Zeitung: Giro-Fahrer 2008 unter Dopingverdacht

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Den Giro dItalia 2008 hatte der Spanier Alberto Contador gewonnen.

Padua - Die Ergebnislisten des Giro dItalia 2008 müssen vielleicht neu geschrieben werden.

Eineinhalb Jahre nach der Italien- Radrundfahrt 2008 hat die Staatsanwaltschaft in Padua bei sechs bis sieben Radprofis Hinweise auf Blutdoping mit CERA gefunden, berichtete die “Gazzetta dello Sport“ am Freitag. Die nachträglich von Staatsanwalt Benedetto Roberti angeordneten Analysen von 82 Proben hätten im Antidopinglabor “Acqua Acetosa“ bei einigen Profis auffällige Befunde ergeben. Die Staatsanwaltschaft Padua werde nun in Zusammenarbeit mit dem Weltradsportverband (UCI) die verdächtigen Proben mit den im Anti-Doping-Labor Lausanne befindlichen Daten der betroffenen Fahrer abgleichen. Dies solle in den nächsten Wochen erfolgen. Mit Ergebnissen sei dann innerhalb weniger Monate zu rechnen, hieß es bei der Staatsanwaltschaft in Padua.

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Dort hatte man die eingelagerten Dopingproben des Giro 2008 noch einmal öffnen lassen, nachdem der italienische Radprofi Emanuele Sella Blutdoping mit dem Präparat CERA gestanden hatte. CERA- Doping wurde erstmals bei der Tour de France 2008 nachgewiesen. Bei der zwei Monate zuvor ausgetragenen Italien-Radrundfahrt standen den Veranstaltern noch keine Kontrollverfahren für die Aufdeckung von CERA-Doping zur Verfügung.

Den Giro dItalia 2008 hatte der Spanier Alberto Contador, in diesem Jahr Gewinner der Tour de France, vor den Italienern Riccardo Riccò und Marzio Bruseghin gewonnen. Riccò war dann bei der Tour 2008 positiv auf CERA getestet und gesperrt worden.

dpa

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