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Großeinsatz für die Feuerwehren

Rauchentwicklung in Industriegebäude in Peterskirchen

Rauchentwicklung in Industriegebäude in Peterskirchen

Offene Tests, überarbeitete Pneus

F1-Notfallplan nach Reifen-Alptraum

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Berlin - Die Formel-1-Angst um die Reifen hat die Verantwortlichen zum Handeln gezwungen. Pirelli will die Reifen, deren Einsatz eigentlich schon vor einem Monat geplant war, nun wohl am Nürburgring bringen.

Die Formel 1 hat mit einem Notfallplan die ersten Schritte gegen einen drohenden Fahrer-Boykott auf dem Nürburgring eingeleitet. Der Automobil-Weltverband macht durch Regeländerungen den Weg zu erweiterten Testfahrten frei. Pirelli will einem Medienbericht zufolge fürs Rennen eins nach dem hochgradig gefährlichen Reifen-Alptraum von Silverstone die schon vor einem Monat geplanten Veränderungen an den Pneus vornehmen.

Sebastian Vettel wird das gerne hören. „Wir müssen davon ausgehen können, dass es damit keine Probleme gibt“, sagte der dreimalige Champion der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Mittwoch-Ausgabe) und nahm in der Reifendebatte Exklusiv-Hersteller Pirelli und den Internationalen Automobilverband in die Pflicht. „Eines ist klar: Für unsere Sicherheit muss immer gesorgt sein, darauf habe ich in Bezug auf die Reifen schon vor Wochen hingewiesen.“

Die FIA reagiert. „Unsere Priorität ist, die Sicherheit für alle in der Formel 1 zu gewährleisten und wir glauben, dass die Vorfälle in Silverstone ernsthafte Sicherheitsbedenken für die Fahrer bedeuten“, sagte FIA-Präsident Jean Todt, der an diesem Mittwoch auf dem Nürburgring auch noch eine Krisensitzung einberufen hat.

Die FIA habe Pirelli um eine Zusicherung gebeten, dass sich die Vorfälle von Silverstone nicht beim Deutschland-Rennen (Sonntag) oder den nachfolgenden Saisonläufen wiederholen, unterstrich der Dachverband in seiner Erklärung. Beim Großen Preis von Großbritannien war es zu vier Reifenplatzern im Rennen gekommen, dabei waren großflächige Gummifetzen durch die Luft geflogen.

Der britischen Zeitung „The Telegraph“ zufolge will Pirelli auf die Schnelle die Reifen bringen, die eigentlich schon für das Kanada-Rennen am 9. Juni vorgesehen waren. Die Einführung scheiterte damals am notwendigen einstimmigen Votum. Auch dies ist nun kein Hindernis mehr: Die FIA will den entsprechenden Passus - Artikel 12.6.3 - im Technischen Regelwerk kurzerhand ändern.

Dabei soll ein Stahlband in der Innenschulter der Reifen wieder durch Kevlar ersetzt werden. Das Stahlband heizt sich mehr auf als Kevlar. Die Temperaturen übertragen sich auf die Lauffläche der Reifen, wodurch es zur sogenannten Delaminierung kam. Dabei löst sich die Gummifläche. Ob dies allerdings der Grund dafür war, dass in Silverstone bei vier Autos im Rennen der linke Hinterreifen platzte und großflächige Gummifetzen durch die Luft geschleudert wurden, ist offen.

Zudem dürfen beim eigentlichen Nachwuchsfahrer-Test vom 17. bis 19. Juli auf dem Kurs in England auch Sebastian Vettel & Co., sprich die Stammpiloten, hinters Steuer. Dazu wird Paragraph 22.4. der Sporting Regulations modifiziert. Die FIA behält sich auch noch vor, die Testfahrten um einen Tag zu verlängern.

Der Weltverband wird nach Angaben des Fachmagazins „Autosport“ sogar eigene Beobachter zu den Probefahrten Mitte Juli schicken. Damit soll sichergestellt werden, dass die Formel-1-Piloten nicht heimlich an der Weiterentwicklung ihrer aktuellen Autos arbeiten.

