Dopingverfahren gegen Radprofi eröffnet

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Die italienische Anti-Doping-Kommission wirft Alejandro Valverde vor, Kunde des mutmaßlichen spanischen Dopingarztes Eufemiano Fuentes gewesen zu sein.

Rom - Das Gericht des Nationalen Olympischen Komitee Italiens (CONI) hat in Rom das umstrittene Dopingverfahren gegen den spanischen Rad-Profi Alejandro Valverde eröffnet.

Die italienische Anti-Doping-Kommission wirft Valverde vor, Kunde des mutmaßlichen spanischen Dopingarztes Eufemiano Fuentes gewesen zu sein. Der Chef der Kommission, Ettore Torri, klagte ihn deshalb wegen “Dopings oder versuchten Dopings“ an und fordert für Valverde eine Dopingsperre von zwei Jahren.

Zum Prozessauftakt in Rom erschien Valverde nicht. Seine Anwälte gehen juristisch gegen den Prozess und Torri vor. Sie werfen Italiens Doping-Ankläger vor, sich über Anordnungen der spanischen Justiz hinwegzusetzen. Ein Madrider Gericht hatte es den Italienern untersagt, in dem Verfahren Beweismittel der spanischen Ermittler aus der “Operation Puerto“ zu verwenden.

Ob die Italiener überhaupt für ein Dopingverfahren gegen Valverde zuständig sind, ist umstritten. Der spanische Radsportverband sprach sich dagegen aus. Italiens Dopingfahnder begründen den Prozess in Rom damit, dass dem Spanier am 23. Juli vergangenen Jahres bei einer Etappen-Ankunft der Tour de France in Prato Nervoso auf italienischem Boden Blut abgenommen wurde.

Mit Hilfe eines so ermöglichten DNA-Abgleichs will Torri nachweisen, dass sich in einem der bei Fuentes beschlagnahmten Blutbeutel Valverdes Blut befindet. Der entsprechende Behälter war mit der Aufschrift “Valv-Piti“ versehen. In einer ersten Vernehmung am 19. Februar hatte Valverde in Rom die Vorwürfe gegen ihn zurückgewiesen.

dpa

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