Mateschitz tobt

"Das hat nichts mehr mit Rennsport zu tun"

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Die Formel-1-Reifen von Hersteller Pirelli bauen den Teams zu schnell ab.

Barcelona - Dietrich Mateschitz, der Besitzer des Red-Bull-Teams, hat nach dem Großen Preis von Spanien scharfe Kritik an den Formel-1-Reifen geübt. Pirelli kündigte indessen Korrekturen an.

Das hat nichts mehr mit Rennsport zu tun, das wurde ein Wettbewerb im Reifenmanagement“, sagte der österreichische Milliardär den „Salzburger Nachrichten“ (Montag). „Autorennsport sieht anders aus. Wir können unter diesen Umständen das Potenzial unseres Autos und unserer Fahrer nicht mehr nutzen.“

Weil beim fünften Lauf zur Formel-1-Weltmeisterschaft am Sonntag die Pirelli-Reifen an ihren Red Bull sehr stark abbauten, mussten Sebastian Vettel (Heppenheim) und Mark Webber vier statt der ursprünglich geplanten drei Boxenstopps absolvieren. Zudem konnten sie kaum angreifen. Der dreifache Champion Vettel belegte auf dem Circuit de Catalunya bei Barcelona beim überlegenen Sieg des spanischen Ferrari-Konkurrenten Fernando Alonso deshalb nur Rang vier. Der Australier Webber wurde Fünfter.

Mateschitz bemängelte, dass es in der Qualifikation keinen richtigen Kampf mehr um die Pole-Position gebe, weil alle Fahrer mehr frische Reifen für den Grand Prix sparen wollten. „Würden wir unser Potenzial ausschöpfen wollen, dann müssten wir je nach Strecke acht bis zehnmal Reifen wechseln“, sagte er.

Die Formel 1 2013: Alle Fahrer und ihre Autos

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Pirelli kündigt Änderungen für Rennen in Silverstone an

Hersteller Pirelli hat indessen für den Großen Preis von Großbritannien am 30. Juni in Silverstone Änderungen angekündigt. Zuvor macht die Formel 1 allerdings noch Station in Monaco (26. Mai) und Kanada (9. Juni).

„Unser Ziel ist es, zwischen zwei und drei Stopps pro Rennen zu haben, also ist klar, dass vier zu viel sind. Wir werden bis Silverstone einige Änderungen vornehmen, um unser Ziel zu erreichen“, sagte Pirelli-Motorsportdirektor Paul Hembery.

dpa/SID

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