Italien feiert Alonso

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In Champagner-Laune: Fernando Alonso.

Singapur - Mit seinem Sieg in Singapur ist Fernando Alonso der “Mann der Stunde“ in der Formel 1. Die Euphorie in Italien und seiner Heimat Spanien ist riesig, der WM-Titel nah.

Nach der Siegfahrt mit der “Roten Göttin“ durch die Nacht von Singapur liegt das Ferrari-Land Italien Fernando Alonso zu Füßen. Und auch in der Heimat des spanischen Formel-1-Piloten gibt es keine Zweifel mehr, wer Weltmeister wird. “Fernando Alonso fliegt dem Titel entgegen“, war sich das Sportblatt “As“ sicher. Konkurrent “Marca“ ernannte den 29-Jährigen zum “König der Nacht“. Italiens “Libertà“ machte Alonso zum “König von Singapur“.


Der Pilot aus Asturien bringt alles mit für den spannendsten Titelkampf in der Formel-1-Geschichte. Alonso ist nervenstark, abgezockt und er ist rücksichtslos. Alonso weiß, wie man den Titel holt. 2005 und 2006 triumphierte er im Renault, Michael Schumacher hatte damals im Ferrari keine Chance.

Die Formel-1-Weltmeister der vergangenen 40 Jahre


Die Formel-1-Weltmeister seit 1969

Niki Lauda (Foto), Ayrton Senna und Michael Schumacher: Diese Motorsport-Legenden dominierten die Formel 1 über Jahre hinweg. Ein Überblick über die Weltmeister der vergangenen 41 Jahre. © Getty Images
1969: Jackie Stewart (Schottland), Matra-Ford © mm
1970: Jochen Rindt (Österreich), Lotus-Ford © Getty Images
1971: Jackie Stewart (Schottland), Tyrrell-Ford © Getty Images
1972:  Emerson Fittipaldi (rechts, Brasilien), Lotus-Ford © Getty Images
1973 Jackie Stewart (Schottland), Tyrrell-Ford © Getty Images
1974 Emerson Fittipaldi (Brasilien), McLaren-Ford © Getty Images
1975: Niki Lauda (Österreich), Ferrari © Getty Images
1976: James Hunt (England), McLaren-Ford © Getty Images
1977: Niki Lauda (Österreich), Ferrari © Getty Images
1978: Mario Andretti (USA), Lotus-Ford © Getty Images
1979: Jody Scheckter (Südafrika), Ferrari © Getty Images
1980: Alan Jones (Australien), Williams-Ford © Getty Images
1981: Nelson Piquet (Brasilien), Brabham-Ford © Getty Images
1982: Keke Rosberg (Finnland), Williams-Ford © Getty Images
1983: Nelson Piquet (Brasilien), Brabham-BMW © Getty Images
1984: Niki Lauda (Österreich), McLaren-Porsche Turbo © Getty Images
1985 Alain Prost (Frankreich) McLaren-Porsche Turbo © Getty Images
1986: Alain Prost (Frankreich), McLaren-Porsche © Getty Images
1987: Nelson Piquet (Brasilien), Williams-Honda Turbo © Getty Images
1988: Ayrton Senna (Brasilien), McLaren-Honda Turbo © Getty Images
1989: Alain Prost (Frankreich), McLaren-Honda © Getty Images
1990 Ayrton Senna (Brasilien), McLaren-Honda © Getty Images
1991 Ayrton Senna (Brasilien), McLaren-Honda © Getty Images
1992: Nigel Mansell (England), Williams-Renault © Getty Images
1993: Alain Prost (Frankreich), Williams-Renault © Getty Images
1994: Michael Schumacher (Kerpen), Benetton-Ford © Getty Images
1995: Michael Schumacher (Kerpen, auf dem Foto mit Benetton-Boss Flavio Briatore), Benetton-Renault © Getty Images
1996: Damon Hill (England), Williams-Renault © Getty Images
1997: Jacques Villeneuve (Kanada), Williams-Renault © Getty Images
1998: Mika Häkkinen (Finnland), McLaren-Mercedes © Getty Images
1999: Mika Häkkinen (Finnland), McLaren-Mercedes © Getty Images
2000: Michael Schumacher (Kerpen), Ferrari © Getty Images
2001: Michael Schumacher (Kerpen), Ferrari © Getty Images
2002: Michael Schumacher (Kerpen) Ferrari © Getty Images
2003: Michael Schumacher (Kerpen), Ferrari © Getty Images
2004: Michael Schumacher (Kerpen), Ferrari © Getty Images
2005: Fernando Alonso (Spanien), Renault © Getty Images
2006 Fernando Alonso (Spanien), Renault © Getty Images
2007: Kimi Räikkönen (Finnland), Ferrari © Getty Images
2008: Lewis Hamilton (Großbritannien), McLaren-Mercedes © Getty Images
2009: Jenson Button (Großbritannien), Brawn GP © Getty Images
2010: Sebastian Vettel (Deutschland), Red Bull © dapd

