Angeschlagene Bora-hansgrohe-Fahrer

Buchmann, Schachmann und Mühlberger werden zum Start der Tour de France 2020 fit

Die drei angeschlagenen Bora-hansgrohe-Fahrer Maximilian Schachmann, Emanuel Buchmann und Gregor Mühlberger (von links) können bei der Tour de France 2020 starten.
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Die drei angeschlagenen Bora-hansgrohe-Fahrer Maximilian Schachmann, Emanuel Buchmann und Gregor Mühlberger (von links) können bei der Tour de France 2020 starten.

Trotz der erlittenen Sturzverletzungen werden Emanuel Buchmann, Maximilian Schachmann und Gregor Mühlberger die Tour de France in Angriff nehmen. Das teilt der Rennstall Bora-hansgrohe am Montagabend (24. August) mit. Allerdings unter anderen Voraussetzungen als ursprünglich geplant.

Nizza / Raubling – Gute Nachrichten für das Team Bora-hansgrohe aus Raubling (Oberbayern): Drei Fahrer des Rennstalles, die kurz vor dem Start der Tour de France 2020 am 29. August in Nizza bei Rennen gestürzt waren, können bei der Frankreichrundfahrt an den Start gehen.


Buchmann mit Prellungen und Blutergüssen im Training

Besonders dürfte man bei Bora-hansgrohe um Emanuel Buchmann gebangt haben. Ist doch die gesamte Teamstrategie für die Tour de France 2020 darauf ausgerichtet, ihn im Gesamtklassement möglichst weit nach vorne zu bringen. Der Vorjahresvierte strebt einen Platz auf dem Podium an – und liebäugelt mehr oder weniger offen mit dem Gelben Trikot.


„Die Prellungen und Blutergüsse bei Emanuel haben sich als sehr hartnäckig erwiesen“, sagt Jan-Niklas Droste vom medizinischen Stab von Bora-hansgrohe. Buchmann habe „einige Tage komplett pausieren müssen, und so wichtige Trainingstage verloren“. Die Heilung nach seinem Sturz bei der Dauphiné-Rundfahrt verlaufe allerdings normal. Bei Bora-hansgrohe geht man allerdings nicht davon aus, dass Buchmann auf den ersten Etappen der Tour de France schon in optimaler Form sein wird.

Bei der Tour de France 2020 „keine Zeit zum Einrollen“

„Das war schon ein herber Rückschlag. Eigentlich dachte ich, die Tour ist gelaufen, als ich nach dem Sturz nicht mehr selbständig aufstehen konnte“, zitiert Bora-hansgrohe seinen Topfahrer Emanuel Buchmann in einer Pressemitteilung. „Ich habe mich letzte Woche voll auf die Therapie konzentriert, und konnte erst Ende der Woche wieder aufs Rad steigen", so Buchmann weiter.

Tour de France 2020: Das Aufgebot von Bora-hansgrohe

Ralph Denk (Sportlicher Leiter)
Ralph Denk (Sportlicher Leiter) © Bora - hansgrohe / VeloImages
Felix Großschartner (Österreich) vom Team Bora-hansgrohe
Felix Großschartner (Österreich) vom Team Bora-hansgrohe © Bora - hansgrohe / VeloImages
Daniel Oss (Italien) vom Team Bora-hansgrohe
Daniel Oss (Italien) vom Team Bora-hansgrohe © Bora - hansgrohe / VeloImages
Peter Sagan (Slowakei) vom Team Bora-hansgrohe
Peter Sagan (Slowakei) vom Team Bora-hansgrohe © Bora - hansgrohe / VeloImages
Emanuel Buchmann (Deutschland) vom Team Bora-hansgrohe
Emanuel Buchmann (Deutschland) vom Team Bora-hansgrohe © Bora - hansgrohe / VeloImages
Lennard Kämna (Deutschland) vom Team Bora-hansgrohe
Lennard Kämna (Deutschland) vom Team Bora-hansgrohe © Bora - hansgrohe / VeloImages
Gregor Mühlberger (Österreich) vom Team Bora-hansgrohe
Gregor Mühlberger (Österreich) vom Team Bora-hansgrohe © Bora - hansgrohe / VeloImages
Lukas Pöstlberger (Österreich) vom Team Bora-hansgrohe
Lukas Pöstlberger (Österreich) vom Team Bora-hansgrohe © Bora - hansgrohe / VeloImages
Maximilian Schachmann (Deutschland) vom Team Bora-hansgrohe
Maximilian Schachmann (Deutschland) vom Team Bora-hansgrohe © Bora - hansgrohe / VeloImages

Mit Sorge blickt der Bora-Fahrer fürs Gesamtklassement auf den Start der Tour de France. Es gebe nicht wie sonst auf den ersten Etappen der Tour „Zeit zum Einrollen“. Nach dem Start am 29. August rund um Nizza geht es ab der zweiten Etappe im Hinterland von Nizza bei schweren Bergwertungen richtig zur Sache. Emanuel Buchmann sagt: „In wie weit ich da mithalten kann, wird man sehen. Ich kann die Tour jetzt nur von Tag zu Tagen in Angriff nehmen.“

Schlusselbeinbruch von Schachmann heilt gut

Noch schlimmer hatte es bei einem Sturz in einem Vorbereitungsrennen Maximilian Schachmann erwischt, der sich das Schlüsselbein gebrochen hat. „Der Bruch des Schlüsselbeins bei Max hat sich in den letzten Tagen sehr gut entwickelt“, sagt Droste. „Wir haben die nötige Stabilität, um es zumindest zu versuchen.“

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Schachmann selbst ist einfach nur froh, dass das Team ihm trotz seiner Verletzung das Vertrauen schenkt. Er sagt: „Ich habe in den vergangenen Tagen so gut wie möglich trainiert und hoffe, dass es auch im Rennen machbar ist und ich mit den Schmerzen umgehen kann.“

Gregor Mühlberger geht mit Handschiene an den Start

Am besten steht es auf der Verletztenliste von Bora-hansgrohe offenbar um Gregor Mühlberger. Zuerst konnte beim Österreicher eine schwere Handverletzung nicht ausgeschlossen werden. Jan-Niklas Droste sagt über die Verletzung des Rennfahrers: „Er hat zwar auch noch Schmerzen, kann mit einer Spezialschiene aber wieder trainieren.“

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Bleibt also abzuwarten, wie die Genesung von Emanuel Buchmann, Maximilian Schachmann und Gregor Mühlberger weiter verläuft – und wie sie sich auf den ersten Etappen der Tour de France 2020 schlagen. Sollte Buchmann trotz Verletzung den Anschluss an die Spitze halten können, so kann er vielleicht nach der ersten Woche doch noch ein Wörtchen um den Gesamtsieg mitreden.

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