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Großer Preis von China

Shanghai: Alonso siegt, Vettel fährt auf Rang vier

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Fernando Alonso meldet sich in Shanghai mit einem Sieg zurück.

Shanghai - Fernando Alonso hat sich im Kampf um die Formel-1-Weltmeisterschaft zurückgemeldet und beim Großen Preis von China seinen ersten Saisonsieg gefeiert. Sebastian Vettel kämpfte sich auf Rang vier vor.

Ferrari-Pilot Fernando Alonso hatte im Reifenpoker von Shanghai die besten Karten in der Hand und fuhr nach seinem Ausfall zuletzt in Malaysia einen ungefährdeten Triumph ein.

Sebastian Vettels Taktik, zunächst mit den härteren Reifen lange fahren zu wollen, zahlte sich ebenso aus. Von Startplatz neun schoss der Weltmeister in seinem Red Bull nach vorne und landete auf Platz vier.

„Ein fantastisches Rennen von uns. Die Reifen haben besser funktioniert als gedacht“, sagte Alonso: „Die Saison sieht ganz gut aus, wir sind optimistisch. Wir haben noch mehr Potenzial.“

„Reifenflüsterer“ Kimi Räikkönen, der bei Red Bull zur kommenden Saison als Vettel-Kollege im Gespräch ist, fuhr ein fehlerloses Rennen und brachte seinen Startplatz zwei nach Hause. Mercedes-Star Lewis Hamilton konnte seine glänzende Vorstellung aus dem Qualifying nicht ganz wiederholen und wurde Dritter - wie vor drei Wochen in Sepang.

Für Alonso war es der erste Sieg nach einer knapp neunmonatigen Durststrecke. Zuletzt hatte der Spanier in Hockenheim gewonnen. Durch seinen zweiten Triumph in China nach 2005 zog er nach Siegen zudem mit Nigel Mansell (England) gleich und liegt nun auf dem vierten Platz der ewigen Siegerliste (31 Erfolge).

Alonso hatte sich zuvor als einziger der Top-Fahrer nicht über die Reifen beschwert. Wie erwartet, wurde das Rennen am Ende über die Strategie entschieden. In der WM-Wertung hat Vettel (52 Punkte) nun nur noch drei Zähler Vorsprung auf Räikkönen, Dritter Alonso (43) vor Hamilton (40).

Vorjahressieger Nico Rosberg musste eine herbe Enttäuschung wegstecken. Wegen technischer Probleme rollte er mit seinem Silberpfeil zur Halbzeit in die Box und stieg aus. Schon das erste Rennen in Melbourne konnte der Wiesbadener nicht beenden. „Das ist sehr, sehr schlecht. So wird es immer schwieriger, den Rückstand aufzuholen“, sagte er.

Auch für Adrian Sutil (Gräfelfing/Force India) war das Rennen bereits in der fünften Runde beendet, nachdem ihm Esteban Gutierrez (Mexiko/Sauber) ins Heck gerauscht war. An dem Wagen (Hinterradbremse) des Deutschen brach in der Box daraufhin sogar ein kleines Feuer aus. „Ein Rang in den Punkten wäre möglich gewesen“, sagte Sutil.

Vettels Teamkollege Mark Webber erlebte ein rabenschwarzes Wochenende. Nachdem der Australier bereits aus der Boxengasse starten musste (zu wenig Benzin, Getriebewechsel) verlor er nach einem Boxenstopp unverschuldet ein Hinterrad und schied aus (17.).

Pole-Setter Hamilton legte einen blitzsauberen Start hin und konnte die Führung zunächst vor Alonso behaupten. Räikkönen war hingegen der Verlierer des Starts und büßte zwei Positionen ein, Vettel hing im Mittelfeld fest. Der Heppenheimer konnte aber auf komplett neuen Reifen beginnen und musste deshalb „nicht in den ersten fünf Runden an die Box fahren“. Der Weltmeister blieb lange draußen und wurde bereits nach der siebten Runde auf Platz zwei vorgespült. Vor ihm sammelte Hülkenberg nach Brasilien vergangenes Jahr wieder reichlich Führungskilometer. In der 14. Runde konnte Vettel dann durch einen besseren Boxenstopp den Emmericher überholen und reihte sich als Siebter zunächst wieder ein.

