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Poker um "Iceman"

Räikkönen vor Comeback bei Ferrari?

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Kimi Räikkönen nach dem Rennen am Nürburgring im Juli.

Berlin - Das Tauziehen um Kimi Räikkönen ist anscheinend beendet. Laut finnischen Medien hat sich der Ex-Weltmeister für einen Wechsel zu Ferrari und damit gegen Sebastian Vettels Red-Bull-Rennstall entschieden.

Die spektakuläre Rückkehr von Kimi Räikkönen zu Ferrari wird immer wahrscheinlicher - und Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel muss sich auf der Suche nach einem neuen Teamkollegen wohl weiter gedulden. Wie die finnische Zeitung Ilta Sanomat unter Berufung auf das engste Umfeld des Ex-Champions berichtet, soll sich „Iceman“ Räikkönen im Hinblick auf die kommende Saison bereits für einen Wechsel von Lotus zur Scuderia entschieden haben.

Bereits Ende Juli waren erste Gerüchte aufgekommen, der 33 Jahre alte Finne führe mit dem italienischen Rennstall Verhandlungen und habe bereits ein Angebot vorliegen. Ferrari dementierte umgehend. 2007 hat Räikkönen, dessen Vertrag bei Lotus am Saisonende ausläuft, für das Team aus Maranello den bis dato letzten WM-Titel geholt. „Ich kann machen, was ich will“, sagte Räikkönen: „Ich habe ein, zwei Optionen.“

Eine weitere Option soll ein Wechsel zu Vettels Red-Bull-Team sein. Nach dem schon feststehenden Rückzug des Australiers Mark Webber wollte der Rennstall aus Milton Keynes in der Sommerpause bis zum Grand Prix in Spa/Belgien am letzten August-Wochenende eigentlich die Nachfolge-Frage klären. Räikkönen gehört auch wegen der persönlichen Verbindung zu Vettel zu den heißesten Kandidaten.

Nun wird es wieder unklarer, wer das zweite Cockpit neben Vettel bekommen könnte. Genauso gibt es Spekulationen darüber, was im Falle von Räikkönens Unterschrift bei Ferrari aus Fernando Alonso wird. Der Weltmeister von 2005 und 2006 ist bei den „Roten“ alles andere als zufrieden und kokettierte zuletzt sogar mit seinem Wechsel zu Red Bull. Seit 20 Rennen stand er nicht mehr in der ersten Startreihe und beantwortete die Frage, was er sich am meisten wünscht, zuletzt mit jeder Menge Sarkasmus: „Ein Red-Bull-Auto.“

