Kritik an der Königsklasse

Piloten konstatieren: Formel 1 nicht in bester Verfassung

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Der qualitative Abstand zwischen den Rennställen der Formel 1 ist sehr groß und Anlass für Kritik. Foto: Claude Paris/AP

Spielberg (dpa) - Nach der Kritik von Lewis Hamilton haben auch andere Piloten der aktuellen Formel 1 nicht das beste Zeugnis ausgestellt.

Er würde nicht soweit gehen, dass der Sport in einer Krise stecke, meinte Sergio Perez bei der Pressekonferenz zum Großen Preis von Österreich: "Aber die Leute verlieren das Interesse."

Aus Sicht des 29 Jahre alten Mexikaners vom Team Racing Point liegt das Problem an der Kluft zwischen einigen Rennställen. "Das Feld muss insgesamt enger zusammenrücken", forderte er. "Der Sport ist sicher nicht in bester Verfassung", pflichtete der 21 Jahre alte Ferrari-Pilot Charles Leclerc bei.

Sein deutscher Teamkollege Sebastian Vettel begrüßte wie die anderen, dass zuletzt auch die Fahrer zu möglichen Regeländerungen befragt wurden. "Wir haben eine sehr klare Meinung, wie die Regeln und die Autos der Zukunft sein sollten. Wir halten es sehr simpel, wir haben keine außer den sportlichen Interessen", betonte Vettel: "Hoffentlich können wir darauf einwirken, dass wir wieder die Art Rennfahren erleben, in die wir uns verliebt haben, als wir jung waren."

Vor allem die Dominanz von Mercedes bereitet vielen Sorgen. Die Silberpfeile haben seit einschließlich 2014 jeweils die Titel in der Fahrer- und der Konstrukteurswertung gewonnen. Superstar Hamilton ist mit sechs Siegen aus den ersten acht Saisonrennen auf dem besten Weg, erneut den Titel zu holen. Nach seinem Sieg zuletzt in Le Castellet hatte der 34 Jahre alte fünfmalige Champion selbst betont: "Ich sehe den Schlamassel, in dem wir stecken." Es sei aber nicht die Schuld der Fahrer.

Red-Bull-Pilot Max Verstappen wies nun aber daraufhin, dass es immer schon Phasen gegeben habe, in denen ein Team dominierte "und einen besseren Job macht als die anderen". Letztlich sei jedes Team auch bei erneuten Regeländerungen bedacht, das Beste für sich rauszuholen. "Vielleicht ist es daher besser, die Teams rauszuhalten und zu sagen, das sind jetzt die Regeln", meinte der 21-Jährige.

Ansonsten fordern die Fahrer bei einer erneuten Reform mehr Gehör. Sie würden schließlich im Auto sitzen, nicht die Ingenieure oder andere, so der Tenor.

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