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Vettel: Das geht mir auf die Eier

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Enttäuscht: Sebastian Vettel.

Melbourne - Nach dem Pleiten-Rennen in Australien zeigt sich Sebastian Vettel ziemlich enttäuscht.

Schauen Sie in diese Augen. Weit aufgerissen, völlig klar und gleichzeitig immer noch völlig ungläubig. Wir reden mit Sebastian Vettel. Dem jungen Deutschen, der in dieser Saison eigentlich Favorit auf den Titel des Formel-1-Weltmeisters ist, aber jetzt gerade im zweiten Rennen seinen zweiten technischen Defekt verdauen muss.

Beim Großen Preis von Australien hat’s ihm die Bremsscheibe zerrissen. Er rutschte ins Kiesbett: Rennen vorbei, null Punkte, hundert Prozent Enttäuschung nach 26 Runden. Vettel: „Das geht mir auf die Eier!“ Besonders bitter: Es wäre wieder so viel drin gewesen für Sebastian. Bis die Defekthexe zuschlug, zauberte Vettel ein glänzendes Rennen auf den Asphalt. Er lag in Führung, kontrollierte mit seinem Red Bull das Feld. Vettel: „Ich habe Kurve 13 vorsichtig angebremst – aber dann ist links vorne die Bremsscheibe wohl explodiert.“ Woran’s lag, war zunächst noch nicht geklärt. Allerdings hörte man, die Mechaniker hätten beim Boxenstopp das linke Vorderrad oder die Mutter nicht hundertprozentig gerade aufgesetzt. Das habe dann beim Fahren zum Defekt geführt.

Bilder aus Down under

Formel 1 in "Down under": Die besten Bilder

Sehen Sie hier die besten Bilder vom Formel-1-Rennen in "Down Under". © dpa/ap
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Vettel steht nach zwei Rennen auf Platz sieben der WM-Wertung. Schon beim Saisonstart in Bahrain hatte er ein technisches Problem gehabt. Wegen einer kaputten Zündkerze war er da nur Vierter geworden (statt Sieger). Sebastian schaut zwar weiterhin – wie es immer schon seine Art gewesen ist – nach vorn, aber sauer ist er trotzdem: „Nach Bahrain jetzt wieder mit so einem Mist dazustehen, ist schon ärgerlich. Man kann nichts daran ändern – aber es ist schon Sch… Ehrlich gesagt würde ich im Moment am liebsten nach Hause fliegen. Aber Lebbe geht weiter.“

Sogar die Kollegen hatten Mitleid mit Vettel. Zum Beispiel Michael Schumacher. Der sagte: „Es ist schade für Sebastian, denn er hat einen super Job gemacht.“ Ähnlich sah’s Red-Bull-Teamchef Christian Horner: „Sebastian hatte das Rennen unter Kontrolle, sprach dann aber plötzlich per Funk von Vibrationen. Direkt nach dem Funkspruch wussten wir dann schon, dass er anhalten muss.“ Einziger Trost: Vettel darf jetzt gleich wieder weiter fahren… Teamchef Horner: „Das nächste Rennen ist schon in einer Woche – noch dazu auf einer Strecke, die uns liegen sollte. Da müssen wir gewinnen!“ Da – nämlich in Malaysia. Mit Wut im Bauch. Und hoffentlich diesmal ohne Defekte…

Ralf Bach

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