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WM-Weichenstellung in Singapur

Vettels großer Gegner: Die Müdigkeit

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Sebastian Vettel kann in Singapur wichtige Punkte für den vierten WM-Titel holen

Singapur - Sebastian Vettel will in Singapur den nächsten Schritt zum vierten WM-Titel machen. Seine Gegner beim Nachtrennen sind dabei nicht nur die anderen Fahrer, sondern auch die eigene Müdigkeit.

Sebastian Vettels unberechenbarster Gegner trägt weder Rennanzug noch Helm. Während der Formel-1-Weltmeister seine Verfolger um Fernando Alonso zuletzt problemlos auf Abstand hielt und das auf dem Weg zu seinem vierten WM-Titel in Serie wohl auch weiter machen wird, wartet auf den 26-Jährigen beim spektakulären Großen Preis von Singapur (Sonntag, 14.00 Uhr/RTL und Sky) ein ganz besonderer Kampf: Der gegen die eigene Müdigkeit.

„Es klingt ungewöhnlich, aber weil das Rennen erst um 20.00 Uhr Ortszeit startet, versuchen wir so gut es geht nach der europäischen Zeit zu leben, um spät am Abend noch voll wach zu sein“, sagte Vettel: „Ich stehe erst zur Mittagszeit auf und frühstücke gegen 14.00 Uhr.“ Das entspricht 8.00 Uhr am Morgen in Deutschland.

Die Formel-1-Weltmeister seit 1969

Die Formel-1-Weltmeister seit 1969

Niki Lauda (Foto), Ayrton Senna und Michael Schumacher: Diese Motorsport-Legenden dominierten die Formel 1 über Jahre hinweg. Ein Überblick über die Weltmeister der vergangenen 41 Jahre. © Getty Images
1969: Jackie Stewart (Schottland), Matra-Ford © mm
1970: Jochen Rindt (Österreich), Lotus-Ford © Getty Images
1971: Jackie Stewart (Schottland), Tyrrell-Ford © Getty Images
1972:  Emerson Fittipaldi (rechts, Brasilien), Lotus-Ford © Getty Images
1973 Jackie Stewart (Schottland), Tyrrell-Ford © Getty Images
1974 Emerson Fittipaldi (Brasilien), McLaren-Ford © Getty Images
1975: Niki Lauda (Österreich), Ferrari © Getty Images
1976: James Hunt (England), McLaren-Ford © Getty Images
1977: Niki Lauda (Österreich), Ferrari © Getty Images
1978: Mario Andretti (USA), Lotus-Ford © Getty Images
1979: Jody Scheckter (Südafrika), Ferrari © Getty Images
1980: Alan Jones (Australien), Williams-Ford © Getty Images
1981: Nelson Piquet (Brasilien), Brabham-Ford © Getty Images
1982: Keke Rosberg (Finnland), Williams-Ford © Getty Images
1983: Nelson Piquet (Brasilien), Brabham-BMW © Getty Images
1984: Niki Lauda (Österreich), McLaren-Porsche Turbo © Getty Images
1985 Alain Prost (Frankreich) McLaren-Porsche Turbo © Getty Images
1986: Alain Prost (Frankreich), McLaren-Porsche © Getty Images
1987: Nelson Piquet (Brasilien), Williams-Honda Turbo © Getty Images
1988: Ayrton Senna (Brasilien), McLaren-Honda Turbo © Getty Images
1989: Alain Prost (Frankreich), McLaren-Honda © Getty Images
1990 Ayrton Senna (Brasilien), McLaren-Honda © Getty Images
1991 Ayrton Senna (Brasilien), McLaren-Honda © Getty Images
1992: Nigel Mansell (England), Williams-Renault © Getty Images
1993: Alain Prost (Frankreich), Williams-Renault © Getty Images
1994: Michael Schumacher (Kerpen), Benetton-Ford © Getty Images
1995: Michael Schumacher (Kerpen, auf dem Foto mit Benetton-Boss Flavio Briatore), Benetton-Renault © Getty Images
1996: Damon Hill (England), Williams-Renault © Getty Images
1997: Jacques Villeneuve (Kanada), Williams-Renault © Getty Images
1998: Mika Häkkinen (Finnland), McLaren-Mercedes © Getty Images
1999: Mika Häkkinen (Finnland), McLaren-Mercedes © Getty Images
2000: Michael Schumacher (Kerpen), Ferrari © Getty Images
2001: Michael Schumacher (Kerpen), Ferrari © Getty Images
2002: Michael Schumacher (Kerpen) Ferrari © Getty Images
2003: Michael Schumacher (Kerpen), Ferrari © Getty Images
2004: Michael Schumacher (Kerpen), Ferrari © Getty Images
2005: Fernando Alonso (Spanien), Renault © Getty Images
2006 Fernando Alonso (Spanien), Renault © Getty Images
2007: Kimi Räikkönen (Finnland), Ferrari © Getty Images
2008: Lewis Hamilton (Großbritannien), McLaren-Mercedes © Getty Images
2009: Jenson Button (Großbritannien), Brawn GP © Getty Images
2010: Sebastian Vettel (Deutschland), Red Bull © dapd