Die Formel-1-Weltmeister seit 1969

Die Formel-1-Weltmeister seit 1969

Niki Lauda (Foto), Ayrton Senna und Michael Schumacher: Diese Motorsport-Legenden dominierten die Formel 1 über Jahre hinweg. Ein Überblick über die Weltmeister der vergangenen 41 Jahre. © Getty Images
1969: Jackie Stewart (Schottland), Matra-Ford © mm
1970: Jochen Rindt (Österreich), Lotus-Ford © Getty Images
1971: Jackie Stewart (Schottland), Tyrrell-Ford © Getty Images
1972:  Emerson Fittipaldi (rechts, Brasilien), Lotus-Ford © Getty Images
1973 Jackie Stewart (Schottland), Tyrrell-Ford © Getty Images
1974 Emerson Fittipaldi (Brasilien), McLaren-Ford © Getty Images
1975: Niki Lauda (Österreich), Ferrari © Getty Images
1976: James Hunt (England), McLaren-Ford © Getty Images
1977: Niki Lauda (Österreich), Ferrari © Getty Images
1978: Mario Andretti (USA), Lotus-Ford © Getty Images
1979: Jody Scheckter (Südafrika), Ferrari © Getty Images
1980: Alan Jones (Australien), Williams-Ford © Getty Images
1981: Nelson Piquet (Brasilien), Brabham-Ford © Getty Images
1982: Keke Rosberg (Finnland), Williams-Ford © Getty Images
1983: Nelson Piquet (Brasilien), Brabham-BMW © Getty Images
1984: Niki Lauda (Österreich), McLaren-Porsche Turbo © Getty Images
1985 Alain Prost (Frankreich) McLaren-Porsche Turbo © Getty Images
1986: Alain Prost (Frankreich), McLaren-Porsche © Getty Images
1987: Nelson Piquet (Brasilien), Williams-Honda Turbo © Getty Images
1988: Ayrton Senna (Brasilien), McLaren-Honda Turbo © Getty Images
1989: Alain Prost (Frankreich), McLaren-Honda © Getty Images
1990 Ayrton Senna (Brasilien), McLaren-Honda © Getty Images
1991 Ayrton Senna (Brasilien), McLaren-Honda © Getty Images
1992: Nigel Mansell (England), Williams-Renault © Getty Images
1993: Alain Prost (Frankreich), Williams-Renault © Getty Images
1994: Michael Schumacher (Kerpen), Benetton-Ford © Getty Images
1995: Michael Schumacher (Kerpen, auf dem Foto mit Benetton-Boss Flavio Briatore), Benetton-Renault © Getty Images
1996: Damon Hill (England), Williams-Renault © Getty Images
1997: Jacques Villeneuve (Kanada), Williams-Renault © Getty Images
1998: Mika Häkkinen (Finnland), McLaren-Mercedes © Getty Images
1999: Mika Häkkinen (Finnland), McLaren-Mercedes © Getty Images
2000: Michael Schumacher (Kerpen), Ferrari © Getty Images
2001: Michael Schumacher (Kerpen), Ferrari © Getty Images
2002: Michael Schumacher (Kerpen) Ferrari © Getty Images
2003: Michael Schumacher (Kerpen), Ferrari © Getty Images
2004: Michael Schumacher (Kerpen), Ferrari © Getty Images
2005: Fernando Alonso (Spanien), Renault © Getty Images
2006 Fernando Alonso (Spanien), Renault © Getty Images
2007: Kimi Räikkönen (Finnland), Ferrari © Getty Images
2008: Lewis Hamilton (Großbritannien), McLaren-Mercedes © Getty Images
2009: Jenson Button (Großbritannien), Brawn GP © Getty Images
2010: Sebastian Vettel (Deutschland), Red Bull © dapd

Doch auch Räikkönens Verhältnis zu Ferrari gilt seit seinem unrühmlichen Abschied 2009 als angespannt. Damals war der 20-malige Grand-Prix-Sieger trotz laufenden Vertrages bis 2010 ausgemustert worden. Hinter seinem Rücken hatte Ferrari-Chef Luca di Montezemolo mit Alonso verhandelt und den Spanier verpflichtet. Er könne es ja verstehen, wenn ein Fahrer nicht viel reden wolle, sagte di Montezemolo damals in Richtung Räikkönen, „aber gar nicht reden - das geht nicht.“ Teamchef Stefano Domenicali fügte hinzu, der „Iceman“ lebe auf seinem eigenen Planeten.

Auch nach dem letzten Rennen in Ungarn hatte sich Vettel derweil wieder für seinen Kumpel Räikkönen als Nachfolger von Webber stark gemacht. Alonso lehne er ab, er wolle lieber den Skandinavier als Teamkollegen, da er den auf und neben der Strecke respektiere, ließ der Weltmeister in Budapest wissen. Alonso respektiere er nur auf der Strecke.

In der WM-Gesamtwertung ist Räikkönen mit 133 Punkten aktuell ärgster Verfolger von Vettel (172), Alonso (132) folgt direkt dahinter. „Über die WM denke ich jetzt nicht nach, es sind noch so viele Rennen und so viele Punkte zu vergeben“, sagte Räikkönen. Über seine Zukunft hat er sich anscheinend schon mehr Gedanken gemacht.

SID

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