Schumi rechnet mit weiteren Pleiten

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Michael Schumacher.

Budapest - Rekordweltmeister Michael Schumacher stellt sich für den Rest der Formel-1-Saison auf weitere Niederlagen ein.

 “Mit unserem Paket können wir nicht um die Spitze mitfahren“, sagte der Mercedes-Pilot am Donnerstag bei einem PR-Termin in einem Autohaus nahe Budapest. Der 41-Jährige sieht die verbleibenden acht Saisonrennen daher als Chance, den erneuten Angriff auf seinen achten WM-Titel im kommenden Jahr vorzubereiten. “Wir müssen uns darauf konzentrieren, das Auto so hinzubekommen, dass wir in der Zukunft das erreichen, was wir dieses Jahr nicht schaffen“, meinte Schumacher.


Der siebenmalige Champion liegt vor dem Großen Preis von Ungarn am Sonntag (14.00 Uhr/RTL und Sky) mit 38 Punkten abgeschlagen auf Rang neun der Gesamtwertung. Spitzenreiter ist McLaren-Fahrer Lewis Hamilton mit 157 Zählern. Als Ursache für sein bislang ernüchterndes Comeback sieht Schumacher vor allem die Probleme mit dem Silberpfeil. Von Saisonbeginn an sei die Basis des Autos nicht stark genug gewesen, erklärte der Kerpener. Zudem funktionierten zu oft die technischen Neuentwicklungen nicht wie gewünscht.

Das sind Schumis Rituale und Glücksbringer

Das sind Schumis Rituale und Glücksbringer
Das Schläfchen vor dem Rennen - mal kürzer, mal länger - ist für Michael Schumacher zum Ritual geworden. © Getty
Das sind Schumis Rituale und Glücksbringer
“Ja, das habe ich immer gemacht“, erzählte der mittlerweile 41-Jährige einmal. “Manchmal war ich nur eine ganz kurze Phase eingeschlummert, aber das reichte dann schon." © Getty
Das sind Schumis Rituale und Glücksbringer
"Manchmal schlief ich auch tief und fest für eine halbe Stunde.“ Seit 1998 zelebrierte “Schumi“ sein Mittagsschläfchen. “Es war mir wichtig.“ © Getty
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Genau wie eine ungerade Startnummer. Eigentlich sollte die einstige Nummer Eins der Königsklasse mit der 4 auf dem neuen Silberpfeil ins Rennen gehen. Doch tauschte er mit Erlaubnis der Rennstall-Leitung die Startnummer mit Rivale Nico Rosberg. © Getty
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Teamchef Ross Brawn wisse eben, “dass ich ungerade Startnummern lieber mag“, erklärte Schumacher. © Getty
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Schließlich brachten sie ihm bislang Glück: Bei allen sieben WM-Titeln trug er eine ungerade Startnummer; fünfmal die 1 und je einmal die 3 und die 5. © Getty
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Ist doch auch schön, die Nummer 1 zu sein, oder? © Getty
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Schumacher steigt auch nie von rechts ins Rennauto ein. © Getty
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Sehen Sie... © Getty
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Chinesische Schriftzeichen mit den Namen seiner beiden Kinder auf seinem knallroten Helm,... © Getty
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...ein Armband von Gattin Corinna,... © Getty
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...ein Haifischzahn um den Hals, den er einst von einem Tauchlehrer geschenkt bekam: Ohne all das kann Schumi nicht. © Getty
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Rückblende: Bahrain 2004. Schumacher findet sein Amulett nicht. Vor der Rennpremiere des Wüstenkurses in Sachir stellt der damalige Ferrari-Pilot fest: Er hat den Glücksbringer im Hotel vergessen. © Getty
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Das Amulett muss herbei. Schumachers damaliger Masseur Balbir Singh eilte in die Unterkunft, holt es, Schumacher gewinnt das Rennen und am Ende zum bislang letzten Mal die Weltmeisterschaft. © Getty
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Bis heute trägt er seinen geliebten Anhänger. © Getty
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Auch Schumachers Rivale, Vizeweltmeister Sebastian Vettel, hat für gewöhnlich einen an Bord. Sein Glückscent ist schon jetzt legendär. © Getty
Das sind Schumis Rituale und Glücksbringer
“Ich habe sogar sehr viele Glücksbringer, auch wenn ich nicht allzu abergläubisch bin“, erklärte Vettel einmal. Sie entscheiden nicht über Sieg und Niederlage, geben ihrem Besitzer aber ein besseres Gefühl. So war es wohl auch mit Schumachers Schläfchen. “Es war einfach angenehmer, wenn ich es geschafft habe - ob ich es wirklich gebraucht habe, weiß ich selber nicht.“ © Getty

Dies hätte sich auch am vergangenen Wochenende bei der Heimpleite in Hockenheim gezeigt, als Schumacher nach guten Trainingseindrücken im Rennen überrundet worden war. “Wir probieren in Ungarn, die Updates von Hockenheim so zum Arbeiten zu bekommen, wie es geplant war“, erklärte Schumacher.

Auch Teamgefährte Nico Rosberg hat wegen der Sorgen mit dem Auto fast alle Chancen im WM-Rennen eingebüßt. Mit 94 Punkten ist er Gesamtsechster, 63 Zähler hinter Hamilton. “Das Team macht einen guten Job, aber wir müssen mehr Speed aus dem Auto herausholen“, befand Teamchef Ross Brawn.

Rosberg hat sich trotz aller Schwierigkeiten einiges für das letzte Rennen vor der kurzen Sommerpause vorgenommen. “Im letzten Jahr wurde ich auf dem Hungaroring Vierter. Es wäre schön, auch diesmal wieder näher zur Spitze zu kommen“, meinte der Wiesbadener.

dpa

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