In Singapur nahm er am Start Sebastian Vettel die einzige Möglichkeit zum Überholen, konsequent und kompromisslos. Danach ließ er den jungen Deutschen nicht mehr ran. “Er ist ein fantastisches Rennen gefahren. Einfach perfekt“, schwärmte Ferrari-Teamchef Stefano Domenicali. Für “Tuttosport“ kurzum ein “Meisterwerk“.

In

Italien

kommt die Begeisterung der einstigen Heldenverehrung für Schumacher gleich. Dabei hat Alonso noch nichts für

Ferrari

erreicht, der Weltmeister-Titel ist alles andere als programmiert. Noch liegt er hinter dem

WM

-Spitzenreiter

Mark Webber

im

Red Bull

. Und auch

Lewis Hamilton

im McLaren-Mercedes, Vettel im zweiten

Red Bull

und Titelverteidiger

Jenson Button

im McLaren lauern.

Aber der Trend spricht für den zweimaligen Champion aus Spanien. “Vor ein paar Wochen schien ich nicht mehr im Rennen um den Titel. Jetzt haben wir noch vier Rennen, in denen alles passieren kann“, sagte Alonso. In den vergangenen fünf Läufen holte er 93 Punkte - so viele wie kein anderer. Er verkürzte den Rückstand auf die Spitze seit dem Großen Preis von Großbritannien von 47 Punkten auf elf Zähler und arbeitete sich von Platz fünf auf Rang zwei vor. “Alonso - die rote Furie, was für eine Aufholjagd!“ stellte “La Gazzetta dello Sport“ voller Bewunderung fest.

Heiße Boxenluder: So sexy ist die Formel 1

Heiße Grid Girls in der Formel 1

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Am Rande der Formel-1-Rennen geht es ganz schön sexy zu. Ob uniformierte Grid Girls von Veranstaltern und Sponsoren oder einzelne Boxenluder in knappen Outfits: Die Damen zeigen neben den Rennstrecken ihre heißen Profile. Klicken Sie sich hier durch die PS-Schönheiten der vergangenen Formel-1-Jahre. © dpa
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Im Vergleich zu seinen Titelkonkurrenten hat Alonso noch einen Vorteil: Er ist das Alphatier im Rennstall. Alles ist auf ihn ausgerichtet. Felipe Massa darf mitfahren, aber nicht stören. Wer das Sagen hat, machte Alonso dem Brasilianer schon beim Rennen in Schanghai deutlich, als er sich in der Boxeneinfahrt am Teamkollegen vorbeidrängelte. Spätestens nach dem Grand Prix auf dem Hockenheimring, als Massa den Sieg dem Spanier überlassen musste, war klar, wer für die Scuderia den WM-Titel holen soll.

Bevor Alonso Anfang des Jahres zu seinem Traumteam kam, lag eine schwierige Zeit hinter ihm. Nach seinen beiden WM-Titeln wechselte er von Renault zu McLaren-Mercedes. Doch die Ehe ging nach nur einem Jahr auseinander, geprägt von Dauerzoff. Alonso fühlte sich gegenüber Lewis Hamilton benachteiligt. Frustriert kehrte der stolze Spanier zurück zu Renault, dann kam der Wechsel zu Ferrari. Und mit der “Roten Göttin“ ist er wieder obenauf.

dpa

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