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Finne ersetzt Massa

Offiziell: Räikkönen kehrt zu Ferrari zurück

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Kimi Räikkönen kehrt in der kommenden Saison der Formel 1 zu Ferrari zurück.

Maranello - Kimi Räikkönen kehrt in der kommenden Saison der Formel 1 zu Ferrari zurück. Der Ex-Weltmeister aus Finnland wechselt von Lotus zur Scuderia und ersetzt den Brasilianer Felipe Massa.

Ferrari geht bei der Jagd auf Weltmeister Sebastian Vettel volles Risiko und hat für die nächste Saison Kimi Räikkönen verpflichtet. Gemeinsam mit Fernando Alonso bildet der Finne 2014 das wohl explosivste Fahrer-Duo der Formel 1. Der Ex-Weltmeister erhält bei der Scuderia einen Vertrag für zwei Jahre und ersetzt den Brasilianer Felipe Massa. Das Ziel des spektakulären Transfercoups ist klar: Räikkönen und Alonso sollen im nächsten Jahr endlich den Red-Bull-Star aus Heppenheim für die Roten vom WM-Thron stoßen.

„Willkommen zurück, Kimi“, twitterte Ferrari am Donnerstag: „Die Scuderia Ferrari gibt bekannt, dass sie eine Einigung mit Kimi Räikkönen erzielt hat. Der Finne wird zusammen mit Fernando Alonso in den nächsten beiden Jahren unser Fahrerteam bilden.“ Teamchef Stefano Domenicali äußerte seine große Freude, „Kimi wieder bei uns begrüßen zu dürfen“. Der scheidende Felipe Massa werde „immer Teil unserer Familie sein“.

Räikkönen äußerte sich ebenfalls für seine Verhältnisse fast schon euphorisch. „Ich bin sehr glücklich, nach Maranello zurückzukommen, wo ich drei fantastische und sehr erfolgreiche Jahre verbracht habe“, wird er in einer Pressemitteilung der Scuderia zitiert. Er habe „viele schöne Erinnerungen an Ferrari, nicht nur an den unvergesslichen WM-Titel 2007“, sagte Räikkönen: „Ich kann es kaum erwarten, wieder einen Rennwagen mit dem springenden Pferd zu fahren, und ich freue mich auf Fernando (Alonso, d. Red.), den ich für einen großen Fahrer halte. Wir wollen dieser Mannschaft wieder den Erfolg bescheren, den sie verdient.

Räikkönens Rückkehr von Lotus zu Ferrari hatte sich bereits am vergangenen Wochenende beim Großen Preis von Italien angedeutet. In Monza wollten beide Seiten den Deal aber noch nicht bestätigen - zunächst sollte Massa über seine Ablösung unterrichtet werden. Der 32-Jährige war seit 2006 ein treuer Adjutant bei dem Traditionsrennstall, in den vergangenen Jahren aber stets hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Auch Nico Hülkenberg (Sauber) hatte sich Hoffnungen auf das begehrte Cockpit gemacht. Mit Räikkönen versprechen sich die Italiener aber wohl mehr Schwung im Kampf gegen Vettel, der in dieser Saison seinem vierten WM-Titel in Serie entgegenfährt.

Zudem ist Räikkönens Verpflichtung ein offener Affront gegen Alonso und dessen Macht im Rennstall. Während Massa dem stolzen Spanier stets zur Seite stand und ihn nie herausforderte, erwächst Alonso mit dem coolen `Iceman“ ein Titelrivale im eigenen Haus. Ein erbitterter Kampf um den Nummer-1-Status ist zu erwarten - ähnlich wie bei Alain Prost und Ayrton Senna (McLaren) oder Prost und Nigel Mansell (Ferrari).

Ex-Weltmeister und Rennlegende Jackie Stewart sieht die Verpflichtung Räikkönens deshalb auch kritisch. Das Talent des Finnen sei unbestritten, sagte der Schotte. „Es geht mir mehr um das destabilisierende Element. Bislang hat man Alonso bei Ferrari jeden Wunsch von den Lippen abgelesen. Aber ist das auch so, wenn an seiner Seite ein gleichwertiger Fahrer bei der Arbeit ist?“, fragte Stewart: „Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass Alonso von der Verpflichtung Räikkönens begeistert ist.“

Doch eine Flucht vor Räikkönen scheint keine Option für Alonso zu sein. „Ich habe keine Angst vor Kimi“, hatte der 32-Jährige bereits vor drei Wochen gesagt, in Monza bekräftigte er nun seine Treue zur Scuderia. „Ich habe einen Vertrag bis 2016, und den werde ich erfüllen, vielleicht sogar noch einmal verlängern“, sagte Alonso: „Ich möchte meine Karriere im besten Team der Welt beenden - und das ist Ferrari.“

So voll des Lobes für sein Team war Alonso aber nicht immer. Verliert er, meckert er gerne über sein Auto. Deshalb forderte ihn Ferrari-Boss Luca di Montezemolo zuletzt auch zur Zurückhaltung auf. „Wenn du ein Familienvater bist, musst du deinem Sohn ab und zu mal die Ohren lang ziehen“, sagte der Graf zuletzt. Räikkönens Verpflichtung wird deshalb auch als Ohrfeige für den aufmüpfigen Spanier gewertet. Zumal die erste Ehe zwischen dem Schweiger aus Espoo mit Ferrari im Streit geschieden wurde.

