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Waffenstillstand im deutschen Langlauf-Lager

Katrin Zeller (rechts, Evi Sachenbacher-Stehle (Mitte), Miriam Gossner (links) und Claudia Nystad (oben links) feiern Silber in der Staffel
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Katrin Zeller (rechts, Evi Sachenbacher-Stehle (Mitte), Miriam Gossner (links) und Claudia Nystad (oben links) feiern Silber in der Staffel

Vancouver - Nach dem erstem Frust hat das Gold im Teamsprint von Evi Sachenbacher-Stehle und Claudia Nystad einen radikalen Stimmungsumschwung bewirkt. Auch der Bundestrainer will nicht nachtreten.

Janko Neuber, der Chef der deutschen Langlauf-Frauen, schien nicht einmal sonderlich überrascht zu sein von Silber. „Die Mädchen schweben derzeit auf der Euphoriewelle“, erklärte er den famosen Staffel-Auftritt im Olympic Park von Whistler. Nach schneidigem Finish erreichte Schlussläuferin Claudia Nystad als Zweite hinter Norwegen die Ziellinie und sorgte damit dafür, dass die DSV-Damen ihr olympisches Soll übererfüllten. „Wir wären hier auch mit Bronze nicht unzufrieden nach Hause gefahren“, sagte Neuber.

So schön sind die deutschen Olympia-Damen

So schön sind die deutschen Olympia-Damen

Sie machen nicht nur auf weißem Schnee eine gute Figur, sondern auch abseits ihrer Arbeitsstätte: So schön sind die Damen, die Deutschland in Vancouver vertreten. Das Foto zeigt Magdalena Neuner beim Planschen. © Getty
Wir drücken Anni Friesinger & Co. die Daumen für Vancouver © Getty
Wow! Katrin Hitzer teigt ihre strahlenden Augen. © Getty
Kati Wilhelm schießt scharf. © Getty
Anni Friesinger-Postma genießt das Shopping-Vergnügen in Moskau. © Getty
Evi Sachenbacher-Stehle ist nicht nur im Schnee in ihrem Element © Getty
Auch als Strandschönheit ... © Getty
... kann sie sich sehen lassen © Getty
Top auch in der Disziplin "Lächeln": Evi Sachenbacher-Stehle © Getty
Gut auszusehen gehört zu ihrem Beruf: Eiskunstläuferin Aljona Savchenko © Getty
Maria Riesch hat Rücken © dpa
Auf den roten Teppichen zieht der Ski-Star immer wieder die Blicke auf sich. © dpa
Riesch könnte auch als Model arbeiten. © dpa
Süß: Langläuferin Steffi Böhler © Getty
Kati Wilhelm fährt schwere Geschütze auf © Getty
In Deckung, Männer! © Getty
Kati zeigt sich ganz sexy! © Getty
Auch Anni Friesinger könnte als Model Karriere machen. © Getty
So schön, so erfolgreich: Magdalena Neuner © Getty
Ein traumhafter Anblick: Lena im Bikini © Getty
Sie zählt nicht umsonst zu Deutschlands beliebtesten Sportlerinnen © Getty
Sportliche Leistungen: top! © Getty
Aussehen: top! © Getty
Lena als Schaumschlägerin © Getty
Und lächeln! © Getty
Toller Anblick: Magdalena Neuner in Abendgarderobe © Getty
Auch Kati Wilhelm lässt sich nicht lumpen © Getty
Durchtrainiert und sexy: die rothaarige Biathletin © Getty
Schneehaserl am Strand: Kati Wilhelm, Martina Beck und Kathrin Hitzer (letztere ist leider nicht bei Olympia mit dabei) © Getty
Da möchte man gerne Michael Greis sein © Getty
Robin Szolkowy lässt Aliona Savchenko hochleben. © Getty
Was für ein schönes Lachen: Anni Friesinger © Getty
Friesinger mit Ids Postma - seit ihrer Hochzeit heißt Anni mit vollem Namen Anni Friesinger-Postma © Getty
Skilangläuferin Claudia Nystad posiert ... © Getty
... unter der Sonne der Türkei © Getty
Kati Wilhelm tut's ihr gleich © Getty
Da strahlen nicht nur die Haare © Getty
Evi Sachenbacher-Stehle gibt die Nixe © Getty
Kalt! © Getty
Feuerrote Haare vor feuerrotem Hintergrund: Kati Wilhelm © Getty
Tut das dem Finger nicht weh, Natalie Geisenberger? © Getty
Neee! © Getty
Strahlefrau Magdalena Neuner © Getty
Schönheit vom Lande: Viktoria Rebensburg stammt aus dem oberbayerischen Kreuth © Getty
Eines der erfolgreichsten Geschwisterpaare des deutschen Sports: Susanne und Maria Riesch © Getty
Alpin-Skiläuferin Kathrin Hölzl kann lasziv dreinblicken ... © Getty
... oder auch einfch nur süß. © Getty
Wenn schöne Augen langlaufen könnten, wäre Stefanie Böhler Stammgast auf dem Podest © Getty
Biathletin Martina Beck natürlich auch © Getty
Niedlich! Snowboarderin Amelie Kober posiert vor ländlicher Kulisse © Getty
Ein Lächeln nach links. © Getty
Und eines nach rechts. © Getty
Zwei blonde Strahlefrauen auf einem Bild: Miriam Gössner (l.) und Magdalena Neuner © Getty
Magdalena Neuner mit dunklem Haar © Getty
Zünftig: Amelie Kober und Maria Riesch haben sich in Schale geworfen. © dpa
Bei Olympia waren Magdalena Neuner & Co. höchst erfolgreich, belegten Platz 2 im Medaillenspiegel. Herzlichen Glückwunsch! © Getty

