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Energieriese RWE

«Schumi-Kartbahn» wird nun doch nicht abgebaggert

Der ehemalige Formel 1-Rennfahrer Ralf Schumacher steht an der Kartbahn in Kerpen. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa
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Der ehemalige Formel 1-Rennfahrer Ralf Schumacher steht an der Kartbahn in Kerpen. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa

Kerpen (dpa) - Die «Schumi-Kartbahn» in Kerpen am Niederrhein soll jetzt doch nicht für den Braunkohletagebau Hambach abgebaggert werden.

RWE gehe davon aus, dass die Rennstrecke erhalten werden kann, teilte der Sprecher des Energiekonzerns, Guido Steffen, am 21. Januar mit. Zunächst hatte die Zeitung «Express» darüber berichtet.

Die Rennstrecke ist untrennbar mit den Namen der früheren Formel-1-Piloten Ralf und Michael Schumacher verbunden. Der «Erftlandring» hat in der Szene Kult-Status: Die Schumacher-Brüder hatten dort in jungen Jahren ihre Karrieren gestartet und jede freie Minute auf der Bahn verbracht, wie Ralf Schumacher erzählte. Der «Express» hatte zuvor berichtet.

Seit vielen Jahren war bekannt, dass die Strecke einmal für den Braunkohletagebau Hambach in Anspruch genommen würde. Jahrelang hatten Betreiber und RWE Power vergeblich nach einem Ersatzgelände gesucht, um das endgültige Aus noch einmal abzuwenden. Zuletzt stand aber sogar der Zeitpunkt für die Übergabe des Areals an RWE Power fest, nämlich der Oktober 2020.

Jetzt die Wende: RWE will die Bahn nicht abbaggern. Der Club sei bereits informiert, sagte Steffen. Der Betrieb auf der Kartbahn könne normal weitergehen. «Wir können jetzt in Ruhe Gespräche aufnehmen, der Verein und wir, und sehen, wie es da weitergeht», sagte Steffen.

Die überraschende Wende wurde mit der Kohle-Einigung zwischen Bund, Ländern und Energiekonzernen möglich, die auch den Erhalt des Hambacher Forstes festhielt. Nach aktuellen Planungen des Energiekonzerns RWE soll der Ort Kerpen-Manheim zwar abgebaggert werden, aber die Rennstrecke weiter östlich nicht.