 1860 München beim Sommerfest in der ARGE Engelsberg. Die Fans setzen große Hoffnung in Trainer Ricardo Moniz.

Hochrangige Gäste des TSV 1860 München waren beim Sommerfest der beim Regionstag der ARGE-Region 6 (Oberbayern Südost) im Gasthaus „Kaindlwirt“ in Engelsberg vertreten. Die Spieler Christopher Schindler und Kapitän Gui Vallori, sowie der Leiter des 1860-Nachwuchsleistungszentrums Matthias Imhof waren bei den Ausrichtern, dem Fanclub „Engelsberg“ und der Region 6 zu Gast. Und alle drei hinterließen einen sehr sympathischen Eindruck, beim Torwandschießen waren die Treffer allerdings Fehlanzeige und sie überließen die Treffer den Gastgebern Regionsvorstand Christian Schmidbauer (Laufen) und dem Engelsberger „Chef“ Sepp Dobler. „Matze“ Imhof bemerkte dabei mit einem Schmunzeln: „Wie man sieht, uns fehlt ein Stürmer!“

Wie alle Jahre herrscht beim Fußball-Zweitligisten TSV 1860 München vor Saisonbeginn so etwas wie Aufbruchsstimmung, die meist in Schall und Rauch endete. Aber dieses Mal scheint es ernst gemeint zu sein. Die Namen: Ricardo Moniz, der neue Cheftrainer der „Löwen“, der das Zepter in der kommenden Saison schwingt und Geschäftsführer Sport Gerhard Poschner. Nach einer Woche Training atmete Kapitän Gui Vallori tief durch: „ Das war die härteste Woche, die ich jemals mitgemacht habe“, und der 32-jährige Spanier weiß von was er spricht, er war unter anderem schon bei RCD Mallorca und Grashoppers Zürich.

Imhof fügte mit einem Augenzwinkern hinzu: „Die Spieler haben den Eindruck, Werner Lorant ist zurückgekehrt“. Und unter dem einstigen Cheftrainer hatten die Sechzger ihre größten Erfolge. Einer davon war der Aufstieg vor 22 Jahren in die Bundesliga, da war „Matze“ Imhof selbst mit dabei. „Es war damals in Meppen mein letztes Spiel und zugleich eine Sensation“. Fußball spielt Imhof seit dem nicht mehr, letzter Einsatz war das Benefizspiel zu Ehren des schwer erkrankten Olaf Bodden. „Gott sei Dank geht es ihm jetzt etwas besser, er macht leichte Fortschritte“. Zudem wünscht sich er Ex-Kicker, dass im Verein Ruhe einkehrt: „Wer früher den Namen TSV 1860 gehört hat, hat nicht gleich an Fußball gedacht“. Das soll nun anders werden. „Die Voraussetzungen mit Geschäftsführung und Investor sind geschaffen, es gibt nur ein Ziel: Der Fußball soll im Vordergrund stehen“.

Innenverteidiger Christopher Schindler ist schon ein Urgestein beim TSV 1860. Der 24-jährige spielt seit 16 Jahren bei den Blauen: „Mein Elternhaus hat mir schon eingetrichtert, dass es in München nur einen Verein gibt“. Dass er mit anderen Vereinen, wie beispielsweise dem 1.FC Nürnberg, in Verbindung gebracht wurde, verwunderte ihn sehr: „Es ist in der Zeitung gestanden, davon wusste ich aber gar nichts. Ist jetzt auch egal, denn ich habe ja mit der Vertragsverlängerung ein Zeichen gesetzt!“, bekennt sich Schindler zu den „Löwen“. Er hat in den 16 Jahren schon einiges erlebt: „Wir versuchen alles so weit weg wie möglich zu halten, das geht aber nicht immer zu hundert Prozent. Einmal hat uns es schon berührt, als wir nicht wussten, ob es weiter geht oder ob jemand beim TSV 1860 den Schlüssel umdreht!“. Es hat sich zum Glück zum Positiven verändert und nun soll mit Moniz auch eine andere Ära eingeläutet werden. „Er hat neue gute Ideen, die Trainingssteuerung ist ganz was anderes, wir freuen uns auf die neue Saison“.

Dazu gehören auch die Neuzugänge: „Das fördert die Leistungsbereitschaft“, sagt Vallori. „Jeder will spielen, dass erhöht den Druck, damit ist die Mannschaft der Sieger und genau so soll es sein“. Vallori hat vergangene Woche über seinen Berater ein Angebot von Omonia Nikosia (Zypern) erhalten, es aber ausgeschlagen. „Ein Haus, ein Auto und viel Geld ist nicht alles. Ich bleibe, das ist kein Thema, wichtig ist, was ich habe und das auch bis zum Ende meines Vertrages“. Dafür erntete Vallori donnernden Applaus.

Die Löwen müssen nun in viertägige Trainingslager nach Waidring (Tirol) um Kondition zu bolzen. Schindler: „Vier Tage sind o.k., aber bei zehn Tagen entsteht ein Lagerkoller und die Frau an der Rezeption wird jeden Tag schöner!“ Da hatte der Abwehrrecke die Lacher auf seiner Seite. Imhof indes verteidigte trotz des Problems der Verpflichtung eines Stürmers den Abgang einiger Talente mit nachvollziehbaren Argumenten. Vorwiegend meinte Imhof, dass Talent allein oftmals nicht ausreiche und die Spieler bei Münchens großer Liebe vielleicht auch nicht mehr die Perspektiven gehabt hätten, die sie vielleicht nun bei anderen Vereinen haben. Man habe sich jedenfalls mit keinem Spieler im Groll getrennt, sondern ist in freundschaftlicher und professioneller Art und Weise auseinander gegangen.

Die prominenten Gäste mussten dann gegen die Vorstandschaft der „Engelsberger Löwen“ und dem Regionsvorstand im Torwandschießen antreten und blieben dabei erfolglos. Die einzigen Treffer erzielten der Vorsitzende des Fanclubs, Sepp Dobler, und der Regionsvorstand Christian Schmidbauer. Die eigens angefertigten „Löwenrudel“-Schals mit dem Fanclub-Aufdruck überreichte „Chris“ Schindler nach dem Torwandschießen Sepp Dobler und bedankte sich im Namen aller Gäste für den Abend. Schmidbauer bedankte sich bei den Gästen („Vallori war mein Wunschkandidat“) und den Fans für das Kommen und auch beim der Wettergott, der fast bis zur allerletzten Sekunde durchhielt, bevor er die Himmelsschleusen öffnete.

Pressemitteilung Fanclub „Engelsberg“ und der ARGE Region 6 TSV 1860 München

Quelle: rosenheim24.de

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