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Vettel mit Zauberrunde zur Jubiläums-Pole

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Sebastian Vettel startet am Sonntag von der Pole Position

Monza - Weltmeister Sebastian Vettel geht von der Pole Position aus in den Großen Preis von Italien in Monza. Der Zweitplatzierte hat im Kampf um die Startposition im Rennen deutlichen Rückstand.

Ein Jubelschrei im Boxenfunk, nach der Auslaufrunde der Vettel-Finger, dann der erhobene Daumen: Mit einer fantastischen Runde hat sich Sebastian Vettel in „seinem“ Monza erstmals seit dem märchenhaften Wochenende vor drei Jahren wieder die Pole Position geholt. „Wir hätten nicht erwartet, mit so einem Vorsprung auf die Pole zu fahren, und das auf einer Strecke, die uns in den letzten zwei Jahren nicht so gelegen hat“, sagte Vettel, der die McLaren-Piloten Lewis Hamilton und Jenson Button um eine halbe Sekunde distanziert hatte.

Heiße Boxenluder: So sexy ist die Formel 1

Heiße Grid Girls in der Formel 1

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Für Vettel, der am 13. September 2008 in Monza noch für Toro Rosso zum ersten Mal auf Startplatz eins gestanden und im Rennen seinen ersten Sieg gefeiert hatte, war es bereits die 25. Pole Position seiner beeindruckenden Karriere und die zehnte in dieser Saison. Damit hat der Weltmeister beste Aussichten, nach den Plätzen acht und vier in den beiden letzten Jahren erstmals auch mit Red Bull in Monza auf das Siegerpodest zu klettern, das wie eine Kanzel hoch über der Zielgeraden hängt.

„Ich kann mich noch gut an das letzte Mal dort erinnern“, sagte Vettel, der seine Überlegenheit auf eine perfekte Balance seines Autos zurückführte. „Sebastian war heute unantastbar“, gestand Hamilton ein: „Ein paar Zehntel hätte ich vielleicht noch herausholen können, aber keine halbe Sekunde.“ Lob für Vettel gab es auch vom Teamchef. „Das war eine unglaubliche letzte Runde von Sebastian, eine unglaubliche Leistung“, meinte Christian Horner.

Nur auf Platz vier fuhr beim Ferrari-Heimspiel Vorjahressieger Fernando Alonso. „Ich bin schon zufrieden, mehr war nicht drin. Wir waren bislang nicht ganz konkurrenzfähig, die Balance des Autos passt nicht“, sagte der Spanier, der zumindest noch aufs Podium fahren will. Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo rechnet aber mit einem „harten Rennen“.

Fünfter wurde Vettels Teamkollege Mark Webber (167 Punkte), der mit 92 Punkten Rückstand Zweiter hinter dem souveränen Titelverteidiger (259) ist. Vettel macht derweil weiter Jagd auf den Rekord von Nigel Mansell, der 1992 insgesamt 14 Mal in einer Saison auf Startplatz eins stand. Alonso (157) liegt vor dem 13. von 19 WM-Läufen (Sonntag, 14.00 Uhr/RTL und Sky) schon 102 Zähler hinter Vettel zurück. Noch größer ist der Rückstand von Button (149) und Hamilton (146).

Mehr aufs Rennen als auf das Qualifying konzentrierten sich die Silberpfeile von Mercedes, für die Rekordweltmeister Michael Schumacher und Nico Rosberg lediglich auf die Startplätze acht und neun fuhren. „Wir haben uns von Freitag an auf die Renndistanz konzentriert und wussten, dass wir im Qualifying zwei, drei Plätze verlieren können. Am Sonntag wird sich zeigen, ob wir im Rennen profitieren können“, sagte Mercedes-Sportchef Norbert Haug.

„Ich habe versucht, ein bisschen Windschatten von Lewis mitzunehmen. Leider hat er sich verbremst. Ich hoffe, dass ich mit den weichen Reifen die richtige Wahl für morgen getroffen habe“, sagte Schumacher. Rosberg hatte sich anders als Schumacher für die härteren Reifen entschieden. „Es sieht so aus, dass ich morgen voll angreifen und vorne reinfahren kann“, erklärte er. Adrian Sutil geht im Force-India-Mercedes von Startplatz 12, Virgin-Pilot Timo Glock steht auf Rang 21.

Auf Position sieben fuhr der Russe Witali Petrow, der in Monza auf seine Art seine Trauer um die Opfer des Flugzeugabsturzes in seiner Heimat zeigt. Zum Gedenken an das Eishockey-Team von Lokomotive Jaroslawl um den deutschen Nationalspieler Robert Dietrich fährt der Renault-Pilot mit einem schwarzen Helm.

sid

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