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Weltmeister hin und weg:

Vettel: "Falsch kann dieses Gefühl nicht sein"

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Den vierten Titel im Visier und das Fahrgefühl passt bereits: Sebastian Vettel in seinem Bolliden.

Jerez de la Frontera - Wie muss das in den Ohren der Konkurrenz klingen? Sebastian Vettel fühlt sich schon jetzt wohler im neuen Auto als in dessen Vorgängermodell vor einem Jahr.

Vielleicht wird es diesmal ein liebevoller Kosename: Sebastian Vettel ist jetzt schon ein bisschen hin und weg von seinem neuen Formel-1-Auto. "Ich persönlich merke eine deutliche Verbesserung, wenn ich im Auto sitze, und so falsch kann dieses Gefühl gar nicht sein", schrieb der 25 Jahre alte Heppenheimer am Samstag auf seiner Homepage. Die ersten Dates waren zuvor ohne Zickereien verlaufen: Vettel hatte bei den Testfahrten in Jerez de la Frontera fast 1000 Kilometer im RB9 abgespult.

Das Fazit des dreimaligen Weltmeisters: "Ich bin mir sicher, dass wir hier in Spanien einen Schritt in die richtige Richtung machen konnten." Der erste Eindruck zählt immer, auch in der Formel 1. Der neue Red Bull mit auffallender violetter Lackierung an den Seiten kann sich sehen lassen. Und Verlass ist auch drauf. "Es sieht so aus, dass wir unsere Hausaufgaben gemacht haben", betonte Vettel. 198 Runden à 4,428 Kilometer im neuen Wagen legten darüber Zeugnis ab.

Vor zwölf Monaten war das noch anders. Damals hatte sich das Vorgängermodell RB8 am letzten Testtag launig präsentiert. Elektronik- und Motorenprobleme hatten den Red Bull, den Vettel später auf den für seine Verhältnisse eher schlichten Namen Abbey taufte, fünf Stunden außer Betrieb gesetzt.

Die Formel 1 2013: Alle Fahrer und ihre Autos

Die Formel 1 2013: Alle Fahrer und ihre Autos

RED BULL RACING © Mark Thompson/Red Bull Racing
Dreifach-Weltmeister Sebastian Vettel (Heppenheim) fährt 2013 weiter im Red Bull, der Vertrag läuft bis 2014. © dpa
Teamkollege Mark Webber (Australien) hat noch einmal um ein Jahr verlängert. © Getty
MCLAREN © dpa
Für Lewis Hamilton fährt der 22 Jahre alte Mexikaner Sergio Perez. © ap
Routinier und Ex-Weltmeister Jenson Button (England) wird gefragt sein, er ist langfristig bis 2014 an den Rennstall gebunden. © Getty
FERRARI © dpa
Fernando Alonso (Spanien) wird den nächsten Angriff auf Vettel unternehmen. Er hat einen Vertrag bis 2016. © Getty
Felipe Massa (Brasilien) darf 2013 auch noch mal ran. © Getty
MERCEDES © dpa
Lewis Hamilton (England) statt Michael Schumacher. Der Brite ist vorerst drei Jahre an die Silberpfeile gebunden. © Getty
Nico Rosberg (Wiesbaden) bleibt, er hat einen Vertrag bis 2013. © Getty
LOTUS © dpa
Kimi Räikkönen (Finnland) wird als WM-Dritter 2012 noch mehr wollen. © dpa
Romain Grosjean (Frankreich) darf trotz seiner wiederholten Auftritte als Crashpilot wohl bleiben, ist aber noch nicht bestätigt. © dpa
WILLIAMS © Getty
Pastor Maldonado (Venezuela), Sieger in Barcelona, bleibt. Er bringt auch noch Geld aus Venezuela mit. © Getty
Bruno Senna ist raus, Testpilot Valtteri Bottas (Finnland) steigt zum Stammfahrer auf. © getty
FORCE INDIA © Sahara Force India
Paul Di Resta (Großbritannien) bleibt © getty
Adrian Sutil kriegt das zweite Cockpit © dpa
SAUBER © dpa
Die Schweizer treten mit einer neuen Paarung an. Nico Hülkenberg (Emmerich) wechselt von Force India zu Sauber. © dpa
Neben Nico Hülkenberg darf der 21-jährige Deübtant Esteban Gutierrez (Mexiko) ran. © dpa
TORRO ROSSO © dpa
Daniel Ricciardo (Australien) © getty
Jean-Eric Vergne (Frankreich) © getty
MARUSSIA © dpa
Hier ist alles neu! Timo Glock ist weg, für ihn ist Jules Bianchi da © Getty
Sein Kollege: Max Chilton © Getty
CATERHAM © dpa
Charles Pic (Frankreich), bisher Marussia, heuert bei dem anglo-malaysischen Team an. © getty
Giedo van der Garde ist sein Kollege © Getty

Welchen - womöglich wieder leicht anrüchigen - Namen (andere Vorgängermodelle hießen schon mal Kinky Kylie oder Luscious Liz) der neue Wagen bekommt, mit dem Vettel und Red Bull die Titel Nummer 4 in Serie in der Fahrer- und der Konstrukteurswertung holen wollen, dürfte sich erst in der Woche vor dem Auftakt am 17. März in Australien entscheiden. Spätestens in Melbourne dürfte nach den ersten Trainings und dem Qualifying auch klar sein, wo Vettel und Red Bull mit dem RB9 stehen. Angesichts nur marginaler Regeländerungen sollte sich das Leistungsprofil allerdings nicht allzusehr vom Abschlussbild aus dem Vorjahr unterscheiden.

Auch wenn die Probefahrten erst in gut einer Woche am 19. Februar auf dem Circuit de Catalunya für vier Tage weitergehen, kann sich niemand auf den ersten Eindrücken und Ergebnissen ausruhen. Ganz im Gegenteil. Ob Red Bull oder Ferrari, das in Jerez die Wochenbestzeit fuhr, aber auch größere Probleme hatte.

Oder Mercedes, das die Sorgen schnell vertreiben konnte und zu den Marathon-Testern avancierte. Für Neuzugang Lewis Hamilton würden Träume war, wenn er schon in dieser Saison um den Titel kämpfen könnte. "Weltmeister, Weltmeister, Weltmeister!", sagte er auf der offiziellen Formel-1-Homepage zu seinen Wunschergebnissen für die kommenden drei Jahre: "Wenn ich nicht jeden Morgen aufstehen und dafür arbeiten würde, Weltmeister zu sein, würde ich meine Zeit verschwenden."

Nur ist Hamilton mit diesen Sehnsüchten nicht allein. Bei Lotus (früher Renault), das nicht zum ersten Mal vor einer Saison mit guten Auftritten schon auf sich aufmerksam machte, ist Kimi Räikkönen im zweiten Comeback-Jahr noch mehr zuzutrauen. Bei McLaren, das in Jerez zwar noch keine Akzente setzen konnte, zählt Jenson Button eigentlich immer, womöglich aber auch Neuzugang Sergio Perez zu Podest- und Siegkandidaten.

Und Sauber, das mit seinem aggressiv-schlanken Wagen für den bisherigen Hingucker sorgte, schickt mit Nico Hülkenberg einen erfolgversprechenden deutschen Piloten ins Rennen. Neben Mercedes-Mann Nico Rosberg aus Wiesbaden und dem Heppenheimer Vettel ist der Emmericher der dritte deutsche Pilot in dieser Saison. Und sein Name könnte auch eine Rolle spielen.

dpa

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