Der deutsche MercedesAMG-Rennstall wird an Tests nicht teilnehmen. Das Team um den Silverstone-Sieger Nico Rosberg war wegen eines Privattests für Exklusiv-Ausrüster Pirelli Mitte Mai von den sogenannten „Young-Driver-Tests“ ausgeschlossen worden. Die Silberpfeile hätten nun im „Interesse des Sports“ akzeptiert, weiterhin nicht bei den Zusatzfahrten auf die Strecke zu gehen.

Die Formel 1 2013: Alle Fahrer und ihre Autos

Die Formel 1 2013: Alle Fahrer und ihre Autos

RED BULL RACING © Mark Thompson/Red Bull Racing
Dreifach-Weltmeister Sebastian Vettel (Heppenheim) fährt 2013 weiter im Red Bull, der Vertrag läuft bis 2014. © dpa
Teamkollege Mark Webber (Australien) hat noch einmal um ein Jahr verlängert. © Getty
MCLAREN © dpa
Für Lewis Hamilton fährt der 22 Jahre alte Mexikaner Sergio Perez. © ap
Routinier und Ex-Weltmeister Jenson Button (England) wird gefragt sein, er ist langfristig bis 2014 an den Rennstall gebunden. © Getty
FERRARI © dpa
Fernando Alonso (Spanien) wird den nächsten Angriff auf Vettel unternehmen. Er hat einen Vertrag bis 2016. © Getty
Felipe Massa (Brasilien) darf 2013 auch noch mal ran. © Getty
MERCEDES © dpa
Lewis Hamilton (England) statt Michael Schumacher. Der Brite ist vorerst drei Jahre an die Silberpfeile gebunden. © Getty
Nico Rosberg (Wiesbaden) bleibt, er hat einen Vertrag bis 2013. © Getty
LOTUS © dpa
Kimi Räikkönen (Finnland) wird als WM-Dritter 2012 noch mehr wollen. © dpa
Romain Grosjean (Frankreich) darf trotz seiner wiederholten Auftritte als Crashpilot wohl bleiben, ist aber noch nicht bestätigt. © dpa
WILLIAMS © Getty
Pastor Maldonado (Venezuela), Sieger in Barcelona, bleibt. Er bringt auch noch Geld aus Venezuela mit. © Getty
Bruno Senna ist raus, Testpilot Valtteri Bottas (Finnland) steigt zum Stammfahrer auf. © getty
FORCE INDIA © Sahara Force India
Paul Di Resta (Großbritannien) bleibt © getty
Adrian Sutil kriegt das zweite Cockpit © dpa
SAUBER © dpa
Die Schweizer treten mit einer neuen Paarung an. Nico Hülkenberg (Emmerich) wechselt von Force India zu Sauber. © dpa
Neben Nico Hülkenberg darf der 21-jährige Deübtant Esteban Gutierrez (Mexiko) ran. © dpa
TORRO ROSSO © dpa
Daniel Ricciardo (Australien) © getty
Jean-Eric Vergne (Frankreich) © getty
MARUSSIA © dpa
Hier ist alles neu! Timo Glock ist weg, für ihn ist Jules Bianchi da © Getty
Sein Kollege: Max Chilton © Getty
CATERHAM © dpa
Charles Pic (Frankreich), bisher Marussia, heuert bei dem anglo-malaysischen Team an. © getty
Giedo van der Garde ist sein Kollege © Getty

Nach dem monatelangen Gezeter und Gezicke um die Reifen mit Machtkämpfen der Teams hinter den Kulissen hat der Alptraum von Silverstone offensichtlich alle Beteiligten aufgeschreckt. Vettels Red-Bull-Teamkollege Mark Webber sprach von „Russischem Roulette“, FIA-Rennleiter Charlie Whiting war kurz vorm Rennabbruch. Einen Boykott des WM-Laufs an diesem Sonntag auf dem Nürburgring schlossen die Piloten nicht aus.

dpa

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