Die Formel 1 2013: Alle Fahrer und ihre Autos

Die Formel 1 2013: Alle Fahrer und ihre Autos

RED BULL RACING © Mark Thompson/Red Bull Racing
Dreifach-Weltmeister Sebastian Vettel (Heppenheim) fährt 2013 weiter im Red Bull, der Vertrag läuft bis 2014. © dpa
Teamkollege Mark Webber (Australien) hat noch einmal um ein Jahr verlängert. © Getty
MCLAREN © dpa
Für Lewis Hamilton fährt der 22 Jahre alte Mexikaner Sergio Perez. © ap
Routinier und Ex-Weltmeister Jenson Button (England) wird gefragt sein, er ist langfristig bis 2014 an den Rennstall gebunden. © Getty
FERRARI © dpa
Fernando Alonso (Spanien) wird den nächsten Angriff auf Vettel unternehmen. Er hat einen Vertrag bis 2016. © Getty
Felipe Massa (Brasilien) darf 2013 auch noch mal ran. © Getty
MERCEDES © dpa
Lewis Hamilton (England) statt Michael Schumacher. Der Brite ist vorerst drei Jahre an die Silberpfeile gebunden. © Getty
Nico Rosberg (Wiesbaden) bleibt, er hat einen Vertrag bis 2013. © Getty
LOTUS © dpa
Kimi Räikkönen (Finnland) wird als WM-Dritter 2012 noch mehr wollen. © dpa
Romain Grosjean (Frankreich) darf trotz seiner wiederholten Auftritte als Crashpilot wohl bleiben, ist aber noch nicht bestätigt. © dpa
WILLIAMS © Getty
Pastor Maldonado (Venezuela), Sieger in Barcelona, bleibt. Er bringt auch noch Geld aus Venezuela mit. © Getty
Bruno Senna ist raus, Testpilot Valtteri Bottas (Finnland) steigt zum Stammfahrer auf. © getty
FORCE INDIA © Sahara Force India
Paul Di Resta (Großbritannien) bleibt © getty
Adrian Sutil kriegt das zweite Cockpit © dpa
SAUBER © dpa
Die Schweizer treten mit einer neuen Paarung an. Nico Hülkenberg (Emmerich) wechselt von Force India zu Sauber. © dpa
Neben Nico Hülkenberg darf der 21-jährige Deübtant Esteban Gutierrez (Mexiko) ran. © dpa
TORRO ROSSO © dpa
Daniel Ricciardo (Australien) © getty
Jean-Eric Vergne (Frankreich) © getty
MARUSSIA © dpa
Hier ist alles neu! Timo Glock ist weg, für ihn ist Jules Bianchi da © Getty
Sein Kollege: Max Chilton © Getty
CATERHAM © dpa
Charles Pic (Frankreich), bisher Marussia, heuert bei dem anglo-malaysischen Team an. © getty
Giedo van der Garde ist sein Kollege © Getty

Zuvor waren in der fünften Runde Alonso und Massa in einem spektakulären Manöver an Hamilton vorbeigezogen. Mercedes reagierte auf die stark abbauenden Reifen, holte Hamilton an die Box. Mit der härteren Mischung ging es zurück auf die Strecke.

Nachdem die Top-Fahrer ihre ersten beiden Stopps hinter sich hatten, neutralisierte sich das Rennen in der Folge etwas. Alonso gab das Tempo vor und dominierte das Feld von der Spitze. Vettel musste am Ende noch einmal die weichen Reifen aufziehen lassen und reihte sich als Vierter wieder ein. In den letzten beiden Runden kam vettel noch einmal ganz nah an Hamilton heran, doch dieser rettete den Podiumplatz soeben noch ins Ziel.

Schon vor dem Rennen hatten wieder einmal die Reifen die Gemüter erhitzt, die Fahrer klagten heftig über die Pneus - wie schon die ganze Saison. „Ganz ehrlich, den Reifen gebe ich eine sechs“, sagte Vettel. Und Rosberg meinte, die Pneus werden sich chon nach wenigen Runden regelrecht „zerfetzen“.

sid

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