Die Hochgefühle, die nunmehr die deutschen Langläuferinnen so beseelen, waren nach der ersten

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Der nackte Wahnsinn: Gold mit nichts drunter

Olympia-Woche nicht unbedingt zu erwarten gewesen. Da hatte Chefcoach Jochen Behle noch mächtig gepoltert und das angeblich mangelhafte Trainingspensum der DSV-Damen pauschal angeprangert. Doch nach erstem Frust hat das von Evi Sachenbacher-Stehle und Claudia Nystad am Montag errungene Gold im Teamsprint einen radikalen Stimmungsumschwung bewirkt.

Und so wollte sich auch Behle nicht mehr auf alte Diskussionen einlassen. „Lasst uns heute über Silber sprechen“, sagte er. Und da spielte Claudia Nystad eine tragende Rolle. Behle befand: „Sie ist ein perfektes Rennen gelaufen.“ Und das auch in taktischer Hinsicht. „Ich habe mich in der ersten Runde zusammenreißen müssen, dass ich nicht zu schnell angehe. In der zweiten Runde habe ich gemerkt, dass ich die Stärkste war“, erzählte die 32-Jährige aus Oberhof.

Deutschland top! Der ewige Medaillenspiegel

Deutschland top! Der ewige Medaillenspiegel

Auf Platz 1: Deutschland. Insgesamt 128 Goldmedaillen hat die Bundesrepublik seit 1924 geholt (Stand 1.März 2010). Mit fünf Goldmedaillen und je zweimal Silber und Bronze ist Claudia Pechstein Deutschlands Olympionikin Nummer 1. © dpa
Platz 2: Russland. Mit 123 Goldmedaillen ist Russland der Bundesrepublik dicht auf den Fersen. Der russische Gold-Hamster schlechthin ist Ljubow Jegorowa mit sechs Goldmedaillen und dreimal Silber im Langlauf. © dpa
Mit nur 107 Goldmedaillen und insgesamt 50 Medaillen weniger als Deutschland wird Norwegen auf Platz 3 2010 keine Konkurrenz mehr. Björn Daehlie hat seinem Land zwischen 1992 und 1998 acht Gold- und vier Silbermedaillen eingebracht. © dpa
Die USA liegen mit 87 Goldmedaillen auf Platz 4. Eric Heiden erlief 1980 insgesamt fünf Goldmedaillen auf dem Eis. © dpa
Die Alpenrepublik Österreich liegt mit 55 Goldmedaillen auf dem 5. Platz. Felix Gottwald errang in der Nordischen Kombination zweimal Gold, einmal Silber und dreimal Bronze. © dpa
Der Gastgeber der Spiele 2010, Kanada, liegt insgesamt mit 52 Goldmedaillen auf Platz 6 - dank des Seiges 2010. Clara Hughes errang für ihr Land je einmal Gold, Silber und Bronze. © dpa
Platz 7: Schweden mit 48 Goldmedaillen. Gunde Svan gewann zwischen 1984 und 1988 vier Goldmedaillen und je einmal Silber und Bronze im Langlauf. © dpa
Auf Platz 8 mit 44 Goldmedaillen liegt die Schweiz. Vreni Schneider (l.) erreichte zwischen 1988 und 1994 auf ihren Skiern dreimal den ersten Platz, einmal den zweiten und einmal den dritten. © dpa
Skandinavien ist in den Top Ten mehrfach vetreten: Finnland liegt auf Platz 9. Samppa Lajunen erlief zwischen 1998 und 2002 dreimal Gold und zweimal Silber. © dpa
