Jetzt wartet eine harte Nuss

Wimbledon: Kerber und Lisicki im Achtelfinale

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Sabine Lisicki ist ins Achtelfinale von Wimbledon eingezogen

Wimbledon - Sabine Lisicki und Angelique Kerber haben vorgelegt und in Wimbledon die zweite Woche erreicht. Ihre Fed-Cup-Kollegin Julia Görges kann am Samstag nachziehen.

Sabine Lisicki und Angelique Kerber haben vorgelegt und in Wimbledon die zweite Woche erreicht. Ihre Fed-Cup-Kollegin Julia Görges kann am Samstag (11.30 Uhr) nachziehen und für einen weiteren Meilenstein der deutschen Tennis-Frauen sorgen. Gewinnt Görges, steht erstmals seit 25 Jahren wieder ein deutsches Trio im Achtelfinale des wichtigsten Tennisturniers der Welt. Damals hatten Steffi Graf, Claudia Kohde-Kilsch und Sylvia Hanika die Runde der besten 16 im All England Club erreicht. Lisicki setzte sich gegen Sloane Stephens nach 1:52 Stunden 7:6 (7:5), 1:6, 6:2 durch, Kerber gewann gegen Christina McHale (USA/Nr. 28) 6:2, 6:3.


Die Nummer 22 der Setzliste, Julia Görges (Bad Oldesloe), sieht der schwierigsten Aufgabe der drei deutschen Top-Spielerinnen entgegen: Sie trifft auf die ehemalige Weltranglistenerste Ana Ivanovic (Serbien/Nr. 14). Bereits im Achtelfinale steht Florian Mayer. Der Weltranglisten-28. aus Bayreuth setzte sich gegen den polnischen Qualifikanten Jerzy Janowicz 7:6 (7:5), 3:6, 2:6, 6:4, 7:5 durch und trifft nun auf den Franzosen Richard Gasquet.

Philipp Kohlschreiber hat am Samstag die Chance, zum ersten Mal in seiner Karriere die Runde der besten 16 zu erreichen. Er trifft auf den Nadal-Bezwinger Lukas Rosol (Tschechien). 1987 hielt es Steffi Graf sogar noch ein paar Tage länger auf dem heiligen Rasen aus und spielte ihr erstes von neun Wimbledonendspielen.


So stöhn ist das Damen-Tennis! Wir zeigen die lautesten Spielerinnen

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Seien Sie froh, dass diese Fotostrecke keinen Ton hat - aber dafür ganz viel Foto: So stöhn ist das Damentennis! © Getty
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Hier sehen Sie die Queen des lauten Schreis: Maria Scharapowa. © Getty
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Die schöne Russin bringt es auf unfassbare 101 Dezibel. Das entspricht einer lauten Motorsäge und liegt knapp unter der Schmerzgrenze - für manche ihrer Gegnerinnen auch deutlich darüber. © Getty
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Bei so viel Geschrei geraten die spielerischen Fähigkeiten Scharapowas fast in den Hintergrund. © Getty
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Doch sie ist bei weitem nicht die einzige Spielerin, die grunzt, schreit oder stöhnt. © Getty
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Dinara Safina, die Schwester von Marat Safin, unterstrich ihre Schläge oft mit einem Ä-Ton. © Getty
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Ääääääääh! © Getty
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Auch Elena Dementieva gab gern Laute von sich, die vor allem männliche Fans grübeln ließen © Getty
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Obacht, gleich kommt's! © Getty
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Die Sache mit dem Stöhnen hat übrigens nicht zwangsläufig etwas mit Extrakraft zu tun. © Getty
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Denn auch bei wahren Kraftpaketen wie den Williams-Schwestern, hier Venus, geht es lautstark zur Sache © Getty
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Serena steht ihrer Schwester auch da in nichts nach. © Getty
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Duelle unter den Schwestern sind ein wahrer Ohrenschmaus. © Getty
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Andrea Petkovic (l.) kann nicht nur gut tanzen, nein, ...  © Getty
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... vor ihren Siegen gibt sie lautstark alles! © Getty
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Auch Victoria Azarenka konnte glatt als Sirene durchgehen. © Getty
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Das hier war allerdings ein Jubelschrei. © Getty
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Michelle Larcher de Brito schlug sie alle! Zwar nicht im Tennis, sondern im Schreien. © Getty
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Mit 109 Dezibel war sie die lauteste Spielerin von allen. © Getty
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Und wer hat's erfunden? Hier sehen Sie die Mutter des Stöhnens, Monica Seles. © Getty
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Schon in ihren Duellen mit Steffi Graf ging sie deutschen Zuschauern damals gehörig auf den Zeiger. © Getty
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Kommen wir zu den tieferen Tonlagen. © Getty
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Francesca Schiavones Urschreie waren deutlich tiefer als die der Konkurrenz. © Getty
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Und jetzt kommen wir zu den ganz tiefen Tönen. Denn wer denkt, dass nur Frauen stöhnen, liegt falsch. © Getty
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Die weltbesten Männer tun's auch, zum Beispiel Novak Djokovic. © Getty
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Oder Rafael Nadal, der seine Schläge ebenfalls akustisch untermalt © Getty
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Genau so! Roger Federer ist übrigens mucksmäuschenstill. © Getty
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Auch bei den Männern gibt es zwei Ur-Stöhner. © Getty
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Jimmy Connors ... © Getty
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... und Andre Agassi.  © Getty
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Bei ihm beschwerten sich die Gegner Ende der 80er-Jahre als Erstes, aber noch immer gibt es keine Lautstärkeregeln. Und so bleibt das Gestöhne ein Teil des Tennis! Nur auf den Tribünen gilt weiterhin: Quiet, please! © Getty

