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Vettel: "Fühle keinen Extra-Druck"

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Sebastian Vettel in Singapur

Singapur - Die Formel-1-Rivalen überhäufen den Fast-schon-wieder-Weltmeister mit Komplimenten, doch Sebastian Vettel nimmt noch keine Titel-Glückwünsche entgegen.

“Wir müssen uns immer daran erinnern, mit welchem Ziel wir in die WM gestartet sind. Und das war nicht, den Titel in Singapur zu holen, sondern ihn überhaupt zu verteidigen“, betonte der WM-Spitzenreiter am Donnerstag auf dem Stadtkurs der asiatischen Metropole: “Ich fühle keinen Extra-Druck, die WM hier zu gewinnen oder an irgendeinem anderen Ort.“

Auch wenn das WM-Rennen rechnerisch noch nicht gelaufen ist und Vettel seinen 112-Punkte-Vorsprung auf den Gesamtzweiten für den vorzeitigen WM-Triumph um mindestens 13 Zähler ausbauen muss - sogar Verfolger Nummer eins, Fernando Alonso, hat die Jagd endgültig abgeblasen. “Wir wissen, dass wir die Tour nicht mehr gewinnen können, aber noch einzelne Etappen“, sagte der Spanier. Selbst beim zweimaligen Titelträger, den Vettel im Erfolgsfall als jüngsten Doppel-Weltmeister ablösen würde, sind Respekt und Achtung vor dem Hessen spürbar. “Er ist fantastisch gefahren“, meinte der Spanier über den “besten Fahrer“. Vettel verdiene den Titel, betonte Alonso.

So oder so ähnlich war dies einer der meistgesagten Sätze am Donnerstag im Fahrerlager. “Er hat in diesem Jahr einen großartigen Job gemacht“, lobte Ex-Weltmeister Jenson Button von McLaren-Mercedes den deutschen Überflieger. “Er verdient es zu gewinnen“, meinte Button, WM-Dritter vor dem punktgleichen Vettel-Stallkollegen Mark Webber (beide 117 Punkte weniger). Fünfter ist vor dem Rennen an diesem Sonntag (14.00 Uhr MESZ/RTL und Sky) Buttons McLaren-Mitstreiter Lewis Hamilton (126 Punkte zurück).

Kein Neid, keine Missgunst - mit welchem Respekt die geschlagenen und manchmal sogar von Vettels Überlegenheit gedemütigten Rivalen dem erst 75-maligen Grand-Prix-Starter aus Heppenheim begegnen, ist beeindruckend. “Er ist ein sehr angenehmer Mensch“, erklärte Landsmann Adrian Sutil von Force India. “Ich würde ihm wünschen, dass er an diesem Wochenende den Sack zumacht.“

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Was gehört zum Imperium von Dietrich Mateschitz? Er besitzt rund zwei Dutztend Unternehmen: Restaurants, Baufirmen, eine Formel-1-Rennstrecke, einen Flugplatz sowie Hotels. Privat gehört ihm auch ein Militärjet sowie die ehemalige DC 6 von Marschall Tito. Ein Teil der Markenstrategie des Österreichers ist außerdem das Sponsoring von Trend-, Event-, aber auch Rennsportarten. Mateschitz besitzt zwei Auto-Rennställe, darunter das Formel-1-Team mit Sebastian Vettel. © dpa

In die Hymnen für den Heppenheimer stimmte auch Nico Rosberg ein. “Er ist ein guter Fahrer und hat es verdient“, sagte der Wiesbadener. “Er hat im vergangenen Jahr mit einigen Höhen und Tiefen gewonnen. Und er hat es diesmal geschafft, eine perfekte Saison hinzulegen“, pflichtete Marussia-Virgin-Pilot Timo Glock bei. “Selbst bei schwierigen Bedingungen hat er es geschafft, eine perfekte Runde in der Qualifikation und ein perfektes Rennen hinzulegen“, betonte Alonso.

Wenn nicht mal mehr der Spanier an eine Wende im WM-Kampf glaubt, ist das bezeichnend. Doch schenken wollen die Verfolger Vettel auch nichts. In Singapur kann Alonso den dritten Sieg bei der vierten Auflage einfahren. Einmal (2009) wurde er bei dem spektakulären Nachtrennen Dritter. Das schillernde Spektakel fordert die Fahrer durch die schwül-heiße Witterung und die ungewohnte Arbeit bis in die Morgenstunden mehr als jeder andere Grand Prix.

Vettel schaffte es in Singapur nur einmal aufs Podest. Vor einem Jahr belegte der Hesse den zweiten Platz. Der könnte diesmal schon zum erneuten Titelgewinn reichen - im sechstletzten Saisonrennen. “Könnte, würde, sollte - bis jetzt haben wir nichts gewonnen“, sagte Vettel, der gelassen, aber auch entschlossen wie immer wirkte: “Wir müssen unseren normalen Job machen.“ Normal heißt bei Vettel bisher: Acht Siege, vier zweite Plätze und ein vierter Rang in 13 Rennen.

dpa

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