Räikkönen stand schon von 2007 bis 2009 als Nachfolger von Rekordweltmeister Michael Schumacher bei Ferrari unter Vertrag. Gleich im ersten Jahr wurde der „Iceman“ Weltmeister - seitdem wartet Ferrari vergeblich auf einen Fahrertitel. 2009 musste er die Roten nach einem Rosenkrieg verlassen und trotz laufenden Vertrages Alonso Platz machen. Die Italiener versüßten Räikkönen den Abschied damals mit einer Abfindung von knapp 20 Millionen Euro.

sid

Die Formel-1-Weltmeister seit 1969

Die Formel-1-Weltmeister seit 1969

Niki Lauda (Foto), Ayrton Senna und Michael Schumacher: Diese Motorsport-Legenden dominierten die Formel 1 über Jahre hinweg. Ein Überblick über die Weltmeister der vergangenen 41 Jahre. © Getty Images
1969: Jackie Stewart (Schottland), Matra-Ford © mm
1970: Jochen Rindt (Österreich), Lotus-Ford © Getty Images
1971: Jackie Stewart (Schottland), Tyrrell-Ford © Getty Images
1972:  Emerson Fittipaldi (rechts, Brasilien), Lotus-Ford © Getty Images
1973 Jackie Stewart (Schottland), Tyrrell-Ford © Getty Images
1974 Emerson Fittipaldi (Brasilien), McLaren-Ford © Getty Images
1975: Niki Lauda (Österreich), Ferrari © Getty Images
1976: James Hunt (England), McLaren-Ford © Getty Images
1977: Niki Lauda (Österreich), Ferrari © Getty Images
1978: Mario Andretti (USA), Lotus-Ford © Getty Images
1979: Jody Scheckter (Südafrika), Ferrari © Getty Images
1980: Alan Jones (Australien), Williams-Ford © Getty Images
1981: Nelson Piquet (Brasilien), Brabham-Ford © Getty Images
1982: Keke Rosberg (Finnland), Williams-Ford © Getty Images
1983: Nelson Piquet (Brasilien), Brabham-BMW © Getty Images
1984: Niki Lauda (Österreich), McLaren-Porsche Turbo © Getty Images
1985 Alain Prost (Frankreich) McLaren-Porsche Turbo © Getty Images
1986: Alain Prost (Frankreich), McLaren-Porsche © Getty Images
1987: Nelson Piquet (Brasilien), Williams-Honda Turbo © Getty Images
1988: Ayrton Senna (Brasilien), McLaren-Honda Turbo © Getty Images
1989: Alain Prost (Frankreich), McLaren-Honda © Getty Images
1990 Ayrton Senna (Brasilien), McLaren-Honda © Getty Images
1991 Ayrton Senna (Brasilien), McLaren-Honda © Getty Images
1992: Nigel Mansell (England), Williams-Renault © Getty Images
1993: Alain Prost (Frankreich), Williams-Renault © Getty Images
1994: Michael Schumacher (Kerpen), Benetton-Ford © Getty Images
1995: Michael Schumacher (Kerpen, auf dem Foto mit Benetton-Boss Flavio Briatore), Benetton-Renault © Getty Images
1996: Damon Hill (England), Williams-Renault © Getty Images
1997: Jacques Villeneuve (Kanada), Williams-Renault © Getty Images
1998: Mika Häkkinen (Finnland), McLaren-Mercedes © Getty Images
1999: Mika Häkkinen (Finnland), McLaren-Mercedes © Getty Images
2000: Michael Schumacher (Kerpen), Ferrari © Getty Images
2001: Michael Schumacher (Kerpen), Ferrari © Getty Images
2002: Michael Schumacher (Kerpen) Ferrari © Getty Images
2003: Michael Schumacher (Kerpen), Ferrari © Getty Images
2004: Michael Schumacher (Kerpen), Ferrari © Getty Images
2005: Fernando Alonso (Spanien), Renault © Getty Images
2006 Fernando Alonso (Spanien), Renault © Getty Images
2007: Kimi Räikkönen (Finnland), Ferrari © Getty Images
2008: Lewis Hamilton (Großbritannien), McLaren-Mercedes © Getty Images
2009: Jenson Button (Großbritannien), Brawn GP © Getty Images
2010: Sebastian Vettel (Deutschland), Red Bull © dapd

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