Formel 1 im "Wilden Westen"

Vettel jagt Rekorde, Rosberg das WM-Podest

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"Cowboy" Sebastian Vettel hofft im "Wilden Westen" in Texas auf die nächste Rekordmarke.

Austin - Die deutschen Formel-1-Fahrer gehen voller Selbstvertrauen und mit ganz unterschiedlichen Zielen in den Großen Preis der USA. Natürlich steht Weltmeister Sebastian Vettel im Mittelpunkt.

Sebastian Vettel jagt die Michael Schumachers Rekorde, Nico Rosberg peilt Platz drei in der WM-Wertung an, und Nico Hülkenberg will sich für einen Arbeitgeber empfehlen: Die deutschen Formel-1-Piloten gehen nach ihren zuletzt starken Auftritten voller Selbstvertrauen in den Großen Preis der USA und wollen im „Wilden Westen“ wieder für ihre ganz eigenen Höhepunkte sorgen. Wie immer sind die Augen beim Rennen am Sonntag (20.00 Uhr/RTL und Sky) in Austin/Texas vor allem auf den alten und neuen Weltmeister Vettel gerichtet.

Sollte der 26 Jahre alte Red-Bull-Pilot auf dem anspruchsvollen Circuit of the Americas schon wieder triumphieren, wäre es sein achter Sieg in Serie - damit würde er Rekordweltmeister Schumacher eine weitere Bestmarke abjagen. „Es ist nicht der Grund, warum ich ins Auto steige, wäre aber natürlich sehr schön“, sagte Vettel: „Es ist es schon absolut verrückt, überhaupt mit Michael gleichgezogen zu haben.“

Rosberg schielt auf Rang 3

Für Außenstehende mögen seine Siege „spielerisch aussehen“, doch der Heppenheimer betont immer wieder, wie viel harte Arbeit dahinter steckt. „Jedes einzelne Rennen ist ein Schwergewicht, das man stemmen muss. Es gibt keine Garantie dafür, dass auch das nächste Rennen immer gut läuft“, betonte Vettel, der bereits elf Saisonsiege auf seinem Konto hat. Sollte er in Austin und eine Woche später auch noch in Brasilien gewinnen, würde er einen weiteren Rekord Schumachers einstellen. Der siebenmalige Champion konnte vor neun Jahren 13-mal gewinnen.

Von Siegen träumt Rosberg im Mercedes derzeit nicht unbedingt. Dafür seien die Red Bull „einfach in allen Belangen zu schnell“. Doch der Wiesbadener will noch den Sprung auf das WM-Podest schaffen. „Dritter zu werden, ist mathematisch noch möglich und das Ziel. Die letzten beiden Rennen waren gut, so soll es weitergehen“, sagte Rosberg, der mit Mercedes außerdem Rang zwei in der Konstrukteurs-WM vor Ferrari verteidigen will: „Darauf liegt für alle im Team der Fokus, alle sind motiviert.“

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Zweimal in Folge hatte der 28-Jährige zuletzt den Sprung aufs Podest geschafft, ist mit 159 Punkten derzeit Sechster. Weil der drittplatzierte Finne Kimi Räikkönen (Lotus/183) die Saison aber wegen einer Rücken-OP schon beenden musste, befinden sich nur noch der Australier Mark Webber (Red Bull/166) und sein britischer Teamkollege Lewis Hamilton (175) zwischen ihm und dem Podest.

In die Punkte fahren will auch Hülkenberg. Obwohl der Sauber-Pilot für die kommende Saison noch immer kein Cockpit hat, bleibt er vor den letzten Saisonrennen gelassen. „Ich werde nicht durch das Raster fallen“, sagte der 26-Jährige, der nach eigenen Angaben mit Sauber, Lotus und Force India verhandelt. Klarheit wird es wohl noch vor dem Saisonfinale geben.

Adrian Sutil ist da wohl schon weiter. Der 30-Jährige wollte eine Unterschrift bei seinem Force-India-Rennstall auch für das nächste Jahr zwar noch nicht offiziell bestätigen, meinte aber vielsagend: „Ich halte mich bei den Sachen, die im Moment auf dem Markt passieren, relativ stark raus. Ich sehe keinen Grund, mir Sorgen zu machen.“

Er wisse „schon Bescheid“, sagte der Bayer: „Bei Force India weiß ich, was ich habe. Das Team hat sich in einem Bereich, bei einem Fahrer, auch schon festgelegt. Mehr kann ich im Moment nicht sagen.“

sid

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