Da der Lauf im asiatischen Stadtstaat unter 1500 Flutlichtern als Nachtrennen - dem einzigen der Saison - ausgetragen wird und sich alle Termine an und um die Strecke vom späten Nachmittag bis in die Nacht hinein verteilen, müssen die Fahrer unfreiwillig einen anderen Rhythmus als gewohnt leben. „Es ist ein bisschen komisch, erst am Abend Mittag zu essen und in den frühen Morgenstunden ins Bett zu gehen“, sagte der Heppenheimer.

Im Vorjahr verriet der Champion, dass er in seinem Hotelzimmer die Rollos möglichst tief nach unten zieht, „damit einen die Sonne nicht zu früh aufweckt“. In der Nacht hält er sich vor dem Fernseher wach, so lange es eben geht. „Ich gucke DVDs. Um fünf Uhr schlafe ich ein“, sagte Vettel.

Gewöhnt hat er sich an diese Umstände längst: „Wir machen das jetzt seit ein paar Jahren und es fühlt sich schon normaler an als beim ersten Mal.“ Aber große Hoffnungen, dass seine beeindruckende Erfolgsserie der letzten Zeit wegen solcher „Probleme“ in der Hitze der Nacht reißen könnte, dürfte ohnehin keiner der Verfolger haben.

53 Punkte beträgt Vettels Vorsprung vor dem 13. von 19 Rennen in der WM-Wertung vor Ferrari-Pilot Fernando Alonso (169), dahinter folgt Lewis Hamilton (141) im Mercedes. „Wir müssen nur auf uns schauen“, hatte Vettel zuletzt immer wieder betont. Wann er erneut Weltmeister werden könnte, interessiert ihn (angeblich) nicht wirklich. Auch die Aussagen von Noch-Teamkollege Mark Webber, dass er angeblich in zwei Jahren zu Ferrari wechseln könnte, dürften Vettel nicht von seinem Weg abbringen.

In den vergangenen beiden Jahren triumphierte der Red-Bull-Pilot in Singapur und wurde so zum „König der Nacht“ - 2012 als fahrende Discokugel. Für 3500 Euro wurde sein Helm modifiziert und mit 24 blinkenden LED-Leuchten bestückt. Nach eigener Aussage sah er danach aus „wie eine Discokugel“. Ob er 2013 den Sieg-Hattrick schafft? „Es ist eines der härtesten Rennen. Zu gewinnen ist etwas ganz Besonderes, und man fühlt, dass man sich den Champagner wirklich verdient hat“, sagte Vettel.

Vor allem, weil die Strecke „ein Killer“ sei: „Es ist sehr unruhig und es gibt keinen Raum für Fehler.“ Zudem reicht die Renndauer an die Zwei-Stunden-Marke heran. „Es scheint, als würde es ewig dauern“, sagte Vettel. Bei Temperaturen von über 30 Grad und einer hohen Luftfeuchtigkeit ist das alles andere als angenehm für die Fahrer. Verzichten möchte trotzdem kaum jemand auf die besondere Show. „Singapur ist ein einzigartiges Spektakel. Der Grand Prix ist eines der Wunder des modernen Sports“, schwärmte McLaren-Pilot Jenson Button. Trotz der Müdigkeit.

SID

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