Zwei Jahre Dopingsperre für Valverde in Italien

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ARCHIV - Alejandro Valverde vom Team Caisse d'Epargne in Aktion bei der 9. Etappe der Tour de France in Bagneres-De-Bigorre (Archivfoto vom 13.07.2008).

Rom - Ob zuständig oder nicht: Italien hat mit dem spanischen Radprofi Alejandro Valverde kurzen Doping-Prozess gemacht. Das Gericht des Nationalen Olympischen Komitee Italiens (CONI) verurteilte den Fahrer des Caisse d'Epargne-Teams in Abwesenheit zu einer Dopingsperre von zwei Jahren.

Es folgte in dem umstrittenen Gerichtsverfahren damit am Montag in Rom der Forderung von Ankläger Ettore Torri. Dieser hatte Valverde "Doping oder versuchtes Doping" mit Hilfe des mutmaßlichen spanischen Dopingarztes Eufemiano Fuentes vorgeworfen. Valverde ist damit bis 2011 für alle Radrennen in Italien gesperrt.

Da die diesjährige Tour de France auch über italienisches Territorium führt, ist nach Angaben der "La Gazzetta dello Sport" auch Valverdes Teilnahme an der Frankreich-Rundfahrt fraglich. Der 29-Jährige hatte Torris Vorwürfe, in die "Operation Puerto" verstrickt gewesen zu sein, bei einer ersten Anhörung am 19. Februar in Rom zurückgewiesen. Zur Verhandlung vor dem CONI-Gericht erschien der zweimalige Gewinner der ProTour-Gesamtwertung nicht.

Valverde hält das CONI für nicht zuständig und hat in Spanien gegen Torri Klage eingereicht. Seine Anwälte werfen Italiens Doping-Ankläger vor, sich über Anordnungen der spanischen Justiz hinwegzusetzen. Ein Madrider Gericht hatte es den Italienern untersagt, in dem Verfahren Beweismittel der spanischen Ermittler aus der "Operation Puerto" zu verwenden.

Umstritten ist auch die Frage, ob die Italiener überhaupt für ein Dopingverfahren gegen Valverde zuständig sind. Der spanische Radsportverband sprach sich dagegen aus. Italiens Dopingfahnder begründeten den Prozess in Rom damit, dass dem Spanier am 23. Juli 2008 bei einer Etappen-Ankunft der Tour in Prato Nevoso auf italienischem Boden Blut abgenommen wurde. Mit Hilfe eines so ermöglichten DNA-Abgleichs konnte Torri nach eigener Aussage nachweisen, dass sich in einem der bei Fuentes beschlagnahmten Blutbeutel Valverdes Blut befindet. Der entsprechende Behälter war mit der Aufschrift "Valv-Piti" versehen.

dpa

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