Mit 37 Goldmedaillen liegt Italien auf Platz 10. Alberto Tomba führt mit drei Goldmedaillen und zwei Silbermedaillen die Liste der italienischen Olympia-Sportler an.
Die Niederlande belegen mit bisher 29 Goldmedaillen Platz 11. Eisschnellläufer Sven Kramer erlief je eine Medaille in Gold, Silber und Bronze für sein Land. © dpa
Auf Platz 12 liegt Frankreich mit 27 Goldmedaillen. Der französische Biathlet Vincent Jay gewann eine goldene und eine bronzene olympische Medaille. © dpa
Auf Platz 13 liegt Südkorea. Die Eisschnellläuferin Lee Sang-Hwa gewann 2010 in Vancouver eine Goldmedaille. © dpa
Auf Rang 14 liegt China, die seit 1980 neun Goldmedaillen gewannen. Durch die besseren Silbermedaillen schieben sie sch vor Japan und Großbritannein. © getty
Japan liegt auf Platz 15 der Weltrangliste. Shizuka Arakawa gewann 2006 in Turin die erste olympische Goldmedaille für den japanischen Eislaufverband. © dpa
Auf Platz 16 liegt Großbritannien mit acht Goldmedaillen. Alain Baxters Goldmedaille wurde ihm wegen Doping aberkannt. © dpa

Ihrer Attacke konnte dann die finnische Schlussläuferin Aino-Kaisa Saarinen nichts mehr entgegen setzen. „Wir wussten, wie stark Claudia ist. Sie hat dann früh angegriffen, so dass ich schon Angst hatte. Aber sie hat derzeit das Selbstvertrauen, um das durchziehen zu können“, erklärte Neuber. Ebenfalls ein couragiertes Rennen bot Katrin Zeller als Startläuferin. Die Oberstdorferin übergab als Dritte: „Es lief viel besser als geplant“, erzählte die 30-Jährige. Von Behle wurde ihr ein „sehr gut“ zuteil.

Nicht ganz so flott war dagegen bei kanadischem Aprilwetter Evi Sachenbacher-Stehle im klassischen Stil unterwegs. Als einzige klagte die 29-Jährige aus Reit im Winkl über Materialprobleme: „Der Ski hat auf der zweiten Runde abgebaut.“ Sie verlor fast eine Minute und fiel auf Rang sechs zurück.

Doch dann war es die Jüngste, die das deutsche Team wieder nach vorne brachte. Miriam Gössner bot auch den Weltklasseläuferinnen Kristin Stoermer Steira (Norwegen) und Riitta-Lisa Roponen (Finnland) Paroli. „Da kennt die nichts“, sagte Behle zum Kampfgeist der 19-Jährigen aus Garmisch-Partenkirchen. „Man hat gesehen, dass sie ein absolutes Ausnahmetalent ist“, rühmte Neuber die leichtgewichtige Schnellläuferin, die das DSV-Team auf Medaillenkurs brachte. Wie schon im Vorjahr bei der WM in Liberec.

Dabei ist Miriam Gössner, wenn man so will, nur eine Leihgabe. Sie kommt aus dem Biathlon-Lager und wechselte nur für die Winterspiele das Metier. Behle aber scheint die Hoffnung noch nicht aufgegeben zu haben, die Skijägerin dauerhaft in seine Dienste einspannen zu können: „Ich habe hier schon das Loch gebuddelt, wo ihre Waffe rein soll“, sagte er.

Armin Gibis

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