 Der Finalsonntag liegt für Lisicki allerdings noch in weiter Ferne, vor allem beim Blick auf die nächste Gegnerin. Im Achtelfinale wartet am Montag die Nummer eins der Weltrangliste, Maria Scharapowa, zur Neuauflage des Halbfinals aus dem vergangenen Jahr. Lisicki erinnert sich: „Damals war es großartig da draußen. Leider war ich schon etwas müde.“ Dennoch lieferte sie der Russin einen großen Kampf und verlor erst in drei Sätzen. „Es ist immer eine große Herausforderung, gegen Maria zu spielen. Sie hat nach ihrem Sieg in Paris nun viel Selbstvertrauen“, sagte Lisicki über die French-Open-Siegerin. Ihre eigene Sicherheit wächst von Runde zu Runde bei ihrem erklärten „Lieblingsturnier“.

In Runde drei gegen Stephens unterliefen der 22-Jährigen bei unangenehmen Windverhältnissen zwar 35 unnötige Fehler, 21 mehr als ihrer drei Jahre jüngeren Kontrahentin, dennoch kämpfte sich Lisicki mit 7:6 (7:5), 1:6, 6:2 weiter. „Ich musste meine Chancen gut ausnutzen. Das habe ich getan“, sagte Lisicki, die mit dem Sieg über die Weltranglisten-59. bei ihrer vierten Teilnahme im All England Club zum dritten Mal die zweite Woche erreicht hat.

Die zwei Tage Pause durch den traditionell spielfreien Sonntag überbrücken Lisicki und Kerber mit Matches im Doppel und Mixed. Beide müssen im Rhythmus bleiben, denn auch die deutsche Nummer eins aus Kiel steht vor einer großen Herausforderung. Die Weltranglistenachte trifft auf die frühere Weltranglistenerste Kim Clijsters (Belgien), die sich auf ihrer Abschiedstour befindet und deutlich routinierter als die 24-Jährige ist. „Ich habe noch nie gegen sie gespielt. Das wird interessant“, sagte die viermalige Grand-Slam-Siegerin Clijsters: „Sie ist eine Kämpferin und eine Linkshänderin - das ist immer schwer.“

Kerber bezwang in Christina McHale wie Lisicki eine aufstrebende US-Amerikanerin. Nur 1:19 Stunde brauchte Kerber, um die 20-Jährige aus dem Turnier zu werfen. Es war Kerber 43. Saisonsieg - damit hat sie in diesem Jahr mehr Erfolge als jede andere Spielerin der WTA-Tour gesammelt. „Die Bedingungen waren nicht so einfach. Bei dem Wind muss man sich gut bewegen“, sagte Kerber: „Ich fühle mich wohl auf Rasen. Ich habe viel Selbstvertrauen gesammelt.“

SID

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